Kojotenhöhle

Hellcome, Visitor

Das ist meine ganz persönliche Seite für erotische Geschichten - oder im Klartext: Sexgeschichten.

Was dich hier erwartet, ist nicht der Versuch, irgendetwas zu umschreiben. Ich nenne die Dinge durchaus beim Namen, auch wenn ich versuche, das niveauvoll zu tun. Und ich versuche außerdem, Geschichten zu erzählen, in denen der Sex ein Teil des Ganzen ist und nicht der einzige Teil.

Da ich schon lange hier und da im Netz veröffentliche, sind mir so ziemlich alle Reaktionen schon begegnet und da ich nicht so sehr auf Blümchensex stehe, findet man hier wohl auch Grenzwertiges für manche Geschmäcker. Ob man es als BDSM-artig oder als abartig empfindet, liegt dabei ganz im Auge des Betrachters.

Wenn es dir gefällt, lass es mich wissen. Wenn es dir nicht gefällt, gerne auch. Wenn du allerdings meine Seele vor der Verdammnis retten willst, lass stecken, denn dafür ist es längst zu spät…

Was immer dir auf der Seele brennt
kannst du mich wissen lassen, indem du mir einen Kommentar hinterlässt. Oder du schreibst es mir per Mail an Mike.Stone bei gmx.net

Freitag, 10. Mai 2013

My Sisters hot Friends - Teil 02


My Sisters hot Friends
Eine Geschichte über inter-geschwisterlichen Terrorismus


*****


*****


II.

Abendessen im Kreis der Familie…
Yay!

Ich bin nicht nur ein wenig nachdenklich, als ich zu dieser täglichen Sitzung der örtlichen Variante der Nahost-Friedenskonferenz erscheine. Israel, mit dem sich mein geknechtetes Palästina die Abstammung teilt, ist natürlich bereits anwesend. Ihre Überpünktlichkeit schreckt auch vor familiären Dingen nicht zurück.
Die mütterlichen USA, die der eigentliche Initiator dieses zum Scheitern verursachten Termins zur Völkerverständigung sind, wissen das zu schätzen. Aber sie sind ohnehin auf der Seite meiner Gegenpartei. Und die väterliche UNO hat dazu keine Meinung. So wie sie zu jeder anderen Sache eine erstaunliche Neutralität mit einer beeindruckenden Handlungsunfähigkeit verbindet, wird sie auch in diesen familiären Dingen vom Standpunkt der USA dominiert und beugt sich.

Die Atmosphäre zum Abendessen ist immer steif. Was ebenfalls meiner Mutter zu verdanken ist. Sie umgibt sich gerne mit diesem Hauch von ‚Noblesse oblige‘. Und wenn man ihr dabei unter die Fuchtel gerät, fügt man sich besser. Sonst lernt man ihre Stimme am oberen Ende der Tonleiter kennen.
Heute kommt mir das alles aber eher entgegen, denn so kann ich meinen Gedanken nachhängen und meinen gröbsten Hunger stillen. In den alltäglichen Small-Talk mit eingebunden zu werden, muss das Schwarze Schaf der Familie nicht befürchten.

Ein abruptes Ende findet meine Versunkenheit allerdings, als mein Blick auf die Obstschüssel mitten auf dem Tisch fällt. Sie enthält die vermutlich perfekte Anordnung von Bananen, Äpfeln, Orangen, nur Frauen bekannten, weiteren Südfrüchten und einer Honigmelone.
Nichts Ungewöhnliches für den unbedarften Betrachter. Aber ich bin seit gestern nicht mehr unbedarft.
In meinem Kopf macht es leise ‚klirr‘ und eine Illusion zerbricht, als ich die volle Tragweite der immer vollen Obstschüssel in ihrer Gesamtheit erfasse. Und das kann ich nur, weil mir Miriam ein paar sehr grafische Beschreibungen darüber geliefert hat, welche Rolle Obst in den sadistischen Foltersessions meiner sogenannten Schwester spielt.

Ohne großartig darüber nachzudenken, bedient sich meine ganze Familie zum Ende des Essens hin an der Schale. Ich selbst habe das auch schon getan. Aber ich wusste da noch nicht, wo diese Früchte möglicherweise einen Teil ihrer Schonfrist vor dem Verzehr verbringen.
Ein Teil von mir ist von dieser Erkenntnis einfach nur fasziniert. Ein anderer Teil ein wenig angewidert. Aber überwiegend muss meine multiple Persönlichkeit einfach nur ein Lachen unterdrücken, als meine Mutter genüsslich in eine Banane beißt und mein Vater sich einen Apfel schält.
Ich traue Jessi ohne eine Sekunde zu zögern zu, dass sie das ‚gebrauchte‘ Obst nur abwischt und in die Schale zurücklegt. Aus reiner Boshaftigkeit.

Zur Abwechslung beobachte ich sie tatsächlich einmal etwas genauer, als sie selbst nach der Schale greift. Und tatsächlich schwebt ihre Hand einen kurzen Moment darüber und sie wählt sorgfältig eine Papaya aus. Nicht die Erstbeste, sondern eine ganz bestimmte.
Zur Prüfung meiner Theorie strecke ich ebenfalls die Hand aus und neige die Schale ein wenig zu mir. Das missmutige Stirnrunzeln meiner Mutter darüber, dass ich nicht einfach hineingreife, sondern die perfekte Anordnung der Restfrüchte störe, ignoriere ich gepflegt.

Mit der jahrelangen Übung eines geschickten Abschreibers in der Schule behalte ich den Inbegriff der Abartigkeit im Auge, während ich eine Schau daraus mache, mich nicht entscheiden zu können. Und sie beobachtet tatsächlich sehr genau.
Es ist nicht viel, was ihr durchaus gekonntes Pokerface hergibt. Aber es reicht aus. Als ich nach einem Apfel greife, zuckt ihre Braue eine Winzigkeit. Und als ich mich wieder zurückziehe, runzelt sie für einen Sekundenbruchteil die Stirn.
Dafür erhellt sich ihre Miene deutlich - zumindest für den genauen Betrachter - als ich eine Banane wähle. Sicherlich war das naheliegend, aber ich will ja auch Gewissheit.

Und die habe ich jetzt. Tatsächlich ist meine hinterfotzige Schwester so gestört, ihrer Familie dabei zuzusehen, wie sie Obst isst, das sich keine zwei Tage zuvor noch in diversen Körperöffnungen ihrer Freundinnen befand.
Zeit für einen winzigen Vorstoß hinter die gegnerischen Linien…

Demonstrativ stutze ich kurz, als ich gerade ansetzen will, die Banane zu pellen. Ich hebe sie zur Nase, rieche kurz daran und ziehe eine Augenbraue hoch.
„Ist die noch gut?“, frage ich in die Runde, halte aber genau Jessi das Tropenobst entgegen. „Irgendwie riecht die komisch.“
Die letzte Bestätigung für meine Theorie erhalte ich, als der lebende Beweis für die Wahrheit hinter der Geschichte des Sündenfalls völlig uncharakteristisch reagiert.

Normalerweise würde Jessica etwas, das ich ihr reiche, nur nach vorheriger Dekontamination und zweiwöchiger Quarantäne annehmen. Vor allem, wenn ich schon andeute, damit könne etwas nicht in Ordnung sein.
Seinen Hintergrund mag das in einem Geschenk haben, das ich ihr einmal gab, als wir viele Jahre jünger waren. Aber es ist auch wirklich nicht meine Schuld, dass sie so sehr auf dunkle Schokolade abfährt, dass sie schon fast in die Hundescheiße gebissen hatte, bevor ihr die Täuschung auffiel.

Was denn?
Ich habe nie behauptet, keine Gegenangriffe durchgeführt zu haben. Sowas nennt man offensive Verteidigungsstrategie.

Im Gegensatz zu ihrer sonst sehr vorsichtigen Herangehensweise bei Dingen, die ich in den Händen habe oder hatte, reißt sie mir diesmal das Obst fast aus der Hand. Das ist so auffällig, dass sogar unsere Mutter eine Braue hochzieht.
Vorsichtig riecht sie daran und setzt dann wieder ihr Pokerface auf. Natürlich hat sie nichts wahrgenommen. Da ist ja auch nichts.
„Riecht völlig normal, Brian“, erklärt sie betont höflich.
„Ich weiß nicht“, antworte ich zweifelnd. „Irgendwie fischig, finde ich.“

Meine Schwester verliert für einen Augenblick fast die Beherrschung. Ihre Augen weiten sich und ich stelle fest, dass ich besser nicht weiter in dieses Thema vordringen sollte, um sie nicht misstrauisch zu machen.
Sie mustert mich ziemlich eindringlich, während sie noch einmal an der Banane riecht. „Nichts…“, sagt sie gefährlich leise.
Rettung naht in diesem brenzligen Moment dann von völlig unerwarteter Seite.

„Lass mal sehen, Liebes“, fordert meine Mutter und nimmt sich die Frucht.
Vorsichtig fächelt sie darüber und schnüffelt vornehm. Oder so, wie sie das für vornehm hält. Und dann verzieht sie sofort das Gesicht und lässt angewidert das unschuldige Stück Obst fallen.
„Igitt!“, kommt es pikiert hinter ihrer eilig vor Mund und Nase gehaltenen Hand hervor. „Brian hat recht. Das Obst ist schlecht!“
Gleich als Nächstes springt sie auf, schnappt sich ihre Serviette, mit der sie ihren Mund bedeckt und eilt aus dem Raum. Zweifelsohne zur Toilette, um ihren Anteil der Obstschale sofort aus ihrem System zu entfernen.

Mir rettet das den Arsch. Auch wenn mir mein Vater ein klein wenig leidtut. Vermutlich wird er den Auftrag erhalten, dem kaiserlichen Hoflieferanten für Frischobst den Prozess zu machen und seine Hinrichtung zu veranlassen. Und er wird es mit Logik versuchen, bis er aufgibt und einen anderen Lieferanten aussucht.
‚Gerade noch mal so davon gekommen‘, denke ich mir und nutze die Gelegenheit, den Tisch zu verlassen.

Ich habe eine Menge nachgedacht und eine ganze Nacht ohne einen Tropfen Alkohol verbracht. Ich war sogar morgens wach genug, um Jessi genau zu beobachten, während sie ihr alltägliches Terrortraining in Vorbereitung auf irgendeinen persönlichen 11. September durchzieht. Aber so richtig schlau werde ich nicht aus ihrem Verhalten.
Statt mich also auf mein Zimmer zu verziehen und weiter mit dem Kopf gegen diese Wand zu rennen, die vermutlich selbst einem Psychologen einen Nervenzusammenbruch bescheren würde, muss ich raus. Ein wenig saufen und vielleicht etwas rumhuren sollte helfen.

Ich überlege kurz, ob ich mir zwei Sechserträger hole und Miriam antexte. Aber so reizvoll dieser Gedanke auch ist, so viel Ballast bringt er mit sich. Beispielsweise das Risiko, sich immer tiefer in diese Sache mit ihr zu verstricken.
Stattdessen mache ich mich lieber frisch, ziehe mich um und suche meine eigenen Kreise auf. Bloß weg von dieser Welt meiner restlichen Familie, in der unter der sauberen Tischdecke aus handgeklöppelter Spitze ein gewaltiges Meer aus Scheiße munter vor sich hin gluckert.
Raus in die Welt, in der die Scheiße unmittelbar an der Oberfläche schwimmt und wenigstens für den aufmerksamen Beobachter sichtbar ist.

Ich will keine haltlosen Behauptungen über meine bevorzugten Kreise aufstellen. Die Leute sind nicht wirklich besser als die überkandidelten Freunde meiner Schwester. Aber sie haben keine Kohle und keinen Grund, so zu tun, als wären sie jemand, der sie nicht sind.
Nein warte… Das ist missverständlich. Natürlich versuchen sie auch, sich besser zu machen. Aber die Masken sitzen irgendwie lockerer und werden nicht so energisch festgehalten.
Ein paar Drinks oder ein längeres Gespräch und du hast einen ganz guten Eindruck, mit wem du es zu tun hast. Schließlich ist was dran an dem Spruch: ‚Und ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.‘

Mein Weg führt mich ziellos in meine vertrauten Ecken und ich lande schließlich in einer kleinen Disko. Der Dresscode hier lässt sich mit einem Wort sehr treffend beschreiben: Leder. Und zwar die drei Varianten künstlich, echt und noch am lebenden Objekt befindlich. Dem Laien vermutlich besser als Haut bekannt.
Es ist ein Schuppen, in dem Biker, SMler und Freaks sich treffen, um Rockmusik und Metal zu hören und Bier zu trinken. Und nebenbei auch gerne mal am Rand der Tanzfläche oder auf dem Gang zu den Toiletten eine Nummer zu schieben.
Man klebt am Boden fest, kriegt einen Hörsturz und erhält das Bier gleich in der Flasche - was auch besser so ist, wenn man sich die Gläser so ansieht. Aber die Leute sind in Ordnung. Meistens…

Mir ist nicht nach einem Aufriss. Und zugegebenermaßen wäre selbst ich hier eher vorsichtig. Es gibt Areale, in denen man aus Gesundheitsgründen besser bekanntvögelt.
Bekannt ist mir heute Abend aber nur die kleine Blondine, die sich kurz nach meiner Ankunft zu mir an die Bar gesellt. Und die ist stocklesbisch. Bei ihr ist bestenfalls ein wenig Gefummel drin, wenn sie richtig einen im Tee hat.

Rein optisch ist sie eine echte Ablenkung von trüben Gedanken. Seitlich ziemlich offenherzig geschnürte Chaps, ein String für den praktisch freiliegenden Unterleib und ein topartiges Oberteil aus kleinen Kettengliedern - natürlich ohne was drunter - bilden einen netten Rahmen für ihre wirklich zierliche Gestalt.
Ohne ihre ausgleichenden zwanzig Zentimeter Plateau und Heel reicht sie mir kaum bis zum Kinn. So könnten wir uns fast in die Augen sehen. Falls wir darauf gesteigerten Wert legen würden.
Tun wir aber selten.

Objektiv betrachtet sind Kayla und ich beinahe sowas wie Freunde. Da sexuelles Interesse von ihrer Seite ausgeschlossen ist und ich das schließlich akzeptiert habe, reden oder saufen wir einträchtig wie gute Kumpel und kommen einander nur ins Gehege, wenn wir auf die gleiche Braut scharf sind. Was hier für mich kein Problem darstellt.
Und da reden bei der Lautstärke sowieso essig ist und sie mit ihrer eigenen Laus über der Leber zu kämpfen zu haben scheint, steht einem zünftigen Besäufnis nichts mehr im Weg.
Nichts, bis auf den Umstand, dass ich schon beim ersten Bier merke, dass es mir an Entschlossenheit fehlt.
Kacke!

Aber wenigstens geht es mir nicht allein so. Kayla scheint auch extrem überdreht zu sein. Und zwar ohne die üblichen Anzeichen für eingeworfene Pillen. Sie hält sich ebenso verzweifelt an ihrer Flasche fest und lässt jeden Säufer-Enthusiasmus vermissen.
Nach zwei Bier ziehe ich mein Handy raus und tippe ein paar Worte in den Texteditor:
Sechserträger unter der Brücke?

Es ist ein Angebot mir anzuhören, was sie beschäftigt. Zumindest muss ich dann nicht über meine eigenen Probleme nachdenken und kann mich auf was anderes konzentrieren.
Auf ihr Nicken hin stehen wir auf und verlassen gemeinsam den Laden. Und ich scheiße dabei auf die neidischen Blicke, die ich ernte. Auch wenn ich über den Gesprächsstoff grinsen muss, den wir gerade erzeugt haben.

Kayla wartet nicht erst, bis wir an der Brücke sind, unter der ich schon oft mit Leuten kleine Sit-ins veranstaltet habe. Man hat von dort aus einen ganz netten Blick über die Stadt und frische Luft in der Nase. Und man ist ungestört.
Aber ihr Rededruck ist offenbar ziemlich groß. Also legt sie gleich los und erzählt mir von ihrer letzten Beziehung - immerhin ganze zweieinhalb Monate lang - und wie die dumme Kuh sie abgeschossen hat. Weil ihr Kaylas… Neigungen zu extrem wären.

Es ist von außen betrachtet kein Wunder, dass uns der Kassierer an der Vierundzwanzig-Stunden-Tanke mit ziemlich großen Augen anstarrt, als wir zwei Sechserträger und zwei Packungen Kippen kaufen.
Zum einen sehen wir so aus, als wären wir auf dem Weg von oder zu einer Fetischparty. Und zum anderen sieht er nicht so aus, als hätte er jemals an die Existenz solcher Frauen wie der Blondine glauben können.
Und dann sind da noch ihre absolut unverblümten Worte…

„Es ist ja nicht so, als wollte ich verprügelt werden“, regt sie sich über die Empfindlichkeit ihrer Ex auf. „Nur etwas härter angefasst, halt. Ich bin eben eine kleine Schlampe und will, dass sie mich auch so behandelt. Mir zeigt, wo ich hingehöre und so.“
Der Tankstellen-Bubi schnappt nach Luft und ich stelle ihm die Sachen zum Abscannen hin.
„Sie wusste verdammt nochmal vorher, dass ich im Bett eine Sub bin. Und es hat ihr auch nicht das Geringste ausgemacht, bis ich auch mal wieder mit einem Dildo gefickt worden wollte.“ sie schnaubt und verdreht die Augen. „Warum haben manche Leckschwestern so ein verficktes Problem mit Gummischwänzen?“

Der arme Kerl hinter der Kasse lässt fast den Sixpack fallen und ich erlöse ihn, indem ich einen Zwanziger hinlege und abwinke. Dann schnappe ich mir die Sachen und wir gehen wieder.
„Vielleicht hat sie befürchtet, dass du auf deine alten Tage bi wirst?“, schlage ich vor.
Kayla schnaubt wieder und schüttelt den Kopf.
„Ich glaube eher, sie war gar nicht so dominant, wie sie immer getan hat. Sonst wäre sie nicht so ausgetickt, als ich sie angebettelt habe, mir den Dildo einfach mal in den Arsch zu rammen oder mir zur Abwechslung mal die Faust ins Fötzchen zu schieben.“

Ich höre noch, wie dem Kassierer irgendwas aus der Hand fällt, weil er die Worte wohl noch ganz deutlich verstanden hat. Aber für einen Moment nehme ich dann gar nichts mehr wahr.
Urplötzlich klicken ihre Worte in eine bestimmte Position in meinem Kopf und ich muss unwillkürlich an meine Schwester denken. Es ist nicht nur die ‚Dildo im Arsch‘ Sache, sondern auch das mit der Faust. Von Miriam weiß ich nämlich, dass exakt diese Art von Event ein anderes Hühnchen aus der Weiberclique bei der nächsten Orgie erwartet.
Mit Ankündigung, damit die arme kleine Vanessa zwei Wochen lang abends ihre Faust anstarren und sich mächtig in die Hose machen kann, während sie sich im Detail vorstellt, wie das sein mag.
Bing! Eine große Lampe geht über meinem Kopf an.

„Warte mal“, unterbreche ich, was immer Kayla auch gerade weiter erzählt.
Sie verstummt und sieht mich irritiert an.
„Hör mal kurz zu und nick mir das ab, wenn ich richtig liege“, fange ich an. „Deine perfekte Frau müsste ziemlich rücksichtslos sein und Spaß daran haben, dich zu quälen, bis du sie um Gnade anbettelst. Und dann noch ein wenig weiter.“
Kayla zögert nicht lange zu nicken und starrt mich mit ihren grauen Augen forschend an. Worauf ich hinaus will, ahnt sie noch nicht.
„Wenn die dich vor anderen Frauen vorführen würde, wäre keine schlechte Sache?“, frage ich weiter und bekomme ein langsames Nicken. „Und wenn sie manchmal ein wenig kranke Ideen hat… Beispielsweise dich mit Obst zu ficken und das dann ihrer Familie vorzusetzen, ohne dass die was davon ahnen… Wäre das hot? Or not?“
Sie zögert eine Sekunde, bevor sie antwortet. Aber das Funkeln in ihrem Blick ist schon sehr vielsagend. Ebenso wie das Lecken ihrer Zungenspitze über ihre Lippen.
„Hot. Absolut hot!“

Eine knappe halbe Stunde später stiefeln wir gemeinsam durch einen gepflegten Garten auf eine Hintertür zu.
Alle Fragen von Kayla habe ich abgeblockt und auf später verschoben. Bis ich selbst Antworten habe. Aber sie ist trotzdem mitgekommen. Vermutlich, weil sie ahnt, dass ich auf etwas hinaus will. Etwas, das sie reizvoll findet.

Meinen Besuch an unserem Ziel habe ich per SMS angekündigt.
Hast du Zeit und einen Ort zum ungestörten Reden?
Nicht gerade viel Informationen, aber ich tippe nun einmal nicht gerne.
Die Antwort kam keine Minute später: ‚Okay.‘ Und dann noch eine Minute danach: ‚Sehr…! :-*
Ich bekomme die Adresse, eine Beschreibung des Haues und des Gartens und den Hinweis auf die Hintertür. Zusammen mit der Aufforderung, nicht zu klopfen, sondern eine SMS zu schicken, wenn ich da bin.
Ein klein wenig ist mir mulmig, weil ich da wohl eine Erwartungshaltung geweckt habe, die sich nicht erfüllen wird. Aber ich habe genug mit meiner eigenen Irritation zu kämpfen und verschiebe die Klärung auf später.

In Sichtweite des Hintereingangs schicke ich die geforderte Nachricht ab und unmittelbar darauf öffnet sich die Tür auch schon. Offenbar hat sie direkt dahinter gewartet.
Ich bleibe ziemlich abrupt stehen und realisiere nur ganz vage, dass Kayla das ebenfalls tut. Kein Wunder. Sie hat schließlich auch Augen im Kopf. Und was wir zu sehen bekommen, ist eine Show der Extraklasse.

Über der Tür ist ein eher dezenter Strahler angebracht, der gerade mal den Türrahmen selbst ausleuchtet. Perfekt, um nicht gleich den ganzen Garten mit Licht zu fluten, wenn man einmal das Schlüsselloch sucht. Oder eben als Spotlight für jemanden, der in der Tür erscheint.
So wie Miriam es jetzt gerade tut. Und wie sie das tut…
Heilige Scheiße… Ausrufezeichen.

Mit einem strahlenden Lächeln auf dem Gesicht tritt sie in den Türrahmen. Ihre Haare sehen feucht aus, als hätte sie noch schnell geduscht. Und dieser Wet-Look steht ihr ausgezeichnet.
Sie hat sich einen seidenen Bademantel umgelegt. Aber entweder hat sie gar nicht erst daran gedacht, ihn zu schließen oder sie hat ihn schnell wieder geöffnet. Jedenfalls bildet er nur den Rahmen für ihre absolut sahnemäßige Figur, die sich ansonsten völlig unverhüllt präsentiert.
Ich kann nicht sagen, ob sie den Effekt der Beleuchtung in ihrem Rücken geplant hat. Der Schimmer verschafft ihr so etwas wie eine Aurora, die durch den dünnen Stoff des Bademantels scheint und sie perfekt einrahmt.
Es ist ein Bild zum Niederknien.

Als sie sieht, dass ich nicht allein bin, bremst das ihre Freude gehörig. Sie erschrickt und schließt das Seidenteil schnell vor ihrer Brust. Und dann mustert sie die Frau an meiner Seite wie ein lästiges Insekt.
Stutenbissigkeit scheint fast vorprogrammiert und die Schuld daran trage ganz allein ich. Meinem Vorhaben eines Gesprächs kommt das nicht grade entgegen.
Mist.

Als ich bei ihr ankomme, hat sich eine eher angesäuerte Miene auf ihrem Gesicht ausgebreitet.
„Ich dachte, du kommst allein“, sagt sie spitz.
Kein Zweifel, dass sie andere Pläne für diesen spätabendlichen Besuch hatte. Und ebenfalls kein Zweifel, dass sie ein wenig eifersüchtig ist.
Mir fällt eigentlich nur eine Sache ein, die ich tun kann. Und die ist nicht als Entschärfung der Situation gemeint, sondern kommt von Herzen.

Statt etwas zu sagen, nehme ich sie in den Arm und küsse sie. Was eine Sekunde lang eine Ausweichreaktion und ein empörtes Quengeln produziert, bevor sie meine Jacke am Kragen packt und den Kuss plötzlich erwidert, als wäre es ihre letzte Chance vor dem Weltuntergang.
Sich an mich pressend scheißt sie auf ihren Bademantel und jeden Anschein von Anstand oder Sitte und wirft sich voll in die Sache. So als wäre da erheblich mehr als nur sexuelle Spannung zwischen uns.
Und was soll ich sagen…? Ich vergesse auch um ein Haar, dass ich zwei Sixpacks in den Händen halte.

„Wenn das eine Wiedergutmachung sein soll“, wispert sie nach Atem ringend, „ist das ein Anfang.“
Dann greift sie meinen Ärmel und zieht mich hinein. Das Kayla uns folgt, höre ich an ihren Schritten und daran, wie sie die Tür schließt. Aber es könnte mich gerade nicht weniger interessieren.

Miriam führt mich in ein dunkles Schlafzimmer. Düstere Einrichtung, düstere Deko. Ganz und gar nicht, was ich von ihr erwartet hätte. Und angesichts der Poster von nackten und halbnackten Vampirinnen an den Wänden auch ganz sicher nicht ihr eigentliches Reich.
Sitzgelegenheiten gibt es neben einem Bett und einem Bürostuhl keine. Also stelle ich die Sechserträger ab und warte erst einmal auf Kayla. Damit wir die Situation aufklären können.

Aber Miriam will davon nichts wissen. Sie dreht mich und gibt mir einen Stoß, sodass ich aufs Bett falle. Und dann klettert sie über mich und packt mich erneut am Kragen.
„Wenn du das nächste Mal einen Dreier planst, dann warn mich wenigstens vor“, faucht sie mich an.
Es soll böse klingen, aber sie schafft weder einen überzeugenden Tonfall, noch kann sie das Glitzern in ihren Augen verbergen.
Und ich bin… baff.

Sicherlich hat es einen Augenblick gegeben, in dem ich darüber nachgedacht habe, wo dieser Abend enden könnte. Nach dem Gespräch und falls die beiden Mädels einander riechen konnten, war da eine hauchdünne Chance.
Das hier haut mich jetzt aber wirklich aus den Socken.

„Eigentlich wollte ich über etwas mit dir reden“, rutscht es mir heraus.
Am liebsten würde ich mir auf die Zunge beißen, als sich Miriam daraufhin zurücklehnt und etwas gefasster aussieht.
„Achso…“, meint sie und es klingt verflucht noch mal ein wenig enttäuscht. „Na dann…“

Kayla ist mittlerweile eingetreten und starrt die Frau auf meinem Schoss mit einer gewissen Gier im Blick an. Und Miriam erwidert den Blick.
Ich kann ihr Gesicht nur von der Seite sehen, als sie die andere mustert. Aber da ist keine Ablehnung. Und mir leuchtet zumindest ein, dass die kleine Brünette eine gewisse Neigung zu Frauen haben muss, wenn sie sich auf die Spiele meiner Schwester einlässt.
Die Stimme des Obergremlins ist wieder in meinem Ohr und spricht von ‚Möglichkeiten‘…

„Also…?“, sagt Kayla ein klein wenig reserviert.
Miriam wendet sich ebenfalls wieder mir zu und in ihren Augen steht die gleiche Frage.
Zeit, die Karten auf den Tisch zu legen, huh?

„Also…“, fange ich an. „Das ist Kayla. Sie ist eine Freundin von mir und hat mir heute von ihrer letzten Freundin und ihren eigenen Neigungen erzählt. Und ich musste irgendwie an Jessi denken, als sie von Dildos in ihrem Arsch und Fäusten in ihrer Fotze sprach.“
Stumpf, direkt und ohne Schnörkel. Im Geiste klopfe ich mir auf die Schulter für eine Aussage, die in jeder Männerrunde Applaus gefunden hätte. Ich Vollpfosten.

Aber die Mädels reagieren nicht angewidert, sondern ganz unabhängig voneinander mit einer gewissen Faszination.
Kayla legt den Kopf leicht schräg und beißt sich auf die Unterlippe und Miriam zuckt bei den Schlagworten ein wenig zusammen leckt sich über die Lippen. Ich müsste nicht erst bemerken, dass ihre Brustwarzen härter werden, um zu wissen, dass ich ihre Vorliebe für harte Worte ganz gut getroffen habe.
„Jessi? Ist das nicht deine Schwester?“, will die Blondine wissen. „Das elende Miststück, das dir dein Leben zur Hölle macht?“
Irgendwie liegt in ihren Worten mehr Faszination und weniger Ablehnung, als mir eigentlich recht ist.
„Eine Sadistin“, bestätigt Miriam an meiner Stelle.
„Umso besser…“

Miriam sieht mich wieder an und eine Ahnung blitzt in ihren Augen auf.
„Du willst sie ihr unterschieben“, vermutet sie.
Was soll ich darauf antworten. Der Plan ist offensichtlich, wenn man über ihre Informationen verfügt. Ich muss nicht mal nicken.
„Aber sie hat keine Ahnung, worauf sie sich einlässt…“, zweifelt meine Komplizin. „Jessi ist ein Monster. Sie liebt es, andere leiden zu lassen.“
„Ich leide gern“, mischt sich Kayla ein.
Offenbar entwickelt sie langsam eine Vorstellung davon, wohin die Reise gehen soll.

Langsam erhebt sich Miriam. Aber dabei hält sie Blickkontakt mit mir. Sie hat etwas vor. Da bin ich mir sicher. Und ich fange an, sie in einem anderen Licht zu sehen.
Sie schaltet schnell und scheint mittlerweile mehr als nur ihren Frieden mit dem Gedanken gemacht zu haben, den Spieß gegenüber meiner Schwester umzudrehen. Das ist ein ziemlich hartes Glitzern in ihrem Blick. Ich bin ehrlich fasziniert und irgendwie auch gespannt.

Von einem Moment auf den anderen richtet sich die Brünette kerzengerade auf und setzt eine fast schon arrogante Miene auf. Es ist genau die Art von Haltung, die ich bei ihr und den anderen Schicksen hassen gelernt habe.
Aber sie gilt nicht mir, denn Miriam stolziert auf Kayla zu, die ihr mit einem Mal sichtlich nervös entgegenblickt.

Barfuß ist Miriam natürlich ein Stück kleiner als die Blondine. Trotzdem schafft sie es mühelos, auf die andere herabzublicken.
Faszinierenderweise lässt die sonst so stolze Kayla das auch wirklich mit sich machen. Als Miriam sie einmal umrundet, wirkt sie erwartungsvoll eingeschüchtert und ich fresse einen Besen, wenn ich sie nicht sogar ein wenig zittern sehe.
Ein Bild für die Götter. Ich wünschte, ich hätte meine Kamera zur Hand.

„Läufst du immer rum wie eine Nutte?“, zischt Miriam ihr von hinten ins Ohr.
Kayla zuckt zusammen und öffnet leicht den Mund. Ich kann ihr überdeutlich ansehen, dass die Worte ihr durch und durch gehen.
Als keine Antwort kommt, packt Miriam grob das lange, blonde Haar und zieht ihrem Opfer den Kopf in den Nacken. Ein Keuchen ist die lauteste Reaktion.

„Ich hab dich was gefragt, Miststück“, faucht sie.
Und auf mich wirkt es ehrlich gesagt wirklich ziemlich aggressiv.
„Meistens…“, wimmert Kayla leise.
„Und wenn jemand das als Aufforderung versteht und sich bedienen will?“, hakt Miriam hart nach.
„Dann habe ich es nicht besser verdient“, kommt die Antwort diesmal wie aus der Pistole geschossen.
„Verdammt richtig.“

Ich zucke gehörig zusammen, als Miriam mit diesen Worten die kleinere Frau an den Haaren herumreißt und über das schmiedeeiserne, hüfthohe Fußteil des Bettes stößt.
Ich habe ja selbst eine gewisse Neigung zu Dominanzspielen und packe auch gern etwas härter zu, aber das ist eine Dimension, in die ich nie vorgedrungen bin. Mal ganz davon abgesehen, dass ich schon allein aus Sorge um Verletzungsrisiken einen Gang zurückgeschaltet hätte.
Aber wenn ich mir den Blick ansehe, den mit Kayla zwischen ihren Haaren hindurch aus einer sichtlich unangenehmen Haltung zuwirft, nachdem sie halb auf dem Bett angekommen ist, scheint sie sich nicht beklagen zu wollen. Eher im Gegenteil.

„Ich brauche etwas mehr Platz, Brian“, sagt Miriam in meine Richtung.
In ihren Augen ist das fast schon irre Flackern zwar nicht ganz verschwunden, aber sie redet ganz normal mit mir. Bittet mich sogar.
„Setz dich doch auf den Stuhl, nimm dir ein Bier und genieß die Show“, schlägt sie vor. „Und zieh dich bitte aus. Ich würde gern ab und zu einen Blick auf deinen Schwanz werfen und sehen, wie hart wir ihn machen können.“
„Keinen Schwanz“, schnauft Kayla erschrocken und rollt sich ganz aufs Bett.
„Wenn ich von dir etwas hören will, lasse ich es dich wissen, Schlampe“, schnappt Miriam sofort aggressiv.
Und tatsächlich bekommt sie keine Antwort darauf.

Ich folge der Aufforderung und verlasse das Bett. Ob mein Schwanz eingesetzt wird, entscheide ich selbst. Miriam sollte das ahnen und Kayla müsste auch wissen, dass ihr dahingehend keine Gefahr droht. Aber wenn den beiden das Spiel mit der Drohung Spaß machen sollte, werde ich ihnen den nicht verderben.
Trotzdem nehme ich mir die Zeit, Kayla einen beruhigenden Blick zu schenken, den sie dankbar erwidert. So hilflos habe ich sie wirklich noch nie gesehen. Fast schäme ich mich ein wenig für das Zucken in meinem Unterleib, das dieser Anblick auslöst.

Während ich mich erst einmal angezogen hinsetze und mir Zigarette und Bier schnappe, wendet sich Miriam wieder ihrem Opfer zu. Ihr Ziel ist es nun, die andere nackt zu sehen.
Sie geht dabei methodisch und ziemlich brutal vor. Das Oberteil aus Kettengliedern zieht sie ziemlich zielgerichtet und ohne Rücksicht auf eingeklemmte Haare nach oben. Aber Kayla unterstützt sie nach Kräften und wehrt sich nicht.
Auch die Chaps fallen schnell den flinken Händen der Brünetten zum Opfer. Schuhe und String bleiben allerdings an ihrem Platz.
Danach zerrt Miriam die Blondine an ihren Haaren weiter aufs Bett, bis sie quer darauf liegt.

„Was für ein Glück, das mein Bruder auf Fesselspiele steht“, murmelt sie halblaut.
Unter den Ecken der Matratze zieht sie Handfesseln hervor, die mit Ketten an den Eckpfosten befestigt sind.
‚Nette Ausstattung‘, denke ich mir anerkennend und vermerke die Informationen über Miriams Bruder im Hinterkopf.

Fasziniert sehe ich zu, wie sich Kayla die Fesseln anlegen lässt. Eine Hand wird mit dem Fußteil und eine Hand mit dem Kopfteil verbunden und dann zieht Miriam die Ketten an, bis die Blondine mit gestreckten Armen daliegt. Ihr Kopf hängt über den Außenrand der Matratze und kurz wirft sie einen Blick zu mir, in dem alle möglichen Emotionen durcheinanderwirbeln.
Ich kann mir ganz vage vorstellen, dass diese Art von Behandlung - oder Misshandlung, wenn man es genau nimmt - ihr Blut in Wallung bringt. Sie hat ein gestörtes Verhältnis zum Sex. Das ist mir nicht erst seit ihrem Geständnis über die Hintergründe ihrer Neigung von vorhin bekannt.
Angst und Geilheit liegen bei solchen Menschen meiner Erfahrung nach manchmal nah beieinander. Und oft missachten sie selbst ihre Grenzen sträflich. Ich beschließe, darauf ein Auge zu haben.

Miriam begibt sich derweil auf die andere Seite des Bettes und fixiert auch Kaylas Füße. Die Blondine ist nun völlig wehrlos. Und sie zittert vor Aufregung am ganzen Körper.
Was dann kommt, habe ich angesichts des bisherigen Verlaufs so gar nicht erwartet. Aber ich werde mich nicht beschweren.

Statt weiterhin so aggressiv vorzugehen, schaltet Miriam einen Gang zurück. Sie lässt ihren Bademantel zu Boden gleiten und klettert dann langsam zwischen Kaylas Beine. Aufmerksam und neugierig erkundet sie mit ihren Fingerspitzen die Tätowierungen der Blondine, die sich ziemlich weitläufig über den ganzen Körper erstrecken. Und dabei nähert sie ihren Mund bis auf Millimeter der Hautoberfläche, ohne sie damit zu berühren.
Ich kann nur erahnen, wie es sich anfühlen muss, langsam und methodisch von den Füßen an aufwärts erkundet zu werden. Zentimeter für Zentimeter mit sichtbar sanften Berührungen und dem ständigen Gefühl des warmen Atems auf der Haut.
Miriam lässt sich alle Zeit der Welt. Und sie weiß offenbar, was sie tut, denn Kayla versucht schon bald, sich ihr entgegenzustrecken. Besonders, als die Brünette sich dem noch von Stoff bedeckten Schoß nähert.
Natürlich lässt sie diesen Bereich bei ihrer Erkundung aus. Alles andere hätte mich auch überrascht. Sie wendet sich stattdessen dem Oberkörper zu und aus meiner Sicht beginnt die Folter dort erst so richtig.

Ich kann nicht verleugnen, dass es einen starken Effekt auf mich hat, dabei zuzusehen, wie Miriam sich immer weiter den beiden kleinen Brüsten nähert und dann immer engere Kreise um die gepiercten Nippel zieht, ohne sie wirklich erreichen zu wollen.
Langsam aber sicher wird Kaylas Atmen zu leisem Stöhnen und Wimmern und mein Halbsteifer zu einem Ständer. Der Gedanke daran, mich auszuziehen, wird von Minute zu Minute attraktiver.
Als ich es schließlich tue, unterbricht Miriam ihre Behandlung sofort. Zwei Augenpaare richten sich auf mich und sehen mir beim Ausziehen zu. Eines voller Lust und Gier und das andere voller Anspannung und Sorge. Und Lust und Gier.

Wie auch immer die kleine Hexe es anstellt - sie erkennt den richtigen Zeitpunkt, um Kayla von irgendwelchen Panikattacken abzuhalten.
Im richtigen Moment, bevor die wachsende Sorge im Blick der Blondine überhandnimmt, zieht sie deren Kopf zu sich und küsst sie leidenschaftlich. Und dann wandert sie mit Lippen und Zunge wieder abwärts über die Haut hin zu den Brüsten.

Als ich bis auf die Unterhose nackt bin und Kayla mir bereits mit großen Augen auf die Körpermitte starrt, umkreist Miriam ihre Nippel und stört ihre Konzentration. Und als ich mir die Shorts ausziehe, passieren zwei Dinge fast gleichzeitig.
„Heilige Scheiße!“, zischte die Blondine erschrocken und wenig erfreut, als ich meinen Ständer freilege.
Aber Miriam legt im richtigen Moment ihre Lippen um den Nippel und saugt ihn in ihrem Mund, sodass aus dem besorgten Ausruf ein lautes Stöhnen wird.

Im Grunde fühle ich mich unwohl damit, Kayla mit meinem Ding zu bedrohen. Sie hat keine positiven Assoziationen dazu, wie es bei Miriam der Fall ist. Ein wenig ringe ich mit mir, ob ich vielleicht die Shorts lieber wieder anziehe.
Miriam gleitet derweil wieder hinauf und sucht mit ihrem Mund das Ohr der Blondine.
„Gefällt er dir?“, höre ich sie wispern.
„Nein!“, keucht Kayla sofort erschrocken.
„Verlogenes Miststück!“, zischt sie daraufhin und ihr höre es dumpf klatschen.

Für eine lange Sekunde stehen mir die Haare zu Berge. Nicht, weil Miriam wohl einen deftigen Schlag auf der stoffbedeckten Muschi platziert hat. Und auch nicht wegen des halb lustvollen, halb schmerzgepeinigten Stöhnens, das aus Kaylas Kehle gurgelt.
Meine Gedanken sind bei dem, was die Blondine mir berichtet hat. Und wovon Miriam nichts wissen kann. Aber wenn sie weiter in diese Materie vordringt, könnte die Stimmung sehr schnell umschlagen.
Ich muss dem schnell entgegenwirken.

„Die ganze Zeit über starrst du ihn schon an“, raunt Miriam derweil. „Kannst gar nicht genug von seinem Anblick bekommen, seit er sich ausgezogen hat.“
Wild wirft Kayla den Kopf hin und her und verneint energisch, was die Brünette andeutet. Aber die packt ihr Kinn und zwingt sie zur Ruhe.
„Zur Strafe wirst du mich lecken, während er mich fickt“, knurrt sie fast. „Solange, bis du mich um seinen Schwanz anbettelst.“

Ich komme nicht so schnell hinterher, wie die Situation sich entwickelt. Als ich die Erleichterung darüber im Griff habe, dass die Sache nicht sofort in die völlig falsche Richtung geht, kniet Miriam schon mit dem Hintern zu mir über Kaylas Gesicht und drückt ihre Muschi auf deren Lippen.
Und dabei sieht sie über ihre Schulter zurück zu mir und lockt mich mit vollem Körpereinsatz näher.

Mein Hirn leidet mittlerweile unter akutem Blutmangel. Deswegen stehe ich schon fast hinter ihr, als ich mich daran erinnere, eigentlich eingreifen zu wollen. Also… in anderer Hinsicht eingreifen, als mit meinem Schwanz in ihrer Pussy.
Aber für den Moment sind wir ja eigentlich außer Gefahr, richtig?

Als ich meine Arme um Miriams Oberkörper schließe und meine Hände auf ihre Brüste lege, seufzt sie laut. Mit einem Arm greift sie von oben meinen Nacken und dreht ihren Kopf einem Kuss entgegen und mit dem anderen Arm sucht sie nach meiner Hüfte. Ohne meinen Halt würde sie in ihrer übertreckten Haltung sofort nach vorne kippen. Aber sie verlässt sich auf mich und ich halte sie.
„Gib dem Miststück noch einen Augenblick“, presst sie nach einem ersten Kuss heraus. „Die Schlampe leckt wirklich großartig… Ohh!“

Vermutlich waren die Worte weniger für mich als für Kayla bestimmt und der Art nach zu urteilen, wie Miriam die Augen verdreht, ist die Botschaft angekommen.
Es ist ein eigenartiges Gefühl bei dieser Sache dabei zu sein, ohne sich wirklich zu beteiligen. Aber das ändert sich ja auch schon im nächsten Moment.
„Zeig es ihr, Brian“, keucht Miriam. „Zeig ihr, wie gut dein dicker Schwanz in meine Fotze passt.“

Tatsächlich bin ich derjenige, der am wenigsten dazu tut, dieser Aufforderung nachzukommen. Mein Ständer drückt ohnehin schon direkt über Kaylas Gesicht gegen Miriams Arsch, und als die ihren Rücken durchbiegt, schiebt er sich von allein in die richtige Richtung.
Ins Ziel gelenkt wird er zu meinem maßlosen Erstaunen aber von einer Zunge, die von unten dagegen drückt. Und obwohl das unerwartet kommt, fühlt es sich ziemlich großartig an.

„Fuck, fuck, fuck!“, schnauft Miriam gepresst, als ich in sie eindringe.
Da es die erste Begegnung ihrer Muschi und meines Schwanzes ist, hat sie sichtlich damit zu kämpfen. Aber anstatt mich das Tempo vorgeben zu lassen, zieht sie mit ihrem Arm stetig an meiner Hüfte.

Meine Vorlieben sind kein Geheimnis. Arsch, Hals, Pussy. In dieser Reihenfolge.
Aber daraus eine Abneigung gegen ‚normalen‘ Sex abzuleiten, wäre unsinnig. Ich mag Analsex und Blowjobs einfach lieber. Und demnach ist es keine besondere Qual für mich, in Miriams Muschi vorzudringen.
Nein… Streichen. Das ist Bullshit.
Es ist verdammt noch mal saugeil, mit meinem Schwanz in Miriams Muschi einzudringen. Diese Frau ist hochgewachsen und zierlich. Sie könnte sich in meinem Schatten verstecken. Und das trifft auch auf ihr Becken zu.
Ihr Arsch ist eine Klasse für sich. Ihre Pussy aber auch.

Sie ist - um es mit einem Wort zu sagen - eng.
Aber sie ist dabei auch geschmeidig. So als wäre sie größere Eindringlinge gewöhnt oder…
Fuck me sideways…! Das kleine Luder hat es sich selbst besorgt, bevor ich aufgetaucht bin!

Ich mache große Augen und muss gehörig die Zähne zusammenbeißen, als sich ihr Muschi heiß, nass und eng um meine Eichel legt. Sie schiebt mich nicht nur vorwärts. Irgendwie zieht sie mich auch, als wäre da ein Vakuum in ihrem Schoß, das gefüllt werden will.
Jaja… Ich gerate ins Schwärmen…
Ach, leck mich. Das ist verdammt noch mal auch richtig so.

Aber das Beste kommt erst noch, wie ich gleich darauf erfahre.
Es ist an sich schon ein Erlebnis, in eine Frau einzudringen, während die unter einer bestimmten Art von Zuwendung schon vor Vergnügen zuckt. Ihr langgezogenes Stöhnen gibt mir so richtig das Gefühl, ein ganzer Kerl dank Chappi zu sein. Und ihr Zittern könnte sogar bereits ein Indikator für einen herannahenden Höhepunkt sein.
Aber am Ende der Reise von einer Zunge an den Eiern begrüßt zu werden, die ohne das geringste Zögern ihre Zuwendungen auf diesen Bereich ausdehnt…
Whew!

Ich atme zischend ein. Und Miriam gluckst zwischen abgehackten Atemzügen.
„Sie ist gut, oder?“, seufzt sie.
Ich grunze nur. Die Antwort ist eh offensichtlich.
„Fick mich, Brian“, bettelt sie dann.
Keine Spur mehr von ihrem dominanten Verhalten. Gerade ist sie wieder ganz die süße, kleine Miriam, die es so richtig braucht. Und um ehrlich zu sein, mag ich dieses ihrer Gesichter am liebsten.
„Ja…“, höre ich überraschend von unten. „Fick sie hart!“

Hätte ich noch Sorgen gehabt, wären die nun Geschichte.
Mit der Linken packe ich ihre Hüfte und mit der Rechten drücke ich ihren Oberkörper nach vorne, bis sie auf Kayla zu liegen kommt. Mehr durch Zufall als mit Absicht mit ihrem Gesicht genau auf deren sichtbar feuchtem Höschen.
Als ich zurückziehe, ringt Miriam nach Luft. Und Kayla züngelt mir über die Unterseite meines Dings. Was mir einen gehörigen Schauer über den Rücken jagt.

Es ist fast schon Verzweiflung, mit der ich dann wieder zustoße. Allzu lange würde ich nämlich die Massage an meiner Eichel und den Kitzel an meinem Schaft nicht aushalten.
Applaus erhalte ich für den ziemlich harten Vorstoß trotzdem. Miriam quietscht laut vor Begeisterung und Kayla keucht überrascht. Und ich selbst grunze, weil ich tief drinnen anstoße. Was ich schon immer als ziemlich geil empfunden habe, wenn es nicht zu deutlich passiert. Vor allem, weil es mir eben ziemlich selten so geht.
Aber Miriam ist hochgewachsen genug, um mich ganz aufzunehmen. Und das ist nun einmal die Krönung.
Ähm… Das und die Zunge an meinen Eiern. Heilige Scheiße!

Ich stelle fest, dass ich genau zwei Optionen habe: Ich gehe es zielgerichtet und kontrolliert an und Kaylas Zunge kitzelt mir die Soße aus dem Sack. Oder ich bewege mich so schnell, dass ihr dazu keine Zeit bleibt - woraufhin mir Miriams Enge die Soße aus dem Sack kitzelt.
Fuck!
„Fick mich!“, winselt Miriam in dem Moment wieder flehend.
Womit sie den Zuschlag erhält.

Mit beiden Händen an ihrer Hüfte hole ich sie zu mir heran, wenn ich zustoße. Vorsicht, ob ich damit zu fest an ihrem Muttermund anstoße, kann ich mir offenbar schenken. Entweder sie steht drauf, oder es macht ihr nichts aus. Jedenfalls schreit sie ganz unzweideutig vor Vergnügen.
Ich habe keine Ahnung, was Kayla derweil tut. Aber es ist mir auch gerade scheißegal. Ich pfeife auf die Feinheiten und lasse mich einfach gehen.

Meinem Schwanz dabei zuzusehen, wie er in die Vollen geht, macht Spaß. Umso mehr, wie ihm dabei auch gleichzeitig zuzuhören.
Miriam ist klatschnass und genießt es selbst in vollen Zügen. Von mir unterstützt wirft sie sich meinen Stößen entgegen und schreit laut genug, um jeden Menschen im Haus aufzuwecken.
Aber scheiß drauf.

Ich halte dieses Tempo nicht lange durch. Das merke ich ziemlich schnell. Es ist ein Hochgenuss, aber es treibt mir auch die Sahne hoch. Und dementsprechend laut wird auch meine Atmung. Trotzdem ist Miriam schneller als ich. Auch wenn sie vermutlich schummelt, weil sie von Kayla unterstützt wird.
Sie kommt lautstark und wirft sich nach vorne, bevor ich das, was sich an Sensationen um meinen Schwanz herum nur angekündigt hat, so richtig auskosten kann.
Verfluchte Scheiße!

Für eine halbe Minute stehe ich nur da und vermisse schmerzlich die Muschi an meinem Teil. Wäre sie nicht weggesprungen wie ein Korken aus der Sektflasche, wäre ich mittlerweile auch fertig. So stehe ich im Regen und merke, wie sich ein Schwanz darüber beschwert, ganz kurz davor unterbrochen worden zu sein.
Wild grinsend wendet sich Miriam mir zu, nachdem sie ihren eigenen Orgasmus irgendwie verdaut hat. Und ihr Blick nach unten lenkt meine eigene Aufmerksamkeit dorthin.

Mein Blick begegnet dem von Kayla. Oder sagen wir: Ich sehe ihre Augen. Denn sie starrt nur auf meinen Schwanz, von dem sozusagen die Spuren von Miriams Lust hinunter tropfen. Direkt in ihr Gesicht.
Sie starrt darauf mit einem Ausdruck, wie ich ihn noch nie in einem Gesicht gesehen habe. Und ich weiß nicht, ob ich ihn positiv finde.
Aber das weiß sie wahrscheinlich selbst nicht.

Ich blinzele mit ihr zusammen, als sich ein weiteres Gesicht ins Blickfeld schiebt. Miriam klebt sozusagen an ihr und rutscht unter vollem Körpereinsatz auf Augenhöhe.
Sie ist die Einzige, die weiterhin vor Vergnügen geradezu strahlt.

„Er ist kurz davor“, wispert sie. „Gleich wird er kommen und uns beide vollspritzen.“
Kayla schluckt. Ein angewiderter Ausdruck huscht über ihr Gesicht. Aber dann leckt sie sich über die Lippen.
Dafuq?!

„Sieh genau hin“, fordert Miriam.
Dann schiebt sie sich noch ein wenig näher und legt ihre Lippen um meine Eichel.
Fuckmesideways!

Wie gesagt: Kurz davor.
Mehr als die Hitze und den Unterdruck ihres saugenden Mundes braucht mein Körper nicht mehr, um die gewohnte Routine zu durchlaufen. Widerstand zwecklos. Vermeidung unmöglich.
Aber vielleicht wäre es machbar gewesen, dabei nicht ausgerechnet tief in die Augen meiner lesbischen Freundin zu starren…

Miriam lässt nicht locker und auch nicht los. Was in Schüben fast schon schmerzhaft aufgrund der kurzen Unterbrechung aus mir herauskommt, landet komplett in ihrem Mund. Erst als kein Nachschub mehr kommt, löst sie ihre Lippen.
Es ist ein wenig unbefriedigend. Normalerweise genieße ich das lieber auf andere Weise. Aber bevor ich dazu etwas sagen kann, klappt mir die Kinnlade runter.

Als Miriam von meiner Eichel ablässt, denke ich an nichts Böses mehr. Und Kayla wohl auch nicht.
Als die Brünette sich den blonden Kopf schnappt und ihn einem Kuss entgegen hebt, denkt sie vielleicht nicht einmal über Spermageschmack nach. Oder sie ist noch ein wenig zu irritiert von der ganzen Sache.
Sie rechnet jedenfalls nicht damit, dass die kleine Schlange ihr offensichtlich ein Geschenk mitgebracht hat, das sie im Mund transportiert und auch gleich übergibt.

Den übergehenden Augen der Blondine nach zu urteilen, würde sie sich im ersten Moment wohl am liebsten übergeben. Aber sie tut es nicht…
Stattdessen verdreht sie irgendwie die Augen, als Miriam ihren Kuss intensiviert. Ich höre zweistimmiges Schnaufen und Stöhnen und ich sehe Sperma und Spucke aus Mundwinkeln austreten. Und das Ganze für gefühlte Minuten…

Das ist nicht neu, okay?!
Cumswap oder von mir aus auch Snowballing gibt es nicht nur in Pornos. Auch wenn es in der Realität deutlich weniger Frauen - und Männer! - gibt, die das mitmachen - oder sogar darauf stehen.
Aber ich sehe gerade einer Lesbe und einer Schickse dabei zu, wie sie es tun. Und zwar fucking enthusiastisch!
Das glaubt mir doch keiner!

Und trotzdem passiert es. Und zwar in beide Richtungen - was an sich schon eine Glanzleistung ist.
Mit geschlossenem Mund breit grinsend hebt Miriam mir ihr Gesicht entgegen. Ihre Augen glitzern triumphierend. Und Kayla sieht zwar aus, als könne sie es nicht glauben. Aber gleichzeitig aus so, als könne sie nicht erwarten, damit weiterzumachen. Sie leckt sogar Reste von ihren Lippen.

Okay… Beide reißen die Augen auf, als ich auf die Knie falle und mit festem Griff an ihrem Kopf die pornöse Brünette küsse, die irgendwie in mein Leben gestolpert ist.
Kayla ringt nach Luft und Miriam verschluckt sich fast, als ich meine Lippen nicht geschlossen halte, sondern bei dem Spielchen mitmache. Was aus meiner Sicht einfach dazugehört, denn wenn ich mich vor meinem Sperma ekle, kann ich ja wohl von keiner Frau eine andere Reaktion erwarten.
Allerdings beherzige ich meine eigene Lektion, das Unerwartete zu erwarten, natürlich auch nicht.

Mir und Miriam, die schließlich voller Enthusiasmus anfängt, mich zu küssen, gehen gleich wieder die Augen über, als sich Kayla von unten einmischt.
Sie leckt über mein Kinn, als hätte sie keinerlei Probleme mit Männern. Und sie fordert wimmernd noch mehr Aufmerksamkeit. Und zwar nicht nur von Miriam.
Bereitwillig lässt - geradezu begeistert - lässt sie sich meine Soße aus meinem Mund verabreichen und stöhnte leise. Und dann… schluckt sie!
Sie schluckt mein verficktes Sperma!

Danach lässt sie den Kopf erst einmal wieder hängen und es bleibt uns beiden weiter oben überlassen, uns darauf einen Reim zu machen. Wobei Miriam einfach nur grinst und ich baff für zwei bin, bis sie mir die Reste aus dem Gesicht leckt und mich wieder küsst.
„Irgendwas an dir bringt wohl nicht nur meine dunkelsten Seiten zum Vorschein“, raunt sie mir dann zu.
Und ich hätte darauf auch geantwortet. Irgendwas Schlaues. Ganz bestimmt. Aber ich muss stattdessen gehörig nach Luft ringen und meine Augen davon abhalten, aus den Höhlen zu treten.

Miriam stutzt und folgt dann meinem Blick nach unten. Woraufhin sie kichert, während ich nach Luft schnappe und vom Glauben abfalle.
Mit viel Streckerei und Mühe schafft es dort unten nämlich gerade ein Mund, meinen schlaffen Pint zu erreichen. Und es ist ein Mund, bei dem ich meine Altersvorsorge darauf verwettet hätte, den niemals auf diese Weise dort zu spüren.
Auch wenn es natürlich leicht ist, mit einem Einsatz von Nichts zu wetten…

Ich öffne den Mund, um irgendwas zu sagen. Aber Miriam legt sofort einen Finger darauf und schüttelt den Kopf. Ihre Augen - kurzfristig ganz ernst - sagen mir, ich solle die Klappe halten und es nicht zerstören.
Ein weiser Rat, den ich nur abnicken kann.
Zumal ich wirklich und ehrlich nicht riskieren will, die warme, feuchte Höhle wieder verlassen zu müssen, die ganz bezaubernd an meinem kleinen Freund nuckelt. Auch wenn der sich für ein kleines Weilchen nicht rühren wird.

Ganz weit im Hinterkopf mache ich mir meinen eigenen Reim auf die Sache. Immerhin weiß ich einige Dinge von Kayla.
Sie ist wohl mehr lesbisch aus Überzeugung, als von Geburt her. Ins Frauenlager getrieben von ihrem Vater und nie wieder rückfällig geworden. Was ich nachvollziehen kann, denn was sie mir gegenüber angedeutet hat, qualifiziert den Bastard für drei Kastrationen. Mindestens.
Meine Annäherungsversuche am Anfang hat sie immer abgeblockt. Aber nachdem wir uns kennengelernt und angefreundet haben, ist sie schon das eine oder andere Mal betrunken auf meinem Schoß gelandet und hat sich von mir ziemlich freizügig betatschen lassen.
Nur weiter ist es nie gegangen. Aber das wohl in erster Linie, weil wir in dem Zustand gemeinschaftlich ins Koma gefallen sind. Nüchtern würde ich ihre Grenzen nämlich respektieren. Nur besoffen machen sich meine Finger manchmal ein wenig selbstständig.

Mehr Gehirnschmalz in die Sache zu investieren, ist für den Moment weder notwendig, noch sinnvoll. Stattdessen folge ich lieber Miriams stummer Aufforderung, mich ein wenig weiter nach oben zu begeben. Mit den Knien auf dem Bett befindet sich mein Schwänzlein in optimaler Reichweite für Kayla und sie muss ihren Kopf nicht über die Bettkante hängen lassen.
Aber abgesehen davon, dass ich das experimentierfreudige Nuckeln und Lecken in diesem Bereich genieße, tue ich geflissentlich gar nichts. Und das muss ich auch gar nicht, denn Miriam sorgt ganz allein für eine denkwürdige Show.

Nachdem ich gewissermaßen versorgt bin, greift sie - in meinen Augen recht grob - an die noch immer stoffverpackte Muschi von Kayla. Die keucht und versteift sich.
„Da ist aber jemand gehörig geil geworden“, tadelt die Brünette und zieht den String beiseite.
Ein Finger, den sie durch die Spalte gleiten lässt, kommt feucht glänzend wieder zum Vorschein.
„Habe ich das erlaubt?“
Bevor Kayla auch nur Anstalten machen kann, zu antworten, schlägt Miriam ihr fest auf die blanken Schamlippen.
„Nein. Habe ich nicht“, beantwortet sie ihre eigene Frage.
Auch wenn die Worte fast im gurgelnden Stöhnen der Blondine untergehen.

„Gefällt dir das etwas auch noch, du billiges Miststück?“, faucht Miriam daraufhin aufgebracht.
Schnell schlägt sie noch zweimal zu und für einen Augenblick sorge ich mich um meinen Schwanz. Aber statt die Zähne zusammenzubeißen, nimmt Kayla ihn nur ganz in ihrem Mund und stöhnt daran vorbei. Was ganz nebenbei bemerkt sehr interessante Vibrationen zur Folge hat.
„Wie kannst du es wagen, das auch noch zu genießen?“, entrüstet sich die Brünette, die ich in diesem Zustand kaum wiedererkenne.
Nicht ohne ein absolut unverkennbar grausam Glitzern in den Augen nimmt sie Kaylas kleine Brüste auf Korn und wischt mit schnellen Schlägen mehrmals abwechselnd über die beiden strammstehenden Kirschkerne.

Die Blondine ist nach allem, was ich über Körpersprache zu wissen glaube, hellauf begeistert.
Sie spannt sich in ihren Fesseln an und quengelt gegen meinen kleinen Freund. Aber sie zeigt keine Anzeichen von Ausweichverhalten. Eher reckt sie ihre Titten weiter nach oben.
Ich gebe nicht vor, das zu verstehen. Und ich finde es auch nicht an sich antörnend. Nur die Lust, die offenbar dadurch freigesetzt wird, berührt mich positiv.
Naja… Das und die Lippen an meinem Schwanz…

Dennoch muss ich Miriams kurzen Seitenblick, der sich interessiert nach meinem Befinden erkundigt, mit einem Kopfschütteln beantworten.
Nein. Da rührt sich nichts. Und das wird auch noch ein Weilchen so bleiben.
Sie vergibt mir offenbar und bedeutet mir, ihr Platz zu machen. Und das tue ich auch. Allerdings etwas umfangreicher, als sie es sich wohl vorgestellt hat.
Ich schnappe mir nämlich meine Kippen und ein Bier und bedeute ihr, eine rauchen zu gehen. Vor der Tür.

Dort schnappe ich frische Luft und denke über die neue Entwicklung nach, während ich erstaunlich wenig von dem mitbekomme, was zwischen den beiden Frauen vor sich geht.
Kayla auf meine Schwester anzusetzen ist keine risikofreie Idee. Es könnte durchaus passieren, dass die Blondine dem Satansbraten verfällt, mit dem ich angeblich verwandt bin. Und dann wäre ich vermutlich kaum noch ein Holland für die schwesterliche Wehrmacht, denn Kayla weiß eine Menge von mir und kennt viele meiner Freunde.
Es ist ein Risiko. Aber Miriams dominante Seite bietet vielleicht den passenden Ausweg. Sie muss nur einfach meiner Schwester immer eine Nasenlänge voraus bleiben, was die… Misshandlung der Blondine zu deren Bespaßung angeht.
Ich werde das bei nächster Gelegenheit mit ihr besprechen.

Wenn es klappt, habe ich bereits zwei Agentinnen erfolgreich bei Misses Goldfinger eingeschleust.
Verdammt! Wieder eine Analogie, die ich nie wieder loswerde. Und damit wieder ein Film, den ich nicht mehr einfach so genießen kann.
Moment…
Augenblick mal!

Wenn ich über Goldfinger nachdenke, muss ich automatisch an etwas anderes denken. Und zwar an meinen persönlichen Lieblingsaspekt des Films.
Ich kann jedes Mal herzlich darüber lachen, dass es damals möglich war, einen Charakter Pussy Galore zu nennen. Auch wenn es schon zu der Zeit grenzwertig war.
Aber der eigentliche Punkt ist, dass ich mich gerade mitten in meiner eigenen Bond-Verfilmung befinde. Und wenn Jessi mein Goldfinger ist, wer ist dann meine Pussy Galore?

Zugegeben, die naheliegende Antwort scheint Miriam zu lauten. Aber die Brünette steht meiner Schwester ganz einfach nicht nahe genug. Sie ist nicht Goldfingers Pilotin, sondern eher ein Mitglied von Pussy’s Flying Circus.
Den flüchtigen Gedanken, sie könne Jill Masterson sein, wische ich lieber gleich wieder beiseite. Das würde mir ganz und gar nicht behagen.
Was mich dann auch zwangsläufig dahin bringt, wo ich nun so gar nicht hinwollte.
Fuck!

Wie auf Bestellung kommt eine sichtlich verschwitzte Miriam auf den Flur getreten und sieht sich nach mir um.
Wie lange habe ich bitteschön vor mich hin gegrübelt?
Oh! Sieben Kippenstummel auf dem Boden sprechen eine andere Sprache als mein Zeitgefühl.

Ich blicke gerade rechtzeitig wieder auf, um zu sehen, wie auf dem Gesicht der Brünetten ein Lächeln erstrahlt. Auf Zehenspitzen kommt sie auf mich zu und setzt dabei einen Fuß direkt vor den anderen. So als wäre der Flur ein Laufsteg. Und - fuck me - das macht sie gut. Sie hat die Beine dafür. Und überhaupt alles, was dazugehört.
Ich kann nicht anders, als ihre Eleganz zu bewundern, die rein gar nichts mit modischer Kleidung zu tun hat. Das steckt einfach in ihr und wirkt sich viel stärker auf den Zustand meiner Körpermitte aus, als Kaylas Mund vor einer Weile es geschafft hat.

Ihr Blick zuckt hinab, als bei mir etwas leicht zuckt. Und auf ihrem Gesicht zeigt sich ein wissendes Lächeln. Viel zu wissend für meinen Geschmack.
Sie sagt kein Wort. Sie kommt einfach zu mir, nimmt die Kippe aus meiner Hand, zieht einmal daran - was mich immens überrascht, denn ich habe noch nie jemanden aus dem Dunstkreis meiner Schwester rauchen gesehen - und gibt sie zurück.
Dann geht sie ohne ein weiteres Wort vor mir auf die Knie und nimmt meinen Schwanz in den Mund. Und ihre Augen blicken ergeben zu mir hinauf.

Es müsste einen Waffenschein gegen diese besondere Art von bernsteinfarbenen Rehaugen geben. Und gegen die Art, wie sie ihre Finger über meine Brust und meinen Bauch gleiten lässt. Und gegen die verdammte Hitze, die ihr Mund ausstrahlt. Und ihr restlicher Körper.
Sie sagt kein Wort und sagt mir trotzdem in aller Deutlichkeit, dass sie fertig damit ist, die Dominante zu spielen. Dass ihr Pendel jetzt komplett zur anderen Seite ausschlägt. Und ich stehe da und bin Beute…
Aber wer wäre das bitteschön nicht, wenn eine langbeinige Rassefrau sich vor ihm auf die Knie sinken lässt und darum bettelt, an seinem Schwanz lutschen zu dürfen?

Ich merke erst nach einer Weile, dass ich mit meiner Hand ihr Haar streichele. Sie hat es sofort gemerkt. Und die möglichen Deutungen stehen ihr deutlich ins Gesicht geschrieben.
Aber sie spielt ihren Vorteil nicht aus. Sie macht keine Show daraus, wer gerade wen in der Hand hat. Und das gehört verfickt noch mal auch auf Liste der Dinge, die für sie sprechen.
Stattdessen beginnt sie nun ernsthaft, ihre Lippen über meinen Schwanz gleiten zu lassen. Und der ist ihr längst entgegengekommen. Er steht schon fast wieder und bereitet ihr daher auch so langsam eine gewisse Mühe. Ihre Entschlossenheit hat die Natur bei meiner Bestückung allerdings nicht mit einkalkuliert.

Fest packt die Kleine meine Arschbacken und dann schluckt sie meinen Schwanz. Und ich meine das buchstäblich.
Langsam und methodisch befördern ihre Schluckbewegungen und der von ihr ausgeübte Druck meine immer mehr anschwellende Eichel in ihren Rachen. Mit bleibt gar keine Wahl, als voller Erstaunen zu stöhnen.
Sie senkt ihren Körper dabei ein wenig ab und legt den Kopf etwas in den Nacken, aber im Grunde schluckt sie mein Schwert ohne viel Trickserei. Und das habe ich so nicht erlebt. Mit der Frau auf dem Rücken liegend vielleicht, aber nicht so.
Ihr Stolz, der aus den Tränen Augen leuchtet, ist absolut berechtigt.

Sie konzentriert sich und atmet langsam und gleichmäßig durch die Nase. Und ich rühre keinen Muskel. Ich starre sie nur völlig fassungslos an.
Dann beginnt sie, Schluckbewegungen zu machen und ich höre die Engel singen.

Mit jedem Atemzug stöhnend genieße ich, was sie mir schenkt. Anders kann ich das nicht nennen.
Speichel läuft ihr aus dem Mund und runter auf ihre Brust. Das Atmen fällt ihr sichtlich schwer. Aber sie gibt keinen Millimeter nach. Sie deutet mir sogar im Gegenteil mit ihren Händen an, ich solle meine Hüfte bewegen.
Und das tue ich dann auch ganz unwillkürlich. Auch wenn es nur eine Winzigkeit ist.

Ich fühle - zum zweiten Mal an diesem Tag - wie mir die Soße in den Eiern zu kochen beginnt. Und Miriams Augen flehen mich an, mich nicht zurückzuziehen. So wie ihre Hände dafür sorgen, dass ich es auch gar nicht könnte.
Sie hört an meinem Schnaufen und Stöhnen, wie es um mich bestellt ist. Und sie ist offenbar fest entschlossen, es bis zum Ende durchzuziehen. Auch wenn es sie umbringt.
Ich für meinen Teil bin jenseits dieser Sorge. Ich bin nicht weniger ein hilfloses Opfer für sie, wie sie es für mich ist.

Als ich komme, ist es das genaue Gegenteil des anderen Orgasmus heute. Es schießt aus mir heraus und macht mir die Knie weich. Und es läuft direkt in ihre Kehle.
Tränen laufen in Strömen aus ihren Augen und Spucke in Strömen aus ihrem Mund. Aber mein Sperma verschwindet komplett in ihrem Rachen. Und sie lässt nicht von mir ab, bis mein Schwanz kurz darauf schlaffer wird und ihr endlich mehr Raum zum Atmen lässt.
Erst dann erlaubt sie mir, sie an den Achseln zu packen und hochzuheben.

Sie will etwas sagen, aber das bekommt ihr Hals wohl gerade nicht auf die Reihe. Und sie muss es auch nicht sagen. Ich kann es ihr an den Augen ablesen.
Als ich sie hochhebe und in die Arme schließe, legt sie ihre Beine um meine Hüfte. Als ich sie vorsichtig küsse, erwidert sie das leidenschaftlich. Und als ich sie in das Zimmer trage, in dem alles nach Sex riecht und in dem Kayla bereits völlig erschöpft auf dem Bett eingeschlafen ist, lächelt sie glücklich.

Kurz darauf liegt sie an meiner Seite in meinem Arm und ist mit dem Kopf auf meiner Schulter eingeschlafen. Und Kayla, die sich mir zugewandt und ohne ein Wort um Erlaubnis gebeten hat, liegt in genau dieser Weise in meinem anderen Arm.
Keine von ihnen ist eine Pussy Galore. Aber der Teufel soll mich holen, wenn ich zulasse, dass sie als goldüberzogene Masterson-Schwestern enden.
Bevor ich das geschehen lasse, kapituliere ich lieber vor meiner Schwester.


*****

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Dienstag, 9. April 2013

Weiblichkeit

Weiblichkeit
Eine Geschichte über Emanzipation, Libido, Stolz und Vernunft - eben Weiblichkeit.



I. - Richard

Auch wenn die Kollegen schon seit einer Stunde die Zelte abgebrochen haben, bin ich noch immer auf hundertachtzig.
Und dabei weiß ich gar nicht mal, ob ich nun mehr auf mich oder mehr auf Meier aus dem Marketing sauer bin. Sicher… Er hat sich diese Unverschämtheit erlaubt, aber ich habe ihn ja geradezu dazu eingeladen.
Dumm, Cassandra. Ganz dumm!
Aber wer hätte ahnen können, dass dieser Fettsack über so etwas wie Schlagfertigkeit verfügt, wenn er erst einmal zwei Bier intus hat?

„Sie könnten auch mal wieder einen Besuch im Fitnessstudio vertragen“, hatte ich mich in das Gespräch über Lachmuskeln und Samenstränge als Rechtfertigung für Bierbäuche eingemischt. „Frauen finden ein paar weniger Samenstränge, die dafür besser in Form sind, nämlich wesentlich attraktiver als das da.“
Ja… Martinis bekommen mir gar nicht. Ich sollte die Finger von dem Zeug lassen…

Nach dem Spruch war natürlich Schweigen im Walde bei den Männern. In Zeiten internetweiter Aufschreie über unangemessene Kommentare und Klagen wegen sexueller Belästigung bei verbalen Übergriffen lernen selbst die Deppen langsam, wann sie den Mund halten sollten.
Ich hätte es damit gut sein lassen können, denn meinen Punkt hatte ich gemacht. Die Eiserne Lady hatte mal wieder einem nassforschen Kollegen eine Schelle verpasst. Nächster Punkt auf der Tagesordnung.
Aber ich wollte wissen, was dem Blödmann auf der Zunge lag. Es war so offensichtlich, dass er eine richtig gesalzene Antwort parat hatte.

„Nur raus damit. Vergessen wir doch einfach mal für einen Moment die Geschlechter“, schlug ich dummerweise vor. Schließlich war es ein lockerer Abend zur Feier eines großartigen Vertrags. Da konnte ich auch mal großzügig sein.
Und eine unfassbare Steilvorlage liefern…
„Das ist nicht das Problem“, gab der Mistkerl süffisant grinsend zurück. „Ihr Geschlecht haben wir alle schon längst vergessen.“

Das saß. Natürlich. Ich kaue noch immer daran.
Mit einem einzigen Spruch, für den ich ihn noch nicht einmal an den mickrigen Eiern gepackt kriege, hat er nicht nur die Schlacht gewonnen, sondern gleich den ganzen Krieg.
Und mir gehörig die Laune verdorben.

Ich weiß ja, dass mich die meisten Kollegen für eine frigide Zicke halten, aber sehen sie mich wirklich schon nicht mehr als Frau? Habe ich meine Weiblichkeit auf dem Altar der Karriere geopfert?
Ich blicke in den Spiegel der Diskotoilette und sehe eine Frau. Seriöse Hochsteckfrisur, businessmäßiges Kostüm mit Bluse und ganz dezente Schminke. So wie es sein sollte, wenn eine Frau im Büro nicht wie ein Flittchen wirken will. So wie…

Ach fuck! Das ist unfair!
Wieso darf ich nicht die Knöpfe der Bluse so weit aufmachen, dass man meinen sauteuren BH zumindest ansatzweise erahnen kann? Wofür habe ich vierhundert Euro ausgegeben, wenn kein Schwein das Ding zu sehen bekommt?
Ich fühle mich rebellisch, als ich vier Knöpfe öffne. Und noch viel rebellischer, als ich die Klammern aus den Haaren nehme und sie ausschüttele.
Und dann fühle ich mich saublöd, weil ich aussehe, wie ein unordentlich gerupftes Huhn.

Die Hand, die sich in mein Blickfeld reckt, lässt mir fast das Herz stehenbleiben. Ich habe die dunkelhäutige Frau in den ultrakurzen Partyklamotten neben mir am anderen Waschbecken nicht einmal bemerkt.
Sie hält mir eine Bürste hin. Ich sehe sie an und runzle die Stirn.
Sie lächelt nur. Offen, freundlich, ohne erkennbare Hintergedanken. Und warum sollte sie auch welche haben?
Sie ist locker fünf Jahre jünger als ich, aber wenn ich mein Leben betrachte, könnten es auch fünfzehn sein. Wie lange ist es her, dass ich diese Art von Solidarität unter völlig fremden Frauen erlebt habe?

Ich seufze und spüre, wie mir die Tränen kommen. Einfach so.
Dass die kaffeebraune Schönheit mir daraufhin mit sanften Fingern über die Seite meines Oberkörpers kitzelt, trifft mich unvorbereiteter, als irgendetwas anderes in den letzten zwölf Monaten.
Ich kichere unwillkürlich, weil ich gar nicht anders kann. Und dann schnaube ich und starre sie böse an. Was soll der Scheiß?

„Man kann nicht gleichzeitig lachen und weinen“, sagt sie mit samtiger Stimme. „Und wenn du weinst, brauchen wir eine Stunde, um dich wieder herzurichten.“
„Was?“, stammele ich. „Warum…?“
„Frauen halten zusammen, richtig? Vor allem gegen Arschlöcher. Wer immer sie sein mögen und was immer sie getan haben.“

Sie sagt das, als würde es alles erklären. Und das tut es verdammt noch mal auch.
Grimmig nickend nehme ich die Bürste und bringe Ordnung in das Rattennest. Ich will verdammt sein, wenn ich mir von einem so saudummen Spruch den Abend verderben lasse.
Selbst wenn… er wahr ist?
Shit! Da kommen die Tränen wieder…

Meine neue ‚Freundin‘ beobachtet mich und sieht es kommen. Diesmal sieht ihre Taktik zur Verhinderung aber anders aus.
Sie gleitet hinter mich - Scheiße, wie kann sie sich auf diesen Absätzen so bewegen? - und legt ihre Arme um meine Hüfte. Ohne ihre hohen Absätze wären wir gleichgroß. So kann sie jedoch ganz leicht ihren Kopf über meine Schulter schieben und ihre Wange an meine Schläfe legen.
Was die Tränen aber wirklich wieder zurückdrängt, ist die Hand, die von unten meine linke Brust berührt und sie leicht anhebt.

„Man kann auch nicht gleichzeitig überrascht sein und weinen“, erklärt sie ihrem Spiegelbild und der anderen Frau darin, die mit weitaufgerissenen Augen völlig fassungslos auf das Geschehen starrt. „Habe ich von meinem kleinen Sohn gelernt.“
„Findest du mich männlich?“, winselt die komische Frau im Spiegel mit der entfernten Ähnlichkeit zu mir.
„Süße…“, haucht sie mir ins Ohr. „Wenn ich dich männlich finden würde, hätte ich dich niemals angefasst.“

Alle Tränen sind vergessen, als ich ihren unglaublich sinnlichen Tonfall verdaue und dabei meinem Spiegelbild zusehe, wie es die Augen auf Untertassengröße aufreißt.
So sieht also ein Reh im Scheinwerferlicht aus? Aha…

Ich bin völlig perplex, denn alle meine Antennen sagen mir, dass sie mich anmacht. Alle Antennen und… nun… ihre Hand, die sich sachte ein wenig weiter auf meine Brust schiebt, vielleicht auch.
Mit funkelnden, braunen Augen sieht sie mich im Spiegel an. Ihre Lippen sind leicht geöffnet und schimmern einladend.
Whoops! Stopp! Ich bin doch nicht…

„Muss eine Frau lesbisch sein, um von einer Frau getröstet zu werden?“, fragt sie.
Wie zum Henker kann eine Stimme so unfassbar sinnlich klingen? Und woher zum Teufel weiß sie, was ich gedacht habe?
Gut… Wenn ich mein Gesicht betrachte, ist die zweite Frage leicht zu beantworten.

„Was du jetzt wirklich brauchst, ist Bestätigung“, raunt sie mir zu. „Wir machen dich zurecht und dann gehst du da raus und lässt dir von ein paar Männern den Hof machen. So richtig.“
„Aber…“, will ich widersprechen.
Da sprechen tausend Gründe dagegen. Und neunhundert-neunundneunzig haben mit meinem Ruf und meinem Job zu tun.
„Kein ‚aber‘ heute Nacht“, sagt sie beschwörend und blickt mir dabei in die Augen. Ich fühle mich wie Mogli in der Umarmung von Kaa. ‚Hör auf mich… Glaube mir…‘
Und - so absurd ich das selbst finde - ich will es.

„Heute Abend bist du keine taffe Geschäftsfrau“, suggeriert sie mir. „Du bist eine heiße, kleine Büromaus. Und das einzige Wort, das du nicht fehlerfrei tippen kannst, ist Emanzipation.“
Ich muss kichern, weil das ziemlich absurd ist. Aber dann klappt mir die Kinnlade runter, weil ich kichere wie ein Teenager. So wie ich es seit zehn Jahren schon nicht mehr getan habe.
„Du bist sexy und unter deiner seriösen Oberfläche heißer als ein Vulkan. Wir müssen nur dafür sorgen, dass du das nicht wieder vergisst, wenn du da raus gehst.“
„Und… wie tun wird das?“, höre ich meine Stimme fragen.

Eine knappe halbe Stunde später weiß ich die Antwort. Und ich kann noch immer nicht fassen, dass ich mich darauf eingelassen habe. Martinis sind definitiv nicht gut für mich.
Aber - so sehr ein Teil von mir das auch verachtenswert findet - es funktioniert!
Ich verlasse die Toilette, nachdem ich mich beinahe selbst im Spiegel nicht mehr erkannt hätte. Und das, obwohl Sasha mir nur die Haare frisiert hat und mit etwas Kajal und Lippenstift einen Hauch mehr Ausdruck in mein Gesicht gebracht hat.

Gut… Einen wichtigen Beitrag leistet der Umstand, dass meine Bluse noch immer vier Knöpfe weit geöffnet ist. Nur einen Ansatz von BH wird niemand mehr dort sehen, denn der steckt in meiner Handtasche. Zusammen mit meinem Höschen.
Rouge trage ich nicht. Sasha lag ganz richtig, als sie sagte, ich würde keinen brauchen. Allein der Gedanke, dass ich keine Unterwäsche trage, lässt meine Wangen glühen.

Jetzt gerade verstehe ich vielleicht zum ersten Mal in meinem Leben, was einige meiner wenigen Freundinnen meinen, wenn sie von ‚sich weiblich fühlen‘ sprechen. Sie beziehen das zwar auf ihre Tage und die sind für mich weiterhin einfach nur ein lästiger Gedanke, aber ich verstehe das Gefühl…
Ich gehe langsam und unsicher hinaus in die Masse der Feiernden und fühle den seidigen Stoff meiner Bluse auf meinen Nippeln. Sie sind aufgerichtet, seitdem ich den BH ausgezogen habe. Und keine Kostümjacke verdeckt die Erhebungen, die sie verursachen.

Männer sehen mich an. Sie schauen kurz auf mein Gesicht und dann lange - sehr, sehr lange - auf meine Brust. Und sie grinsen dabei anzüglich.
In meinem Hinterkopf tobt eine Stimme und schreit etwas von Sammelklagen wegen sexueller Belästigung. Aber da ist ein anderer Teil von mir, der sich in der Aufmerksamkeit sonnt, als läge ich am Strand in der Karibik und würde in der Sonne baden.

Kopf hoch, Brust raus und immer einen Fuß genau vor den anderen setzen.
Einfache Anweisungen, die ich trotzdem nur mit Mühe befolgen kann. Sasha ließ es einfach klingen, aber sie konnte mich nicht auf das Ziehen vorbereiten, das meine Brüste irgendwie direkt mit meinem Unterleib verbindet.
Als ich den ersten, leichten Luftzug dort unten spüre, stolpere ich fast über meine eigenen Füße. Mein Rock ist trotz aller Bemühungen noch immer fast knielang. Es ist praktisch unmöglich, dass Luftbewegungen dorthin gelangen. Außer, wenn…
Gütiger Gott! Ich bin feucht!

Ich fühle, wie mir der Schweiß ausbricht. Die Disko ist sowieso schon heiß. Und jetzt gerade bekomme ich akutes Fieber dazu. Aber trotzdem fühlt es sich so verdammt gut an!
Ich ignoriere ganz betont all die Männer, die mich anstarren. Auch wenn es immer mehr werden. So, als würden sie sich untereinander darauf hinweisen, dass ich sie mit meinen Nippeln aufspießen will.
Ich schenke ihnen keine Beachtung, aber ich nehme sie dennoch wahr. Sehr genau sogar.

Bislang dachte ich immer, Männer würden einfach auf Brüste starren und nichts weiter. Würden sie anglotzen, sie sich nackt vorstellen und im Geiste dazu wichsen.
Manche - das ist unübersehbar - tun wohl auch genau das. Und hier in der lockeren Atmosphäre greift sich der eine oder andere auch schon mal in den Schritt und fummelt, als wolle er etwas dort in eine andere Position bringen. Als… als… als würde etwas dort plötzlich mehr Platz benötigen.
Wow! Wie konnte mir in den zwölf Jahren seit meiner ersten Periode denn zum Teufel entgehen, wie unglaublich erregend es sich anfühlt, zu wissen, dass man für eine Erektion verantwortlich ist? Oder wusste ich das mal? Vielleicht… Vor langer Zeit…

Aber noch aufregender als das, sind die anderen Männer. Die nicht ganz so betrunkenen oder primitiven Exemplare dieser seltsamen Gattung, die ihre Blicke über meinen Körper wandern lassen. Die immer wieder auch in mein Gesicht sehen und versuchen, Blickkontakt mit mir herzustellen.
Sie… sie… rücken sich in Pose. Mein Gott! Ich hatte keine Ahnung, dass Männer so etwas tun!
Die verändern ihre Haltung, nachdem sie auf mich aufmerksam geworden sind. Ziehen den Bauch ein wenig ein, strecken die Brust raus. Drehen sich etwas ins Profil oder nehmen eine betont lässige Haltung ein. Sie sehen mich mit funkelnden Augen an oder schauen betont desinteressiert an mir vorbei. Jeder hat eine andere Masche.

Voller Staunen bemerke ich, dass ich leicht lächele. Nicht ohne einen Hauch von Spott. Aber auch voller Stolz. Mein Körper entwickelt ein Eigenleben. Er scheint plötzlich ohne bewusste Steuerung von meinem Hirn zu funktionieren. Und ehrlich gesagt ist das ein wenig erleichternd, denn mein Hirn hat keinen blassen Schimmer, wie ich mich verhalten sollte.
Sind das die Hormone? Oder der Instinkt? Hätte mir das gestern jemand erzählt, hätte ich schallend gelacht.
‚Ich bin eine emanzipierte Frau‘, hätte ich voller Überzeugung erklärt. ‚Ich überzeuge durch meine Intelligenz und meine Fähigkeiten und lasse mich nicht auf meinen Körper reduzieren. Und wenn ein Mann das nicht akzeptieren kann, ist das nur ein Zeichen seiner Primitivität. Wir leben schließlich im einundzwanzigsten Jahrhundert und nicht in der Steinzeit.‘
Jetzt gerade hat ein bislang fast noch nie gehörtes Stimmchen in mir eine Antwort darauf: ‚Aber auch im einundzwanzigsten Jahrhundert wollen die Menschen ficken. Und zwar so, wie sie es auch schon in der Steinzeit getan haben.‘

Mit weichen Knien erreiche ich eine Bar und nutze die Chance, auf einen Barhocker zu gleiten. Der Tresen gibt mir Halt und ganz automatisch schlage ich ein Bein über. Und erstarre…
Meine Oberschenkel unter dem Rock glitschen aneinander entlang. So als hätte ich eine ordentliche Portion Hautlotion darauf, die ich nicht richtig eingerieben habe.
Ich weiß der Theorie nach, was das ist. Es gibt schließlich nur wenige Möglichkeiten. Und meine Tage hatte ich letzte Woche. Womit nur noch eine Option übrig bleibt.

Ich kann nicht widerstehen, ein ganz klein wenig die Schenkel aneinander zu reiben. Ein Schauer läuft über meinen Rücken und ich muss mir auf die Lippe beißen, um nicht laut auszuatmen.
Wow! So gut hat sich das noch nie angefühlt. Darauf schwöre ich jeden Eid.
Ich meine… Ich habe mich nie für sonderlich prüde gehalten. Ich hatte einige Partner und angenehmen Sex. Und ich habe einen Vibrator. Ich bin eine moderne Frau.
Aber ich muss immer den… Motor vorwärmen. Und ich muss das eine ganze Weile lang tun, bevor ich feucht genug für einen Eindringling dort unten bin. Bei der Selbstbefriedigung verzichte ich sogar ganz auf diesen eigentlich überflüssigen Teil und konzentriere mich auf meine Klitoris. Jedes Kind weiß schließlich, dass dort die Lustgefühle der Frau entstehen.

Aber jetzt gerade… Jetzt, in diesem Moment, in dem ich ohne Unterwäsche in einer Disko sitze und von einem Dutzend Männern angestarrt werde, die mir alle die Klamotten vom Leib reißen wollen… In diese Sekunde, wo ich mit schmerzhaft geschwollenen Brustwarzen und buchstäblich klitschnasser Scham auf einem Barhocker sitze…
Gott! Was würde ich für meinen Vib geben, damit ich ihn in mich hinein stecken könnte. In meiner Vorstellung würde sich das gerade ganz großartig anfühlen.

„Was möchtest du trinken“, schreckt mich eine Stimme auf.
Ein Mann auf der anderen Seite des Tresens - der Barkeeper - hat sich zu mir gebeugt. In seinen Augen steht der gleiche Glanz, wie in den anderen Blicken, die auf mich gerichtet sind. Und eine Spur von Überlegenheit. Weil…
Ja. Natürlich! Weil er einen Grund hat, mich anzusprechen. Weil er das darf, ohne sich rechtfertigen zu müssen.
Wow! Für diese Erkenntnis haben mein Hirn und ein gewisser, anderer Teil von mir - von dem ich eigentlich dachte, nur Männer würden ihn auch zum Denken verwenden - ganz hervorragend zusammengearbeitet. Ich hatte keine Ahnung, dass das möglich ist.

„Einen Mart…“, will ich unwillkürlich antworten. Es ist schließlich mein übliches ‚Club-Getränk‘. Wein kann man in solchen Läden praktisch niemals empfehlen.
Aber dann weiß ich plötzlich, dass dieses Getränk nicht zu mir gehört. Nicht heute.
Sex on the Beach“, verbessere ich mich.
Und… ich betone wirklich das erste Wort. Ebenso, wie ich es laut und deutlich ausspreche.

Der Barkeeper zeigt mir ein atemberaubendes Lächeln. Es flammt richtiggehend in seinem Gesicht auf und das Glitzern in seinem Blick gewinnt die Intensität von Fernlicht auf einer verlassenen Landstraße. Er leckt sich sogar kurz über die Lippen.
„Kommt sofort“, raunt er voller Verheißung.
Ich greife nach der Getränkekarte und fange an, mir Luft zuzufächeln, während er sich abwendet. Mir ist so unsagbar heiß, dass ich am liebsten…
„Hast du vielleicht ein paar Eiswürfel?“, rufe ich ihm nach.

Meine Gedanken überschlagen sich gerade. Weswegen ich nicht richtig sortieren kann, warum mich meine Vernunft anstarrt, als wäre ich nicht bei Trost.
Ich bekomme meine Eiswürfel in einem Whiskey-Glas und schnappe mir sofort einen davon. Stirn, Schläfen und schließlich der Hals… Ahhh…!
Die beißende Kälte tut mir so gut, dass ich sie mit geschlossenen Augen genieße. Die schwül-warme Luft, die ich mir zufächele, streift über das kalte Wasser auf meiner Haut und verursacht mir eine leichte Gänsehaut. Ich fühle mich fast, als würde ich gleich abheben.
Ohne die Augen zu öffnen, greife ich mir noch einen der wohltuenden Würfel. Eisige Rinnsale finden ihren Weg in meine Bluse. Über die Schulterblätter und an der Wirbelsäule entlang. Und auf mein Dekolletee, wo sie größtenteils den Weg zwischen meinen Brüsten hindurch nehmen. Aber nicht ausschließlich…
Das tut so gut!

Ich lasse einen dritten und vierten Eiswürfel auf meiner Haut schmelzen. Und die unerträgliche Hitze lässt ein klein wenig nach. Auch wenn mir meine armen Brustwarzen so langsam wirklich Sorgen bereiten, denn sie schmerzen richtiggehend durch das Kontrastprogramm und meine Erregung. Und ein anderer… Knubbel eifert ihnen so langsam nach.
Ich weigere mich, mir selbst einzugestehen, dass ich fast schon ein wenig weggetreten bin. Solange ich die Augen geschlossen halte, sehe ich niemanden um mich herum. Also fühle ich mich fast allein. Nur in Gesellschaft meiner völlig ungewohnten Erregung und einiger liebenswerter Eiswürfel.
Wie wäre es wohl, wenn ich… da unten…?

Statt diesem faszinierenden Gedanken in die Falle zu tappen, stecke ich mir einen der Würfel zwischen die Lippen. Völlig abgehoben bin ich dann doch noch nicht.
„Sie verursachen gleich eine Massenschlägerei“, raunt mir eine tiefe Stimme in genau diesem Moment ins Ohr.
Erschrocken reiße ich die Augen auf. Angesprochen zu werden hatte ich nicht erwartet.

Ein Mann steht neben mir. Und für einen Moment sehe ich nur seine grauen Augen, die mich mit unglaublicher Intensität fixieren. Dann kehre ich zurück in die Realität und finde eine Million Gründe, knallrot zu werden.
Ich sitze auf einem Barhocker in einer Disko und trage keine Unterwäsche. Mit Zähnen und Lippen halte ich einen Eiswürfel halb in meinem Mund, während ich mir mit einer Getränkekarte Luft zufächele. Und mit weitaufgerissenen Augen starre ich einen völlig fremden Mann an, als hätte er mich beim Daumenlutschen erwischt.

Irgendwo schräg hinter ihm sehe ich an einer der Wände eine Reihe von mehr oder minder vertrauten Gestalten stehen, die mich mehr oder minder fassungslos anstarren.
Da sind meine Emanzipation, meine Würde, mein Stolz und nicht zuletzt meine Vernunft, die sich alle die Haare raufen. Aber auch mein Anstand sieht aus, als hätte man ihr einen Tintenfisch ins Gesicht geschlagen und sogar meine Libido schüttelt den Kopf, auch wenn sie dabei amüsiert grinst.
Irgendwas entgeht mir doch gerade, oder?

Ich sehe den Mann an und mustere ihn argwöhnisch. Er scheint Anfang dreißig zu sein und hebt sich positiv von den anderen Männern ab. Ein Anzug - ziemlich sicher maßgeschneidert - obwohl er das Jackett nicht trägt und das schwer zu sagen ist. Das kragenlose Hemd lässt ihn leger und modern erscheinen. Die Breitling an seinem Handgelenk korrespondiert gut mit dem Gesamteindruck.
Mein Misstrauen findet keinen Anhaltspunkt, was die Kriterien angeht, die ich bei einem Gegenüber immer anlege. Die typischen Kriterien der Geschäftsfrau. Er scheint kein Blender zu sein, sondern ein erfolgreicher Geschäftsmann. Alles an seiner Haltung und seinem Outfit stimmt. Deswegen gesellt sich das Misstrauen achselzuckend zu den anderen Gestalten aus meiner Vorstellungskraft und lehnt sich entspannt zurück.
Aber… was ist dann das Problem?

Ein zweiter Blick auf ihn wird mir von meiner Weiblichkeit diktiert. Sie ist irgendwie die einzige meiner inneren Begleiterinnen, die sich dicht an meiner Seite befindet. Und sie scheint gänzlich unbekümmert. Was ein gutes Zeichen ist… Oder?
Ich schaue noch einmal und registriere seine blitzenden Augen, in die sich langsam ein amüsierter Ausdruck schleicht. Sein Gesicht ist markant. Scharf gezeichnete Züge, aber keine typische Verschlagenheit. Er wirkt offen. Sicherlich ein knallharter Verhandlungspartner, aber tendenziell fair. Selten…
Seine Lippen sind voll und sinnlich. Woher auch immer dieser Gedanke jetzt kommt, aber sie fühlen sich bestimmt ganz gut auf meinen an. Ich würde das gerne näher erkunden.

Er trägt einen Drei-Tage-Bart. Typisch moderner Geschäftsmann. Immer ein klein wenig gegen die alten Traditionen aufbegehren. Aber diese Leute sind meist innovativer. Ich schätze das.
Er hat breite Schultern, aber das Hemd sitzt perfekt, wie es sein sollte. Kein Grund zur Beanstandung. Allerdings… Seine Brust sieht schon verschärft aus. Sehr interessant, wie sich unter dem Stoff einige Muskeln bewegen. So habe ich das noch nie gesehen.
Huh… fächele etwas stärker und spiele mit der Zunge an dem Eiswürfel, der langsam meine Lippen betäubt.

Seine Hände sind groß. Liebe Güte. Wirklich groß!
Sie müssen doppelt so groß sein, wie meine eigenen. Aber er hat ganz bestimmt ein gutes Gefühl für einen angemessenen Handschlag. Meine Brüste würden in diesen Pranken allerdings ziemlich untergehen. Die kämen auch mit der doppelten Menge gut zurecht.
Moment… Was ist das jetzt für ein Gedanke? Als wollte ich, dass er… Oh! Ja. Ich glaube, ich würde wirklich gerne… Ich mochte es irgendwie, wenn Thomas - mein zweiter Freund - meine Brüste mit seinen großen Händen umschlossen hat. Und heute… heute lechzen die beiden geradezu nach einer Berührung. Ob ich ihn darum bitten sollte?
Meine Weiblichkeit nickt enthusiastisch und meine Libido beugt sich mit leuchtenden Augen vor, aber die anderen an der Wand schlagen sich kollektiv mit der Hand vor die Stirn.
Pff… Dann halt nicht.

Langsam bekomme ich das Gefühl, das mir dämmert, was nicht in Ordnung ist.
Normalerweise brauche ich für ein Gesamtbild meines Gegenübers eine Zehntelsekunde. Ein schneller, aufmerksamer Blick und ich habe einen Eindruck, den ich in den restlichen neun Zehnteln der Zeit verarbeiten kann. Aber in einer Sekunde schmelzen Eiswürfel zwischen den Lippen nicht zu kleinen, flachen Ovalen. Also habe ich vielleicht einen Tick länger gebraucht.
Und dann ist da noch das, was mir meine Augen mitteilen, als ich gerade abwärts dorthin blicke, wo seine Hose gewissermaßen einen sehr ansprechend gefüllten Eindruck erweckt.

Ich schlucke und reiße unwillkürlich die Augen auf, als ich die Seide über meinen Brüsten betrachte, die durch Schmelzwasser ihren Aggregatzustand verändert hat. Fast muss ich kichern, als ich sie mir gasförmig vorstelle, denn mehr Sichtschutz als ein dünner Rauchvorhang bietet sie nicht mehr.
Oh - mein - Gott!

Ruckartig reiße ich den Kopf hoch und bin trotzdem knallrot, bevor ich ihm wieder in die Augen sehen kann. Wie betrunken bin ich bitteschön? Und wovon? Die zwei Martinis haben mich doch nicht umgehauen. Was passiert da in meinem Körper?
Erst jetzt geht mir auf, dass ich auf einem Barhocker mitten in einer Disko sitze und gerade meine Bluse mit Schmelzwasser durchsichtig gemacht habe. Und zwar, während ich mit geschlossenen Augen herumsaß und mir Luft zufächelte - und mit dem krönenden Abschluss einer Lutschdarbietung an einem Eiswürfel.
Bin ich eigentlich völlig bescheuert?

Ein ganz kurzer Blick in die Runde offenbart mir, dass Dutzende von Augenpaaren mich anstarren. Gierig und lüstern leuchten sie in der verhältnismäßigen Finsternis. Als würden sie zu Raubtieren gehören.
Was sagte der Fremde? Massenschlägerei?
Ich sehe ihn an. Nun grinst er tatsächlich.
„Ich hoffe, Ihre Musterung hat keinen Grund zur Beanstandung ergeben?“, fragt er eindeutig ein wenig spöttisch.

Der Moment der Wahrheit. Ich könnte jetzt vor Scham im Boden versinken. Das wäre leicht. Fluchtartig das Lokal verlassen steht auch weit oben auf der Liste der Optionen. So wie spontane Selbstentzündung. Aber in einem Anfall von situationsbedingter Kooperationsbereitschaft stecken all meine Persönlichkeitsaspekte mit Ausnahme der Emanzipation - die für die Zündung einer Atombombe gleich hier und jetzt votiert - die Köpfe zusammen. Sogar ein geistiges Abbild von Sasha gesellt sich hinzu.
Angriff ist die beste Verteidigung. Nach diesem Motto habe ich immer gelebt. Und auch wenn ich mich in einer Ausnahmesituation befinde, erscheint es irgendwie als Option. Und wird von Weiblichkeit und Libido jubelnd unterstützt.
Irgendwie erscheint es fair, den beiden nach all den Jahren der Vernachlässigung einmal auch gegen die Mehrheit zuzustimmen…

„Ich bin noch nicht sicher“, antworte ich - zugegebenermaßen mit etwas Verzögerung - lässiger als ich es selbst für möglich gehalten hätte. „Ich konnte nicht alles optimal erkennen.“
Er stutzt. Bei all dem Erröten und meiner rückblickend betrachtet wohl ziemlich schlaftablettigen Reaktionsgeschwindigkeit hat er wohl mit was anderem gerechnet.
„Ihr Sex on the Beach“, mischt sich der Barkeeper laut genug ein, um zu offenbaren, dass er meine Aufmerksamkeit lieber bei sich wüsste.
Ich muss nicht nachdenken, um ihn völlig zu ignorieren und lediglich mit meiner Hand nach dem Glas zu greifen.

Nachdem ich meinen Entschluss erst einmal gefasst habe, finde ich ein wenig Ruhe und Sicherheit in der jahrelangen Verhandlungserfahrung. Ich bin zwar alles andere als in Topform, was meine Business-Attitüde angeht, aber irgendwie scheint meine neuentdeckte Weiblichkeit mit meinem Geschäftssinn eine ziemlich gute Symbiose einzugehen. Solange ich nicht zu intensiv darüber nachdenke, was mein Körper da für Haltungen einnimmt.
Recke ich wirklich gerade meinen praktisch nackten Busen ein wenig vor?

Der Fremde schluckt sichtbar. Und ich fange an, ihn zu durchschauen. Zumindest ein wenig.
Er hat wohl eine leichte Beute gewittert. Und sich darauf gestürzt, bevor es eines der anderen Raubtiere tun konnte. Besser getroffen hat Sashas neuerschaffene ‚kleine Büromaus‘ es mit ihm ohne jeden Zweifel. Außer vielleicht in Herzensangelegenheiten…
Und jetzt zeigt die scheinbar völlig wehrlose Gazelle plötzlich Säbelzähne. Ich muss kichern über dieses Bild in meinem Kopf. Aber vor allem, weil meine Gazelle Brüste hat…

„Sex on the Beach, hm?“, meint er um Zeit zu schinden.
„Nein“, widerspreche ich. „Sex on the Beach.“
Dann angele ich, ohne hinzusehen, mit dem Mund nach dem Strohhalm und nehme einen Schluck. Etwas süß, aber gar nicht so schlecht.
Meine Augen fixieren aber weiterhin sein Gesicht. Von unten herauf blicke ich ihn mit blanker Unschuldsmiene an.
Es ist gar nicht so schwer, wie ich feststelle. Ich habe so lange darauf geachtet, all diese Dinge in Gegenwart von Männern zu vermeiden. Und jetzt - mit zwei Martini und weiß Gott was für körpereigenen Drogen intus - kehre ich das einfach um. Statt alle Anzeichen von Schwäche und Weiblichkeit zu vermeiden, kehre ich sie heraus und vermeide jede Andeutung von Stärke.
Und - es - wirkt!

„Cassy“, sage ich, um ihn aus der Verlegenheit zu befreien, etwas Originelles erwidern zu müssen.
Er ergreift meine ausgestreckte Hand und will sie zum Mund führen. Was mich normalerweise zur Weißglut gebracht hätte und jetzt ein sachtes Ziehen in meiner… Muschi - Hah! Nix mit Vagina heute. Gerade ist es eine Muschi! - zur Folge hat.
„Richard“, sagt er, während er sich zum Handkuss anschickt.
„Vorsicht!“, hauche ich einfach heraus, was mir als Erstes in den Kopf kommt. „Wenn Sie mich wirklich mit Ihren Lippen berühren, will ich vielleicht sehr viel mehr davon.“
Er hält inne. Aber nur für einen Sekundenbruchteil. Dann gibt er mir einen überdeutlichen Handkuss anstatt nur hauchzart - wenn überhaupt - meine Haut zu berühren.
„Um ehrlich zu sein, hatte ich gehofft, dass du es so sehen würdest“, murmele ich halblaut.

Ja. Ich führe mich auf wie eine billige Schlampe in einem unglaublich letztklassigen Film. Ich handele, wie meinen Überzeugungen nach niemals eine Frau handeln sollte. Und meine Würde gibt sich genau deswegen gerade in einer dunklen Ecke den Strick, während meine Emanzipation bereits nach erlittenem Schlaganfall am Boden liegt.
Aber ich fühle mich verdammt noch mal großartig dabei! Ich fühle mich wie eine Frau. Eine fast barbusige Frau mit stahlharten Nippeln und einer klatschnassen Muschi. Eine Frau, die… es braucht!
Jetzt gerade in diesem Moment kann die Emanzipation von mir aus nach Fukushima auswandern. Ich würde jubeln vor Freude, wenn er einfach zupacken würde, wie der hinterletzte Neandertaler.

„Eine Frau wie du ist mir noch nicht begegnet“, sagt er überraschend offen.
Ich registriere sein entwaffnendes Lächeln. Und dann muss ich aus dem Augenwinkel zusehen, wie mein Stolz eine Tochter bekommt, bevor er sich erschießt.
Zehntausende von Jahren der Evolution und harte Jahrzehnte des Kampfes für die Gleichberechtigung. Und am Ende läuft es doch wieder darauf hinaus, dass der Mann vor den Waffen der Frau kapituliert und nicht vor etwas, worin sie sich mit ihm auf Augenhöhe messen können sollte. Ich habe keinen Wettstreit der Intelligenz oder des Fachwissens gewonnen, sondern einen Kampf der Geschlechter.
Und ich glaube, ich komme gleich…

„Mir auch nicht“, gebe ich auf eine Art zurück, die sich kokett anfühlt. „Aber ich hoffe, du magst sie so gern, wie ich gerade…“
Das verwirrt ihn natürlich. Wie sollte er sich auch einen Reim darauf machen können. Er weiß schließlich nicht, dass ich mich jetzt gerade völlig neu entdecke.
Aber er ist souverän. Was ihn nur noch attraktiver macht.
„Ich kann mich kaum zurückhalten vor… Sympathie.“

Ich schaue ihn an und überlege noch ein letztes Mal, ob ich wirklich bereit bin, die Konsequenzen zu tragen. Ob ich wirklich den nächsten Schritt machen will. Nach… Was? Fünf Minuten, die ich ihn kenne. Und auf so unendlich flache, billige und vor allem willige Art und Weise. Ob ich wirklich noch eine Stufe tiefer sinken will, als ein Flittchen, das sich wenigstens noch eine Weile aushalten  - gewissermaßen bezahlen - lässt.
Wie wird das rückblickend aussehen? Er kam, sah, sprach drei Worte und sie klebte mit ihrem Mund an seinem Schwengel?
Oh… Uh! Ich glaube, das würde ich tatsächlich gerne mal wieder ausprobieren. Jetzt gerade ist mir danach. Sehr!

Egal wie es rückblickend betrachtet aussehen mag - ich habe mich entschieden.
„Dann tu’s nicht“, wispere ich.
Ich flüstere es mit halbgeschlossenen Augen und werfe ihm einen Blick zu, für den ich das Wort nicht kenne. Ich hauche es mit leicht geöffnetem Mund und befeuchte meine Lippen für die leisen Worte. Und ich lehne mich zu ihm. Damit er keinesfalls missversteht, was ich meine.

In meinem Kopf spiele ich dabei natürlich durchaus die frustrierenden Möglichkeiten durch, noch deutlicher werden zu müssen. ‚Was soll ich nicht tun‘, könnte er fragen. ‚Dich zurückhalten sollst du nicht‘, könnte ich dann schreien. ‚Aber ich bin kein Mann für eine Nacht‘, könnte er antworten. Und ich würde dazu sagen: ‚Dann verpiss…‘
Weiter komme ich nicht, denn er ist plötzlich über mir. Er drängt sich an mich, teilt meine Beine, legt seine starken Arme um meinen kleinen Körper und zieht mich in einen Kuss.
W-o-w!

Für irgendwas zwischen einer und fünf Minuten denke ich überhaupt nicht mehr. Ich fühle. Und zwar mit dem ganzen Körper.
Ich fühle seine Lippen, wie sie sich auf meine pressen. Sein kurzer Bart kitzelt, kratzt, reibt. Rau und männlich. Mmh…
Seine Hände legen sich auf meinen unteren Rücken und in meine Nacken. Sie packen mich und halten mich. Er könnte mich mit einer Hand bis ans Ende der Welt tragen. So fühlt es sich an. Und es ist wundervoll. Ich spüre die Kraft in seinen Fingern, die unwillkürlich ein wenig meine Haut drücken. Weil er sich zurückhalten muss, mich nicht zu packen und vor lauter Begierde zu zerquetschen.
Ohh… Zerquetsch mich, Richard!

Ich fühle seinen Körper an meinem. Seine Brust drängt sich gegen meinen Busen. Meine Nippel bekommen endlich die langersehnten Berührungen. Und ich sehe Lichtpunkte, als es passiert. Es ist fast schon zu viel!
Nein. Quatsch! Mehr davon. Mehr, mehr, mehr!
Mehr von seinem muskulösen Oberkörper an meinem Busen. Mehr von seinen starken Beinen zwischen meinen Schenkeln. Oh… Ich muss einfach meine Beine um seine schlingen!
Und dadurch meinen Schoß gegen ihn pressen.
Oh Gott! Ich glaube, ich komme wirklich gerade!

Und dabei habe ich gar keine Zeit dafür. Sein Kuss raubt mir den Atem. Seine Zunge teilt meine Lippen. Nicht lockend oder sanft sondern fordernd und erobernd. Ich habe ihm das Tor geöffnet und jetzt kommt der Barbar zum Plündern, Brandschatzen und… Vergewaltigen.
Ich ergebe mich. Lasse ihn meine Zunge jagen, wie er es will. Fließe in seine Arme. Leiste keinerlei Widerstand gegen nichts.
Ich bin eine Frau, er ist ein Mann. So einfach ist das.

Als ich meinen Kopf auf seiner Schulter wiederfinde und nach Atem ringend meine Gedanken sortiere, fühle ich mich geborgen. Er hält mich im Arm und schnauft selbst leise. Ich fühle, wie er atmet. Ich fühle seinen Herzschlag. Und ich rieche sein Aftershave.
Old Spice. Ich wusste nicht, dass es überhaupt noch produziert wird. Mein Vater hat es immer benutzt.
Ja… Ich fühle mich so wohl, wie sonst nur in den Armen meines Vaters. Auch wenn das hier eine ganz andere Geschichte ist, ist es doch ein unendlich schmerzlich vermisstes Gefühl. Seit seinem Tod hat meine Mutter mir beigebracht, dass ich niemandes ‚kleines Mädchen‘ bin.
Aber Papas kleines Mädchen zu sein, war die glücklichste Zeit meines Lebens.

Tränen treten mir in die Augen. Und gleichzeitig bin ich glücklich.
„Definitiv der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, flüstere ich fast unhörbar.
Aber sein Ohr ist direkt bei meinem Mund und der leichte Druck seiner Arme zeigt mir, dass er verstanden hat.
„Ich will dich, Richard“, füge ich hinzu.
Er weiß das. Aber ich kann nicht mehr warten. Ich sterbe sonst vor Verlangen.
Er drückt mich wieder. Nein. Er packt mich. Fest. Weil… er mich auch will. Weil ich ihm den Verstand raube und er nur noch mit dem denken kann, was ich an meinem Innenoberschenkel wachsen fühlte, bis es zu einer harten Rute wurde.
Er… Ich… Wir wollen seinen harten Schwanz in meiner Muschi.
S-o-f-o-r-t.

„Lass uns…“, keucht er hart.
„Ja!“
„Ich wohne…“
„Nein!“
„Mein Auto…“
„Nein!“

Ich mache es ihm vielleicht nicht einfach, aber es ist keine böse Absicht. Ich bin nur einfach nicht mehr in der Lage, mehr als eine Sekunde vorauszudenken.
Könnte ich jetzt gerade meiner Vernunft Aufmerksamkeit schenken, würde ich sehen, wie ihr die Augen aus dem Kopf treten. Sie wird sich nämlich bewusst, dass ich mich jetzt und hier - an Ort und Stelle, auf einem Barhocker an einem Tresen in einer gutbesuchten Disko, nachdem ich die Aufmerksamkeit von mehr als fünfzig Männern überdeutlich auf mich gelenkt habe - von einem Wildfremden namens Richard nehmen lassen würde.
Nein warte, Cassandra. Sag das richtig. Das dauert nicht länger als eine Sekunde.
Ficken lassen, würde ich mich.

„Die Empore?“, fragt er, nachdem er kurz fieberhaft überlegt zu haben scheint.
Ich habe keine Ahnung, wie er das meint, aber es ist ein Ort in Sichtweite. Jedenfalls, wenn ich die Augen öffnen und vielleicht damit aufhören würde, an seinem Hals zu knabbern.
Wer hätte gedacht, dass Old Spice auch gut schmeckt?
Ich sage nichts. Und Richard erweist sich als nicht völlig hoffnungsloser Fall in Sachen Körpersprache. Oder vielleicht kennt er sich nur einfach mit Flittchen aus…
Hmm… Das bin ich, nicht wahr? Ein Flittchen…

Als er Anstalten macht, sich zu lösen, ist es nicht meine Vernunft, die mich dazu bringt, ihn freizugeben. Es ist auch nicht mein tot herumliegender Stolz oder dessen kleine, noch gänzlich unausgewachsene Tochter, die vielleicht eines Tages seinen Platz auf ganz andere Weise einnehmen wird. Und am allerwenigsten ist es meine herumbaumelnde und röchelnde Würde. Von meiner bereits ins Leichenschauhaus abtransportierten Emanzipation ganz zu schweigen
Es ist meine Libido, die das Zepter in die Hand nimmt. Wenn ich selbst gehe, sind wir schneller. Und ich kann mich noch einmal in den Blicken sonnen, die auf mir ruhen. Oder vielleicht eher an mir zerren…

Ich fühle mich… sexy, als ich neben im hergehe, nachdem ich verstanden habe, welche Richtung wir einschlagen. Mein neuer Stolz ist an meiner Seite. Himmel werden die Kinder heute schnell erwachsen.
Ich trage den Kopf nicht einfach gerade, sondern richtig erhoben. So wie ich gestern noch stolz auf meine Arbeit war, bin ich jetzt stolz auf meine Weiblichkeit. Stolz, eine Frau zu sein, die gleich gefickt werden wird.
Selbst meine Libido kann sich bei der Dämlichkeit - oh, wie ich dieses Wort vorhin noch hasste - dieses Gedankens ein Kichern nicht verkneifen. Aber das mindert die Vorfreude nicht im Geringsten.

Zielstrebig trete ich auf die Treppe, die nach oben zu einer Empore führt, deren Existenz ich jetzt gerade zum ersten Mal richtig wahrnehme. Richard lässt sich zurückfallen. Es herrscht zu viel Verkehr für zwei Personen nebeneinander.
Aber das ist okay. Ich fühle seine Blicke auf meinem Rücken und auf meinem Po, so wie ich die Blicke der kaleidoskopartig vorbeiziehenden Gesichter von vorne auf meinen Brüsten fühle. Wie hauchzarte Berührungen streifen sie mich und heizen mir immer weiter und weiter ein.
Nur halb bewusst besinne ich mich auf das, was Sasha gesagt hat: Einen Fuß vor den anderen setzen. Ruhig ein wenig übertreiben. Das lässt die Hüfte schwingen.

Und nicht nur die!
Oder ist das die Treppe?

Beinahe knicken mir die Beine weg, als ich etwas erlebe, was mir noch niemals auf einer Treppe passiert ist. Vage ist mir, als hätte ich dazu mal etwas gelesen. Aber alle nicht für Sex benötigten Teile meines Körpers - das Erinnerungsvermögen mit eingeschlossen - sind gerade ziemlich unterversorgt mit Blut.
Es ist auch egal, weil ich gar keine Zeit zum Nachdenken habe. Ich muss entscheiden, ob ich die Augen aufreißen oder schließen soll, während mich die Gier nach dem, was mich oben hoffentlich erwartet, unerbittlich weitertreibt.
Die Frage, ob ich auf dem Barhocker einen Orgasmus hatte, ist allerdings nachdrücklich beantwortet: Nein. Den habe ich nämlich gleich. Hier auf der Treppe. Und er wird mich umhauen.

Jeder Schritt löst ein ziehendes Gefühl direkt an meiner Klitoris aus, wenn die Beine sich leicht überkreuzen. Die Haut gleitet feucht. Es ist keine Reibung im eigentlichen Sinn. Aber es reizt mich trotzdem eine Million Mal besser, als ich es jemals mit meinen Händen hinbekommen habe.
Scheiße… Es ist sogar besser als die Spitze des Vibrators.

Genau auf dem Scheitelpunkt jedes Schrittes erreicht das Ziehen einen Höhepunkt und raubt mir die Kraft in den Beinen. Es lässt mir schwindelig im Kopf werden. Und dann lässt es nach und ich bekomme genug Zeit, den Fuß aufzusetzen, das andere Bein folgen zu lassen und gleich wieder keine Luft mehr zu bekommen.
Noch zehn Stufen. Sie verschwimmen vor meinen Augen. Wie soll ich das schaffen?
Neun - mein Herz rast.
Acht - das Blut rauscht in meinen Ohren.
Sieben - Nässe läuft an meinem Bein hinunter.
Sechs - ich sehe Lichtpunkte vor meinen Augen tanzen.
Fünf - !

Den Point of no Return, den ich gerade erlebe, denen gegenüberzustellen, die ich in meinem Leben bisher hatte, wäre wie der Vergleich zwischen Prada Sneakers und Badelatschen.
Mir kommt es gewaltig. Und ich werde möglicherweise schreien. Ganz sicher werde ich mich nicht auf den Beinen halten können. Die sind sowieso am Ende ihrer Kräfte.
Ich tue das Einzige, was auch nur den geringsten Sinn zu ergeben scheint.

Richard ist überrascht, als ich auf dem Absatz herumfahre. Mehr bekomme ich von seinem Gesichtsausdruck nicht mit, denn ich falle ihm geradezu in die Arme und kann mich nur noch hilfesuchend an ihm festklammern. Dann rauscht der Orient-Express mit angehängtem Güterzug über mich hinweg.
Es fühlt sich an wie der Moment, nachdem man sich verbrannt hat. Wenn der Schmerz für einen Sekundenbruchteil nachlässt und der Kontrast zur Höllenpein davor einfach himmlisch ist. Mal fünf hoch zehn.
Ich höre nichts, ich sehe nichts und ich fühle nur flüssiges Feuer von der unglaublich heißen, aber wundervollen Sorte, wie es durch jede einzelne meiner Nervenbahnen schießt. Zeit, Raum und Gravitation sind einfach nicht existent. Und ich habe keine Ahnung, wie lange das so ist.

Irgendwann höre ich wieder. Aus dem wasserfallartigen Rauschen meines Bluts in meinen Ohren wird wieder das Gemurmel der Disko. Meine Hände fühlen harte Muskeln, in die ich meine Krallen geschlagen habe. Sie gehören zu starken Armen, die mich stützen und halten.
Ich rieche Old Spice und schmecke es auch. Was daran liegen könnte, dass ich meine Zähne in einen Hals vergraben habe.

Ich schwebe noch ein wenig, als ich das ändere. Nein… Ich schwebe wirklich! Richard hält mich an den Hüften und meine Füße berühren kaum den Boden.
Wow!
Matt lege ich meinen Kopf auf seine Schulter und seufze. Jetzt gerade bin ich wirklich rundum zufrieden.
„Wow“, sagte er leise.
„Ja…“, gebe ich zu. „Finde ich auch.“

Wie nach einem Regenschauer an einem Sommertag klären sich meine Gedanken. Und damit kommen reihenweise Peinlichkeiten zum Vorschein, die ich ihm am liebsten alle erklären würde. Habe ich mich wirklich so verhalten?
Was denkt er jetzt von mir? Kann er mich für etwas anderes, als ein billiges Flittchen halten? Sollte ich einfach so schnell wie möglich das Weite suchen?
Ich würde, wenn ich dazu nicht meinen Kopf heben und das Risiko eingehen müsste, ihm ins Gesicht zu sehen. Dafür schäme ich mich zu sehr. Außerdem ist es sehr schön hier…

Meine Weiblichkeit und meine Libido haben sich eingerollt und schwelgen im Nachglühen. Sie schlummern sanft. Meine Vernunft ergreift die Gelegenheit beim Schopf und entreißt ihnen das Zepter der Kontrolle.
Sie ist verschnupft. Aber einen Orgasmus vom Treppensteigen kann sie verkraften. Sehr viel besser als Sex mit einem Fremden in einer womöglich nicht einmal dunklen Ecke einer Disko. Die Sache mit der Treppe ist logisch erklärbar. Ich erinnere mich wieder an den Artikel in einer feministischen Zeitschrift, die ich abonniert habe.
Alles noch irgendwie im grünen Bereich. Sofern ich jetzt noch sauber aus der Nummer - also aus dieser Umarmung - rauskomme, könnte meine Würde eventuell reanimiert werden.

„Ich weiß nicht, ob ich mit einer Treppe konkurrieren kann“, flüstert der Mann, in dessen Armen ich liege. „Aber ich gebe dir mein Wort, dass ich alles daransetzen werde.“
Zwei friedlich schlummernde Gesichter in meinem Kopf öffnen schlagartig die Augen und sind wieder wach. Sie tun es mir nach, denn ich reiße meine Augen auch auf. Und meine Vernunft schließt sie, lässt das Zepter fallen und rammt ihren Kopf gegen die nächste Wand.

Ich war rundum befriedigt. Oder jedenfalls dachte ich das. Mein Körper war wie betäubt von dem, was ich gerade erlebt hatte. Und mit zwei kurzen Sätzen, in denen auch noch ein gewisser Sinn für Humor mitschwingt, weckt dieser Mann alle meine Nervenbahnen gleichzeitig wieder auf.
Der alles verschleiernde Nebel kehrt zwar nicht mit aller Macht in meinen Kopf zurück, aber die Lust ist wieder hellwach und womöglich noch stärker als zuvor.
Ich. Will. Diesen. Mann. Ficken.

„Bring mich, wohin du möchtest“, keuche ich in sein Ohr. „Und mach mit mir, was - du - willst.“
Die letzten drei Worte atme ich immer leiser, aber dichter, in sein Ohr. Und mit jedem davon wird sein Griff an meinen Hüften härter. Bis es beinahe wehtut.
Wieder habe ich ausgesprochen, was ich denke. Und wieder habe ich gar keine Erwartungen an seine Reaktion, weil ich so weit nicht gedacht habe. Aber was er tut, hätte ich mir auch mit drei Tagen Bedenkzeit nicht vorstellen können.

Gekonnt, als würde er das jeden Tag ein paar Mal machen, wischt er mich von den Beinen und nimmt mich auf seine Arme. Ganz klassisch. Wie als wolle er mich über die Schwelle der Hochzeits-Suite tragen.
Er schert sich nicht darum, dass meine Füße einen vorbeilaufenden Mann fast im Gesicht treffen. Und er schert sich nicht um mein Quietschen. Während ich mich frage, warum es so übermütig und vergnügt klingt und woher das Grinsen stammt, das meine Lippen teilt.
Dann blicke ich in sein Gesicht und weiß es. Sein Ausdruck müsste neben der Erklärung für den Begriff Entschlossenheit im Lexikon abgebildet werden.

Ich kann die Augen nicht losreißen von diesem Gesicht. Schwarze Haare, graue Augen, winzige Lach-Fältchen in den Augenwinkeln. Seine Lippen sind geschlossen und sein Kinn wirkt, als wäre es aus Granit. Nichts wird ihn aufhalten, mich zu entführen.
Und mir ist ehrlich gesagt herzlich egal, ob unser Ziel ein Schloss oder eine Räuberhöhle ist. Hauptsache es gibt ein Bett. Oder wenigstens ein Fell auf dem Boden.
Ich Jane, er Tarzan. Und was für einer!

Ich lege meine Arme um seinen Hals und starre ihn an. Ich fürchte, ich himmele ihn sogar an. Er ist nämlich wirklich verdammt gutaussehend und vor allem ist er genau der Mann, den ich niemals wollte.
Als Geschäftspartner würde ich ihn mit Handkuss - ich muss kichern und er blickt mich kurz voller Begierde und Zuneigung an - nehmen. Ich würde ihm klarmachen, dass es nie zwischen uns passieren würde. Und er würde es trotzdem immer wieder versuchen, weil er an den Mythos seiner eigenen Unwiderstehlichkeit glaubt.
Ich würde mir niemals eingestehen, dass er der Mann aus meinen neuen Masturbationsfantasien ist, über die ich nicht einmal mit mir selbst spreche, weil sie völlig abartig sind. Und alles würde seinen Gang gehen.

Aber ich bin heute nicht Cassandra, Tochter einer erfolgreichen Frauenrechtlerin und eines verstorbenen amerikanischen Soldaten und Leiterin der Sales-Abteilung der deutschen Zentrale eines internationalen Konzerns.
Ich bin Cassy. Büromaus und Flittchen. Und ich verzehre mich nach einem Kerl wie diesem. Er lässt meine Muschi überlaufen. Meine Nippel stehen wie zwei Bleistift-Radierer. Der Gedanke an ihn lässt mich beim Treppensteigen zum Orgasmus kommen.
Als ich stöhne, weil ich einfach nicht anders kann, huscht ein kurzes Lächeln über seine Miene.

Ja. Er ist es gewöhnt, dass Frauen ihn so anhimmeln. Er wickelt sie mit seinem Charme um den Finger, legt sie flach - Wie oft wohl? Einmal? Zweimal? Oder gar… mehr als das? Ich beiße mir auf die Lippe und hoffe auf Letzteres. Viel mehr!
Für ihn sind Frauen nicht ebenbürtig. Sie sind Lustobjekte, die er mit seiner Erfahrung manipuliert. Er begegnet ihnen nicht auf Augenhöhe, sondern sieht insgeheim auf sie hinab. Wohlwollend, sicherlich. So wie ein erfolgreicher Züchter auf sein bestes Pferd blickt. Aber eben nicht auf Augenhöhe.
Wie kommt es bloß, dass jeder einzelne dieser Gedanken mich nur feuchter und heißer macht, anstatt mich zutiefst abzustoßen?

Wie auf dieses Stichwort steht plötzlich Sasha da und verstellt ihm den Weg. Für mich kam sie aus dem Nichts, aber ich war auch abgelenkt.
„Eine Sekunde, Mr. Magnificent“, fordert sie.
Richard bleibt stehen und runzelt die Stirn. Dann zieht er eine Augenbraue hoch und beobachtet, wie sich die dunkle Schönheit zu mir beugt und mir etwas ins Ohr flüstert. Er ist amüsiert, aber auch ein wenig irritiert.

„Die große, weiße Jägerin schnappt sich den schönsten Löwen“, wispert sie nur für mich hörbar. „Genieß deine Beute!“
Nun bin ich dran, die Stirn zu runzeln. Ihre Perspektive will sich so gar nicht mit meiner decken.
Sasha tritt zurück. Dann beißt sie sich mit funkelnden Augen auf die Unterlippe, zögert eine Sekunde und nähert sich noch einmal. Und ich bin nicht einen Deut weniger erstaunt als Richard, als sie mich heiß und leidenschaftlich küsst.
Ich bin nur fast schon enttäuscht, dass es nach einem Herzschlag schon wieder endet.

Sasha verschwindet und niemand spricht ein Wort über das, was geschehen ist. Ich bin verwirrt. Und Richard scheint es nun noch eiliger zu haben. Er zahlt mit einem hingeworfenen Hunderter und stoppt nicht an der Garderobe. Aber so wie ihm wohl sein Jackett gerade nicht wichtig ist, könnte mir mein Mantel nicht gleichgültiger sein.
Ich würde ihm die Sporen geben, aber ich liege in seinen Armen und bin ihm völlig ausgeliefert. Und ich genieße es in vollen Zügen.

Es gibt nur einen Sinneseindruck, den ich wahrnehme, bis seine Hotelzimmertür hinter ihm ins Schloss fällt. Ich sehe nur sein Gesicht. Ich starre es an. Ich nehme nichts weiter wahr. Nicht einmal, wie viel Zeit vergeht.
Er trägt mich, wenn wir nicht im Auto sitzen. Und sicherlich müssen wir Menschen begegnet sein. Spätestens im Hotel. Aber ich erinnere mich nicht. Ich sehe nur den gehetzten Ausdruck in seinen Augen. Die Vorfreude in Kombination mit Ungeduld.
Bis er an seinem Bett steht und schließlich nicht genau zu wissen scheint, was er tun soll.

Sachte stellt er mich ab. Aber er weicht nicht zurück, obwohl ich zwischen Bett und ihm kaum Platz zum Stehen finde. Er sieht zu mir hinunter und ich zu ihm hinauf. Und es fühlt sich an, als würde sich die Luft für einen gewaltigen Blitz aufladen.
Wie in Trance halte ich seinen Blick fest und schlüpfe aus meinen Schuhen. Dann versuche ich, rückwärts auf das Bett zu steigen. Aber das klappt erst, als er mir hilft und mich mit seinen starken Armen hinaufhebt.

Stehe ich jetzt über ihm? Nichts könnte mir gleichgültiger sein. Nur der Umstand, dass sein Gesicht auf Höhe meiner Brüste ist, hat eine Bedeutung.
Ich finde seine momentane Zurückhaltung ein wenig süß. Aber ich finde sie auch mächtig störend. Ich will jetzt keine Zurückhaltung.

Langsam lege ich meine Finger an die Knopfleiste seines Hemdes. Ohne eine Expertin zu sein, schätze ich es auf ungefähr zweihundertfünfzig Euro. Davon ausgehend, dass Männerhemden meist ein wenig günstiger sind als Frauenblusen, wenn man sich in der gleichen Qualitätsklasse bewegt.
Ein Jammer, aber… egal!
Ich schiebe meine Fingerspitzen zwischen die Knöpfe und fühle seinen Oberkörper darunter. Haut, Muskeln, Hitze. Wie soll ich mir da nicht vorfreudig auf die Lippe beißen?

Als ich langsam die Finger krümme und ein wenig verträumt zu ihm hinaufsehe, ohne mich so ganz vom wunderbaren Gefühl ablenken zu lassen, seine Haut zu streicheln, zieht er eine Augenbraue hoch. Irgendwie scheint er es zu ahnen, aber dennoch zuckt er zusammen, als ich es aufreiße. Und ich ebenso, denn ein wenig hatte ich gezweifelt, ob meine Kraft den Knöpfen gewachsen sein würde.
Der Vorhang teilt sich und ich sehe seine nackte Brust. Gierig trinke ich den Anblick. Leicht gebräunt, haarlos, makellos und perfekt definiert. Wie eine griechische Statue.
Ich will ihn anfassen. Und ihn schmecken. Aber ich kann einfach nichts weiter tun, als ihn bewundernd anzustarren. Dieser Mann ist verdammt noch mal schön!
Und glücklicherweise nicht ganz auf den Kopf gefallen…

Noch bevor ich aus dem Menü all der Möglichkeiten, die mir seine nackte Brust bietet, auswählen kann, wird er schließlich aktiv. Seine großen Hände packen die Aufschläge meiner Bluse und mit einem Ruck, der mich zum Keuchen bringt, öffnet er sie ebenfalls.
Meine Augenlider flattern, als ich seine Blicke auf meiner Haut spüre. Ich wimmere. Und ich kapituliere vor ihm, indem ich die Arme zur Seite fallen lasse. Was außerdem dabei hilft, die Bluse von meinen Schultern gleiten zu lassen.
Richard saugt scharf die Luft ein. Aus halbgeschlossenen Augen sehe ich, wie er auf meine Brüste starrt. Wie er den Anblick in sich aufnimmt. Wie er sich daran berauscht. Was auch immer er für einen Busen am liebsten mag - dieser ist offenbar absolut gut genug, um ihm Appetit zu machen.

Ohne lange suchen zu müssen, findet er die Knöpfe, mit denen mein Kostümrock geschlossen wird. Ein Ruck, der mich kurz zur Seite zieht, und er ist offen. Wie von selbst gleitet er daraufhin über meine Hüften hinab.
Sein Stöhnen, als er entdeckt, dass ich nichts darunter trage, lässt mich grinsen. Es ist ein gequälter Laut der frustrierten Begeisterung. Das hätte er offenbar gerne schon früher erfahren.
Und es gibt ihm den allerletzten Anstoß, den er noch braucht.

Ich hätte ihn anspringen und in Besitz nehmen können. Irgendwie weiß ich das. Und ich habe mich bewusst dagegen entschieden. Stattdessen habe ich diesen Mann dazu aufgefordert, genau das bei mir zu tun. Und nun tut er es.
In der Vorwärtsbewegung legt er einen Arm um meinen Rücken und hält mich. Nicht, damit ich nicht umfalle. Das tue ich so oder so, als er mich nach hinten drängt. Nur, damit er mich küssen kann und ich ihm nicht entgleite.

Hart und fordernd presst sich sein Mund auf meine Lippen und wieder erobert er mich im Sturm. Aber diesmal fühle ich auch seine nackte Haut auf meiner.
Meine Nippel kreischen vor Freude, als sie endlich direkt berührt werden. Und meine Muschi kreischt gleich mit, auch wenn sie noch nicht an der Reihe ist.
Ich selbst kann nur stöhnen, denn ich habe einen wilden und leidenschaftlichen Knebel, der mir den Atem raubt.

Richard trägt mich mehr nach hinten, als er mich schiebt. Aber das ist mir gleich. Ich warte nur darauf, dass seine Hand frei wird, um mir den Rock von den Knien zu zerren, damit ich meine Beine um seinen Körper schlingen kann.
Hektisch suche ich nach seinem Hosenbund, öffne unter viel Gefummel den Gürtel und zerre am Knopf, bis er irgendwie dem Drängen nachgibt. Mit Händen und Füßen schiebe ich dann seine Hose und Unterhose zugleich hinunter und vergesse alles andere, als ich seinen Schwanz gegen meine Muschi klatschen fühle.
Das ist es!

Kondome, Verhütung, Geschlechtskrankheiten… All das ist mir unvernünftigerweise vollends egal, als ich ihn da habe, wo ich ihn haben will. Ich muss ihm meinen Mund entziehen. Muss meinen Rücken durchdrücken, mich an ihn pressen und mit der Hüfte kreisen, um ihn irgendwie näher an meinen Eingang zu manövrieren.
Er knirscht mit den Zähnen. Vielleicht denkt er an Kondome. Aber ich gebe ihm keine Chance, diesem Gedanken Ausdruck zu verleihen.
„Fick mich!“, winsele ich so verzweifelt und flehend, dass ich selbst überrascht bin. „Spieß mich auf. Bitte! Mach schon!“

Er rutscht ein Stück hinunter und mein Kreisen erledigt den Rest. Bereiter als jetzt war ich niemals. Daher schiebt sich etwas Gigantisches ohne irgendeinen Widerstand in mich hinein.
Monate ohne Sex und dann kommt ein Mann daher, der nicht eben klein gebaut ist. Ohne meine maßlose Geilheit gäbe es vielleicht ein Problem. Aber so ist es einfach nur höllisch gut.

Ich habe dieses seltsame Gefühl, wenn etwas Stumpfes sich in meinen Körper schiebt und sich Platz verschafft, wo eigentlich nicht so richtig welcher ist, nie vermisst. Aber jetzt frage ich mich, wie ich ohne es leben konnte.
Es ist kein notwendiges Übel. Dieses Ding gehört da rein, verflucht. Ich fühle es bis in die Haarspitzen.
Es drückt und schiebt und reibt so unglaublich. Und daran hängt ein Mann, der mich in seinem Arme schließt und mich fest packt. Fester, als ich es mir je zuvor hätte gefallen lassen.

Ich ringe nach Luft und bekomme trotzdem nicht genug. Sein eindringender Penis - Schwanz! - raubt mir den Atem. Ebenso wie sein schmerzhaft harter Griff an meiner Hüfte.
Mein Mund öffnet sich und ich wimmere. Immer lauter und lauter, bis ich fast schreie. Und dann ist er in mir. Ganz. Bis zum Anschlag. Heilige Scheiße!

Ich habe nie zuvor den Moment der Klarheit erfahren, den ich gerade erlebe. Meine Augen gehen auf und ich betrachte sein angespanntes Gesicht. Seine Kiefer malen. Schweiß steht auf seiner Stirn. Seine Augen sind geschlossen. Seine Muskeln und Sehnen treten hervor. Adern pulsieren deutlich unter der Haut.
Ein Schwanz steckt in meiner Muschi und ich fühle, wie er ganz tief darin etwas berührt. Etwas, was ein köstliches Ziehen hervorruft. Aber ebenso köstlich ist das Wissen, dass er ganz in mir steckt.
Ich bin erregt bis in die Fußnägel. Einige Stellen meines Körpers lechzen so sehr nach Berührung, dass ich vielleicht bei einem zufälligen Streifen schon kommen könnte. Ich bin so außer mir vor Geilheit, dass ich meinen Namen nicht mehr weiß. Aber ich bin völlig klar und wie losgelöst, als ich ihn ansehe. Und ich weiß plötzlich ganz genau, was ich will.

„Benutz mich, Richard“, stöhne ich. „Denk nicht an mich.
Fick mich, bis du kommst.
Fick mich ohne Rücksicht.“

Es gibt Männer, die das auch ohne Aufforderung einfach tun würden. Aber dieser Typ gehört nicht dazu.
Ich habe ihn völlig falsch eingeschätzt. Er wird sich nicht gehen lassen, wenn ich ihn nicht dazu zwinge. Aber ich habe eine Waffe, gegen die er machtlos ist. Und er steckt schon bis zum Anschlag darin.
Er grunzt und reißt die Augen auf. Gier und Vernunft kämpfen darin miteinander. Und ich schlage mich auf die Seite der Gier.

„Fick mich hart!“, schreie ich ihn heiser an. „Bitte! Bittebittebitte… Fick mich endlich! Wie das kleine Flittchen, das ich bin!“
Ich heule vor aufgestauter Geilheit. Und ich gewinne schließlich gegen seinen Anstand. Der wird sich hoffentlich auch irgendwo erhängen gehen.
Der kultivierte, selbstsichere Mann in Richard bricht zusammen und etwas anderes übernimmt die Kontrolle. Etwas, das in jedem erfolgreichen Geschäftsmann irgendwo steckt. Etwas Dunkles, Brutales und Hartes. Ein Raubtier. Ein Monster.

Er packt meinen Hals und ich könnte schreien vor Freude - wenn ich noch in der Lage wäre, einen Mucks von mir zu geben.
Völlig rücksichtlos stützt er sich auf mir ab und zieht sich zurück. Er holt Schwung, sein Schwanz verlässt mich fast ganz. Und dann stößt er zu. In einer einzigen, schnellen, harten Bewegung rammt er seinen Prügel in mich hinein, bis sein Becken gegen meines knallt und ich Sterne sehe.
Mein Schrei schafft es nicht aus meinem Hals. Aber ich kann immerhin meine Beine und Arme benutzen, um ihn noch fester an mich zu reißen.
Gott - im - Himmel!

Als er mit der anderen Hand eine meiner Brüste packt, verliere ich den Boden unter den Füßen. Er packt einfach nur zu und quetscht sie hart. Schmerzhaft. So wie der Moment, wenn er ganz in mir ist und etwas in mir mit der Gewalt einer Dampframme trifft.
Ich will schreien vor Schmerz und gleichzeitig jubeln vor Freude. Ich verstehe es nicht, aber es ist wunderbar.
Richard fickt mich gewaltsam. Und ich stehe unmittelbar davor, zu kommen. Aber es ist als würde seine Hand an meinem Hals mir nicht nur die Luft zum Atmen nehmen, sondern mich auch genau vor dem Point of no Return halten. Und zwar für immer und ewig.

Meine Welt besteht nur noch aus Schmerz und Lust, die ineinander übergehen. Ich habe mich noch nie so begehrt und weiblich gefühlt. Ich habe ihm die Selbstkontrolle genommen. Ich bin diejenige, wegen der er soweit die Kontrolle verliert, dass er jemanden - mich - vielleicht erwürgen wird.
Er stöhnt, keucht, schreit schließlich sogar. Sein Schwanz bewegt sich schneller ein und aus, als ich überhaupt wahrnehmen kann. Oder meine Wahrnehmung verlangsamt sich. Die Dinge verschwimmen jedenfalls vor meinen Augen und die Lust, die sich weiter und weiter aufstaut, ohne sich entladen zu können, macht mich gerade wahnsinnig. Buchstäblich.
Nach einer Ewigkeit voller Empfindungen, die ich nicht kannte, schreit er plötzlich ganz laut und versenkt sich tief in mir. Und dann zuckt sein Schwanz. Er kommt!

Das ist mein letzter, bewusster Gedanke, denn in diesem Moment nimmt er die Hand von meinem Hals und mit dem ersten Atemzug komme auch ich. Und vielleicht sterbe ich auch dabei. Aber wenn, dann war es das wert!
Alles, was sich aufgestaut hat, bricht über mich herein, als wäre ein Staudamm geöffnet worden. Schreien und Atmen erweisen sich als inkompatibel, als tue ich mehr Ersteres als Letzeres, weil es einfach wichtiger ist. Und ansonsten verliere ich völlig die Kontrolle über meinen Körper, als jede einzelne Nervenbahn beschließt, nur noch Stromschläge in mein Gehirn zu schicken.
Ich glaube kaum, dass ich es von außen betrachtet - oder auch nur einer Beschreibung nach - als den großartigsten Orgasmus meines Lebens identifiziert hätte. Aber genau das ist es. Und es knipst mir komplett die Lichter aus, lange bevor ich damit fertig bin, es zur Gänze zu genießen.

Als ich wieder da bin, ist es so plötzlich, wie das Wegbrechen. Nicht wie Aufwachen, sondern eher wie der Moment, wenn das Wasser im Ohr nach dem Schwimmen plötzlich abfließt.
Ich liege halb auf der Seite und halb auf einem warmen Körper. Richard. Und er hat einen Arm um mich gelegt und spricht. Aber nicht mit mir, wie ich gleich darauf feststelle.
„Ja“, sagt er irgendwie entschuldigend. „Tut mir leid, aber ich konnte nicht bleiben. Mir ist etwas wirklich… Wichtiges dazwischen gekommen.“

Er telefoniert. Also kann ich mir die Zeit nehmen, erst einmal gründlich über meine Situation nachzudenken. Gleich, nachdem ich meinen Zustand überprüft habe.
Ganz vorsichtige Muskelanspannungen zeigen mir, dass ich noch alle Gliedmaßen habe. Und einige Muskeln, von deren Existenz ich nichts geahnt habe. Mein Körper ist soweit intakt. Und er kündigt mir schmollend an, dass er mir morgen höllisch wehtun wird.

Eine tiefere Sondierung macht mir bewusst, dass mir Sperma aus der Vagina läuft.
Warum gefällt mir das jetzt nicht?
Ah… Ja. Mir läuft Sperma aus der Muschi. Das klingt viel besser.
Und irgendwie ist es auch nicht ekelig. Ich habe nicht den Hauch des Drangs, auf die Toilette zu gehen und mich zu säubern. Ich finde es im Gegenteil irgendwie ein wenig scharf, dass es passiert. Es beweist schließlich, dass ich nicht geträumt habe.
Was mich zur nächsten Sondierungsebene bringt…

Im Geiste berufe ich eine Vollversammlung ein und bestelle alle in mein Büro. Die Vernunft erscheint zuerst. Wie immer. Aber sie würdigt mich keines Blickes. Danach überraschen mich Weiblichkeit und Libido Hand in Hand. Sie sind vergnügt und trällern alberne Liedchen, während sie sich ganz dreist auf meinen Schreibtisch setzen.
Auf dem Platz der Würde steht ein kleiner Grabstein. Für die Emanzipation wäre nicht einmal mehr ein Stuhl vorhanden. Und da, wo sonst der Stolz sitzt, finde ich eine… wunderschöne, junge Frau vor. So habe ich mich nun wirklich noch nie selbst betrachtet. Holla…
Die meisten anderen sind unverändert und generell ziemlich desinteressiert. Eine namhafte Ausnahme stellt allerdings die Neugier dar, die mit den beiden Schreibtischbesetzerinnen tuschelt. Was mir milde Sorgen bereitet.

Als Fazit lässt sich also ziehen, dass meine Emanzipation gekündigt hat, ich meine Würde wohl los bin und mein Stolz eine ziemlich offensichtliche Veränderung durchzumachen wünscht. Die zwei nackten Grazien, die unmittelbar mitverantwortlich für meine gegenwärtige Situation sind, werden sich kaum wieder völlig zum Schweigen bringen lassen. Und meine Vernunft redet nicht mehr mit mir.
Sonst noch was?
Ah… Ja. Die Neugier. Sie ist also auf der Seite der Libido und wird dazu beitragen, mich in Schwierigkeiten zu bringen. Mein Leben ist demnach im Arsch.

Böse starre ich jeden Versuch der Libido nieder, auf die letzten beiden Worte etwas zu erwidern. Und auch die Neugier bringe ich mit einer knappen Geste zum Schweigen. Ich muss nachdenken.
Und wie es nicht anders sein kann, wenn man mal einen Augenblick Ruhe braucht, klopft es an der Tür. Also knurre ich ein unwilliges Herein und… staune Bauklötze.

Meine geistigen Betriebsversammlungen finden seit jeher in den Räumlichkeiten der Ratio statt. Sicherlich wohnen solche Vorstandsmitglieder wie Stolz oder auch Libido eher auf der anderen Seite des Hirns, aber die Firmenzentrale steht hier. Basta.
Oder auch nicht basta, denn die Umzugshelfer, die ohne mich eines weiteren Blickes zu würdigen anfangen, mein Büro auszuräumen, tragen auf ihren Rücken den Schriftzug Emotio. Womit in etwa klar sein dürfte, was ich mir selbst mit meinen völlig bescheuerten Metaphern zu sagen versuche.
Und ich muss mich ernstlich fragen: Hab ich sie noch alle?
Die Antwort kommt von außen. Von Richard. Und sie ist nicht einmal an mich adressiert.

„Du bist eine echte Nervensäge, Tim“, sagt er deutlich leiser als zuvor. Fast schon verschwörerisch. Was mich natürlich aufmerksam macht.
Vorher habe ich weggehört. Es ging zumindest teilweise um Geschäfte und teilweise um Privatkram. Ohne Stoppwörter wie ‚Ehefrau‘, ‚Freundin‘ oder ‚Haftbefehl‘. Also ging es mich nichts an. Und das respektiere ich. Aber jetzt…?

„Also gut“, raunt er. „Der Grund ist eine Frau und du musst gar nicht erst nachfragen: Sie schläft hier direkt neben mir.“
„Du hast keine Ahnung wie scharf, Kumpel“, beantwortet er leise lachend eine Frage. „Als ich sie sah, dachte ich an eine solide Acht. Dann kommen ein paar Eiswürfel ins Spiel und sie kletterte auf eine starke Neun. Und mit zwei oder drei Sätzen auf eine satte Zehn.“
„Moment. Ich bin noch nicht fertig. Sex in der Disko haben zu wollen, auf der Treppe nach oben in meinen Armen zu kommen und mich dann auf der Fahrt ins Hotel mit den Augen aufzufressen, ohne ein Wort zu sagen, geben jeweils einen Bonuspunkt. Und für das, was sie danach getan hat, bekommt sie weitere zehn. Wenn das mal reicht.“
„Was? Die Skala ist nach oben offen. Und du hättest ihr nicht weniger Punkte gegeben.“
„Du hättest ihr nicht weniger gegeben, Alter. Und ich muss selbst überlegen, ob die zehn Bonuspunkte nicht das absolute Minimum sind.“
„Nur über meine Leiche. Das werde ich nicht einmal am Sterbebett dem Beichtvater sagen.“
„Keine Chance, Mann. Ich fühle mich schon schlecht, weil ich das mit der Treppe erwähnt habe. Sie ist… ne echte Lady, weißt du? Obwohl ich zuerst auf Tippse aus gutem Haus getippt habe.“
Auf die nächste Frage hin räuspert er sich nur. Es klingt ein wenig peinlich berührt. Und die unverständliche Stimme am anderen Ende wird ein wenig lauter.
„Ich kam einfach nicht dazu, auch nur an Kondome zu denken, Mann.“
„Dann ist das eben lebensmüde. Aber das war es wert.“
„Hör schon auf. Sie ist keine von der Sorte. Sie ist sauber..“
Ja. Ich weiß, dass du nicht das gemeint hast. Und ich weiß auch, dass ich gerade ziemlich leichtsinnig bin. Aber ganz ehrlich, Mann… Ich glaube, ich werde die fragen, ob wir uns wiedersehen.“
„Nein. Kein Fieber, keine Kopfschmerzen. Und auch keine Heiratspläne, falls du das befürchtest. Ich habe ja kaum zehn Sätze mit ihr gewechselt. Aber das würde ich irgendwie gern nachholen. Ich glaube, das könnte sich lohnen.“
„Rebecca ist nun wirklich kein Vergleich, du Idiot. Sie ist deine Schwester und sie anzufassen, würde sich falsch anfühlen…“

Ich klinke mich an dieser Stelle wieder aus und lausche nur noch auf verdächtige Worte. Ich brauche etwas Zeit, um darüber nachzudenken. Ich hatte keine Ahnung, dass Männer genauso schlimm sind, wie die Witzfiguren bei Sex and the City. Also gewissermaßen wie Klischee-Frauen.
Aber irgendwie kann ich bei aller intellektuellen Verachtung für diese Art von Gespräch ein völlig debiles Grinsen auf meinem Gesicht spüren. Und das ist besorgniserregend. Oder?
Meine Güte… Wieso fühlt es sich so gut an, dass er meine sexuellen Qualitäten wie ein Pferdehändler anpreist? Das ist erniedrigend und unverschämt und…
Ich gebe auf, als mein neuer, zutiefst weiblicher Stolz sich von ihrem Stuhl erhebt und mir androht, mich gleich übers Knie zu legen.

Fühlen sich so Frauen, die nicht ihre gesamte Energie in den Kampf gegen die Ungleichbehandlung der Geschlechter stecken?
Ich muss mir diese Frage stellen. Schließlich war das weitaus mehr als ein Hobby für mich. Und jetzt scheine ich all das in ein paar Stunden verraten, verkauft, gekreuzigt und aus dem Fenster geworfen zu haben. Ich habe… ‚die Sache‘ verraten.
Und ich fühle mich so unglaublich gut dabei. Ich muss an den blöden Meier aus der Marketing-Abteilung und seinen saudummen Spruch denken. Aber dann wird mir klar, dass er nur den Tropfen geliefert hat, der das Fass zum Überlaufen brachte.

Ich habe immer gegen die Ungerechtigkeiten und Unterschiede gekämpft. Und diesen Unterschieden verdanke ich jetzt die schönsten Stunden meines Lebens.
Die Ungerechtigkeiten bringen mich weiterhin mächtig auf die Palme. Sogar meine Weiblichkeit macht ein finsteres Gesicht, wenn ich an ein oder zwei Beispiele denke. Nur meine Libido schockiert mich, indem sie demonstrativ an sich herumspielt. Aber so weit werde ich nicht gehen. Niemals.
Jedenfalls in einigen Punkten. Da werde ich hart bleiben. Egal was die kleine Schlampe mir einflüstern will.

Aber bei den Unterschieden sieht die Sache anders aus. Ich habe eine Muschi und er einen Schwanz. Und wenn das nicht so wäre, dann würde ich mich jetzt nicht so unglaublich gut gefickt fühlen.
Er ist so stark. Er hat mich so weit getragen, ohne auch nur die geringsten Anzeichen von Schwäche zu zeigen. Und ich habe mich dabei so unheimlich gut gefühlt. So beschützt und geborgen und behütet. Das kann doch nicht alles schlecht sein!

Natürlich würde ich mich von ihm nicht in die Küche schicken lassen.
Ein wenig herumkommandieren vielleicht. Besonders, wenn er dabei knurrt. Und wenn er mich zur Belohnung fickt…
Gott im Himmel! Ich würde mich von ihm in die Küche schicken lassen! Das ist ja schrecklich!

Gut… Ich würde ihm auch die Augen auskratzen, wenn er sich auf meiner Anbetung ausruht. Und ich würde nicht meinen Job für ihn aufgeben. Aber ich muss wohl einige Konstanten in meinem Leben neu überdenken. Irgendwie führt kein Weg daran vorbei.
Es muss einen Weg geben, der fair ist und gleichzeitig die Möglichkeit bietet, die Vorzüge der Unterschiede der Geschlechter zu genießen. Eine Problemstellung, die ich meiner Vernunft servieren werde, wenn sie nicht mehr schmollt.
Jetzt habe ich allerdings eine ganz andere Herausforderung zu bewältigen.

Richard telefoniert noch immer. Er straft sein offensichtliches Alter Lügen, indem er mit seinem Freund über Spielkonsolen streitet und sich dabei einer Sprache bedient, die bei den heutigen Jugendlichen gerade hipp sein dürfte. Und irgendwie… macht ihn das frustrierend attraktiv.
Als bräuchte ich noch mehr. Allein neben ihm zu liegen und mit meinem Bein auf seinem das gelegentliche Muskelspiel zu fühlen. Und an meinem Oberkörper die vereinzelten Bewegungen zu spüren.
Vielleicht bin ich komplett von Sinnen, aber ich werde langsam wieder scharf. Und er hat genug Energie, um über Blödsinn zu reden. Also hat er keine Ausrede.

„Warte mal“, sagt er ins Smartphone und hält das Mikro zu, als ich mich langsam an seiner Seite nach unten schiebe. „Hey, Schönheit“, wendet er sich an mich. „Lass mich schnell das Telefonat beenden und…“
Erst will ich antworten, aber mein Hals ist rau und meine Stimmbänder wollen nicht so recht. Also schüttele ich nur den Kopf, während ich die Decke von seinem Unterleib ziehe. Er starrt mich an als wäre ich von einem anderen Stern.
„Du willst…“, sagte er stockend und schluckt, als ich mich mit vollem Körpereinsatz über sein Bein schiebe, um zwischen seine Schenkel zu gelangen. „Ich soll.. weiter…?“

Ich lecke mir über die Lippen, nachdem mir die Festigkeit seines Beins einen sehr überraschenden Schauer der Lust verpasst hat, als meine überempfindliche linke Brust darüber streifte. Er hat sie wirklich sehr hart angefasst. Allein die Erinnerung daran…
Außerdem nicke ich ihm zu. Und dann nehme ich einen Schwanz in Augenschein. Irgendwie zum ersten Mal in meinem Leben so richtig aus der Nähe und bei voller Beleuchtung.

„Sorry, Alter. Bin zurück“, sagte er.
Sein Prügel sieht auch unerigiert sehr groß aus. Er liegt auf der Seite und ich vergleiche ihn unwillkürlich mit meinem Vibrator. Fast doppelt so dick schätze ich.
„Ja. Sie ist aufgewacht“, erklärt Richard. „Aber sie will, dass ich weiter… Uh!“
Da ich meine Hände zum Aufstützen brauche, teste ich einfach gleich mit der Zunge, wie er sich anfühlt. Schließlich ist es mein Plan, ihm… einen zu blasen.
In seinem gegenwärtigen Zustand ist er eher weich. Weicher als ein Finger. Aber trotzdem nicht völlig schwabbelig. Und er riecht… nach Sex. So schmecke ich also? Mit Sperma vermischt zwar, aber… gar nicht so schlecht eigentlich.

„D-das kann ich nicht mit einfachen Worten erklären, Kumpel“, stammelt Richard ins Telefon.
Sperma wäre mir niemals im Leben in den Mund gekommen. Einem Mann, der mir auch nur ins Gesicht eja… gespritzt hätte, hätte ich die Eier abgerissen. Gestern…
Heute fühle ich ein Kribbeln im Bauch und überlege nicht lange. Noch einmal lecke ich mit der Zunge über das Ding. Länger diesmal und mit mehr Druck.
„Oh Shit!“, keucht er. „Ich glaube, ich sollte aufleg…“
Sofort funkele ich ihn an. Ich mag nicht sprechen, aber ich kann ihm auch mit einem Blick sagen, dass ich sofort aufhören werde, wenn er auflegt. Selbst wenn ich keine Ahnung habe, warum mir das so wichtig ist.
„Nein, Tim! Leg nicht auf. Vertrau mir und leg nicht auf. Du würdest… Ich muss… Bleib einfach dran, okay?“

Braver Junge. Dafür lecke ich noch einmal in einem langen Zug darüber. Diesmal kann ich mich auch mehr auf den Geschmack konzentrieren.
Ich würde es primär eine salzige Mischung nennen. Und ich würde das Aroma nicht als Geschmacksrichtung für Chips empfehlen. Nicht einmal für den englischen Markt. Aber dieser spezielle Cocktail hier ist von mir und ihm. Er ist der Beweis unserer Lust. Und das… macht mich tierisch an.
Richard ringt nach Luft, als ich seinen Schwanz in meinem Mund sauge. Viel redet er nicht mehr. Das übernimmt wohl sein Kumpel. So haben wir nicht gewettet…

Ich entlasse ihn wieder und sehe demonstrativ zu ihm hinauf. Und er erwidert den Blick mit der Hilflosigkeit eines Teenagers. Erst ein aufforderndes Nicken bringt ihn auf die richtige Spur. Ich lege meine Lippen an die Spitze seiner Eicheln und warte, bis er anfängt zu reden.
„Ich glaube, sie will, dass ich dir eine Schilderung dessen gebe, was hier gerade passiert“, sagte er fast schon geschäftsmäßig. Und dann in ganz anderer Tonlage: „Holy Shit!“
Die Entgleisung verbuche ich als Beleg dafür, dass leichtes Saugen in diesem Stadium seiner Erregung als angenehm empfunden wird. Ein wenig nimmt der Schwanz langsam an Umfang und Härte zu. Das gefällt mir!

„Sie leckt meinen Schwanz sauber“, keucht Richard. „Und bevor du fragst: Nein. Wir waren nicht zwischenzeitlich duschen.“
Ich erprobe ein wenig, wie ich ihn mit der Zunge hin und her bewegen kann. Fast schon spielerisch. Aber dann verändert sich alles sehr plötzlich und schnell. Binnen weniger Herzschläge schwillt er an und ich muss unwillkürlich stöhnen, als er mir dabei in den Mund wächst.
Ich mache das. Wegen mir wird er hart. Trotz aller Belastungen heute. Aber der eigentliche Grund für meine eigene, wachsende Lust ist tatsächlich das immer härter werdende Ding zwischen meinen Lippen.
Es macht mich geil, dass er hart wird. Dass ich es so deutlich fühle. Dass es mir die Luft raubt und mich fast zum Würgen bringt, weil er so tief in meinen Rachen ragt.

Richard wird hart und Cassy wird feucht. Eine ehemalige Freundin hatte einen anderen Namen dafür. Pflaumensturz hat sie es genannt, wenn sie etwas besonders toll fand. Oder ausdrücken wollte, dass sie jemanden geil fand.
Das Wort hat mir immer Brechreiz verursacht. Und jetzt ist es das Einzige, was mir in den Sinn kommt. Ich habe einen Pflaumensturz. Und allen guten Vorsätzen für einen - hoffentlich - gediegenen Blowjob zum Trotz will ich jetzt sofort dieses Ding wieder in mir haben.

Richard beschwert sich nicht, als ich mich aufrichte und über ihn krabbele. Er sieht mich nur an und gewinnt etwas von seiner Souveränität zurück. Vielleicht, weil er meine Lust erkennen kann. Aber vielleicht gewöhnt er sich auch nur an die Situation.
„Halt dich mal kurz geschlossen, Tim. Lass sie eben aufsatteln.“
Ich grinse. Das hat er richtig erkannt. Bei aller Gier nach diesem obszönen Stück Fleisch weiß ich nämlich nicht, was meine Muschi gerade so verkraften kann.

Ich krabbele weit genug hinauf, dass ich auf seinen Oberschenkeln sitzen kann. Dann mache ich eine Pause und nehme vorsichtig seinen Schwanz in die Hand. Es ist nur ein Gedanke, aber ich bin in der Stimmung, es auszuprobieren.
Ganz steif ragt das Ding mit einer kaum wahrnehmbaren Neigung zu seiner linken Seite in Richtung seines Bauches. Aber es lässt sich leicht in eine aufrechte Position bringen. Und so an meine Scham legen.
Das Ergebnis meiner Inspektion bringt mich zum Schlucken.

Dieser Penis in meiner Hand reicht mir fast bis an meinen Bauchnabel. Den - Bauch - na - bel!
Mit weit aufgerissenen Augen blicke ich zu Richard. Er ist unübersehbar amüsiert und gleichzeitig sichtlich erregt. Und mir geht das ja nicht anders, aber ich muss erst einmal kurz verdauen, dass mir dieses Ding zum Hals wieder rauskommen könnte, verdammt.
Vielleicht bekommt mein Blick deswegen eine ganz leicht vorwurfsvolle Note. Aber Richard lacht nur laut. Woraufhin ich ganz unwillkürlich etwas tue, was ich nicht mehr getan haben dürfte, seit ich keine Windeln mehr trage: Ich schmolle. Sichtbar.

„Das kann ich dir nicht wirklich in Worte fassen“, sagt er ins Telefon. „Aber das Bild wäre zehn Mal mehr wert, als der Rembrandt deines Vaters.“
Ich verenge drohend die Augen und versuche wirklich, ihm böse zu sein.
„Sie hat noch nicht mal angefangen, Tim. Aber ich sage dir, dass sie gerade das süßeste ‚der passt in mich rein?‘ Gesicht gemacht hat, das ich jemals gesehen habe.“
Ich will ihm böse sein. Und ich schaffe es auch, weiterhin wie eine gehirnamputierte Blondine zu schmollen. Aber seine Worte fühlen sich auch an wie eine Ganzkörpermassage mit einem Samthandschuh. Einfach, weil in seinen Worten kein Hohn liegt, sondern eher eine Art kindlicher Begeisterung. Von mir!

Kurzentschlossen gleite ich weiter an ihm hinauf und verdrehe die Augen dabei.
Sein Schwanz drückt von unten zwischen meine Schamlippen und gegen meinen Kitzler. Durch das langsame Rutschen fühle ich jede Unebenheit. Unwillkürlich bin ich dankbar, dass er dort unten sauber rasiert ist. Und gleichzeitig muss ich mich fragen, wie großartig sich genau jetzt ein paar zusätzliche Unebenheiten durch Schamhaare anfühlen würden.
Ich könnte - da bin ich mir absolut sicher - durch vor- und zurückgleiten auf seinem Ding zum Höhepunkt kommen. Ziemlich einfach sogar.
Wann zum Henker hat mein Orgasmus aufgehört, sich wie ein Reh zu benehmen, das ich nur mit viel Konzentration zu packen kriege? Ah… Ich erinnere mich. Es fing mit einer Treppe an…

„Sie lässt sich höllisch Zeit, Bro“, keucht Richard gerade gepresst in sein Handy.
Ich zwinge mich, die Augen zu öffnen und sehe in sein höchst konzentriertes Gesicht. Sein Blick ruht auf der Stelle, an der sich unsere Körper so zauberhaft berühren.
Mmhh… Er ringt um Beherrschung. Ich mache ihn wahnsinnig. Wie geil ist das denn?

Gedanke und Ausführung sind eins - was sich zu einem Problem entwickeln könnte, so häufig, wie es mir momentan passiert - als ich die Hand ausstrecke. Er lässt sich nicht groß bitten, schaut nur neugierig in mein Gesicht, als ich das Handy nehme. Dann runzelt er wieder die Stirn, weil ich natürlich weiter über ihn rutsche.
„Gut Ding… will Weile haben, Tim“, hauche ich in das topmoderne iPhone.
Was mich daran erinnert, dass ich dieses Ding auch kaufen wollte. Ich muss mir das notieren. Es liegt nämlich etwas besser in der Hand als mein…
Ohh… Scheiß drauf! Seine Eichel sagt gerade meiner Klitoris Hallo. Das ist wichtiger!

„Kennen wir uns?“, fragt die Stimme am anderen Ende der Leitung.
Dynamisch und mit einem gewissen, jugendlichen Unterton. So ähnlich wie die von Richard, aber etwas weniger dunkel und männlich.
„Noch nicht“, wispere ich. „Aber wenn du auch so einen absurd großen Schwanz hast, würde ich einen Termin für dich freimachen.“

Zu meiner Verteidigung: Ich weiß nicht wirklich, was ich da rede. Meine Libido hat mich in einem süßen und atemberaubenden Schwitzkasten und sie ist auch für das lüsterne Vibrieren in meiner Kehle verantwortlich. Ich kann nichts dafür.
Ich kann eigentlich nur die Augen geschlossen halten, weil ich im Zeitlupentempo mit einer prallen Eichel meine Klit reize und dabei in den Wolken schwebe.

„Du nimmst kein Blatt vor den Mund“, sagt die Stimme rau. „Das gefällt mir.“
Hmm… Hörbar erregt klingt er gleich schon viel maskuliner. Mir läuft ein Schauer über den Rücken. Und ich will verdammt sein, wenn ich eine Ahnung habe, was genau ihn ausgelöst hat. Aber es ist schön…
„Ich… gefalle gern“, sagt meine Libido durch meinen Mund. „Aber ich will auch dafür belohnt werden.“

Die unmittelbare Antwort darauf kommt nicht aus dem Handy, sondern von… Richard. Den hatte ich beinahe vergessen!
Er legt seine Hände von unten an meine Brüste und greift fest aber sanft zu. Zeigefinger und Daumen finden meine Nippel. Und die restlichen Finger finden andere, süße Punkte, die sie mit Druck verwöhnen können.
Ich japse und stöhne laut. Voll in das Handy. Ohne die geringsten Hemmungen.

„Besorgt er es dir schon? Oder belohnt er dich gerade nur?“
„Be-belohnung“, keuche ich. „Titten!“
„Warte nur, bis er wieder in dich eindringt. Mal sehen, wie laut du dann stöhnst.“
Oh Gott! Es ist, als wäre ich plötzlich mit zwei Männern zusammen. Mir wird ganz schwindelig.
„Fass… deinen Schwanz an“, wimmere ich ins Handy, während ich mich selbst in Position schiebe, um Richard in mir aufzunehmen.
„Tue ich längst“, grunzt Tim zur Antwort.

Jetzt gerade hätte ich überhaupt nichts dagegen, wenn Richard wieder die Führung übernehmen würde. Nichts könnte gerade weiter entfernt sein, als die Sorge darüber, wie gut ich ihn in meiner Muschi vertragen mag.
Aber er konzentriert sich auf meine Brüste und meine Nippel. Knetet sie. Zieht die Knospen in die Länge. Macht mich wahnsinnig!
Ich greife nach hinten und beuge mich gleichzeitig vor. Strecke ihm meinen Oberkörper entgegen. Ergreife seinen Schwanz. Und hebe ihn an, damit ich ihn mir einverleiben kann.
„Oh - mein - Gott!“

„Spießt du dich jetzt auf?“, fragt die Stimme in mein Ohr.
Ich kann nicht antworten. Ich kann nur hecheln. Wie eine Hündin, der zu heiß ist. Viel zu heiß.
Es ist unwahrscheinlich intensiv. Meine Muschi brennt. Vor Begierde und auch ein wenig vor Beanspruchung. Wäre ich nicht so maßlos erregt, würde ich es kaum ertragen können. Aber so… ist es großartig!
Der einzige Grund, weswegen ich mich nur ganz langsam absenke, ist der Genuss. Richard zischt und packt meine Brüste fester - was mir sehr gut gefällt. Und ich spüre seine Eichel, wie sie sich Platz in mir verschafft. Mich füllt, bis ich das Gefühl habe, gleich zu platzen.

„Wenn ich jetzt bei euch wäre…“, knurrte Tim.
Es klingt bedrohlich, wütend, maßlos erregt. Ich liebe diesen Klang!
„Dann…?“, stöhne ich atemlos.
„Du weiß, was ich dann tun würde“, grollt er. „Eine Frau wie du weiß das.“
„Sag es mir trotzdem“, wimmere ich. „Und sag nicht ‚Frau‘. Sag mir, was ich wirklich bin…“

Ich sitze auf Richard und fühle, wie er irgendetwas in mir mit seinem Schwanz mehr als deutlich berührt. Ich bin mir absolut sicher, dass er tiefer in mir ist, als beim ersten Mal. Und es passt dennoch. Wie auch immer.
Es fühlt sich intensiver an. Aber mein Kopf will noch mehr. Ich ahne, was Tim meinen könnte. Schließlich bin ich nicht dumm. Aber ich will es hören.

„Ich würde dich in den Arsch ficken, du kleine, geile Schlampe“, raunt er hart.
Mir stockt der Atem. Aber nicht vor Entrüstung. Soviel ist sicher.
„Bitte nicht…“, jammere ich flehend. „Du bist viel zu groß für meinen Arsch…“
„Tu nicht so! Du willst es doch auch!“
„Nein!“

Meine ich das ehrlich? Ich weiß es gerade nicht. Kann nicht denken. Aber eines ist scher: Dieser Satz hätte mich gestern noch zur Furie werden lassen.
„Doch!“, knurrt er. „Du sehnst dich danach! Und du wirst darum betteln, Schlampe!“
Für einen Moment sage ich nichts. Ich atme nicht einmal. Aber dann bekomme ich die Antwort auf meine eigene Frage aus meinem eigenen Mund.
„Ja, du Bastard! Fick meinen Arsch. Bitte… Bitte!“

Ohne es zu merken, habe ich angefangen, mich leicht vor und zurückzuwiegen. Das Lustgefühl nimmt sowieso mit jedem Herzschlag zu. Wie es dazu kommt, ist für mich nicht mehr wichtig.
Wäre Tim hier, dann würde er jetzt…
OhGott!

Ich erstarre. Fantasie und Wirklichkeit verknoten sich fast untrennbar, als etwas Festes meinen Hintern berührt. Sich zwischen meinen Pobacken vortastet, bis es gegen mein Poloch drückt.
Es ist nicht Richards Schwanz. Der füllt mich noch immer völlig aus. Aber was ist es dann?
„Fühlst du es?“, fragt Tim. „Bist du jetzt sprachlos?“
Ich winsele möglicherweise.
Und dann jaule ich eindeutig, als sich der Druck verstärkt und mein Schließmuskel etwas nachgibt. Es ist ungewohnt, unangenehm, schmerzhaft. Und es macht mich an.

Ein Arm an meinem Arsch fängt an, mich zur Bewegung zu drängen. Wem er gehört, weiß ich nicht. Aber ich folge, wie man es von einer kleinen, geilen Schlampe erwartet. Ich schiebe mich auf dem Schwanz in meiner Muschi vor und zurück und presse mich bei jeder Rückwärtsbewegung dem Eindringling an meinem Arschloch entgegen.
Immer weiter schiebt er sich hinein. Die Reibung dabei ist irrsinnig. Aber ich scheine sogar dort ein wenig feucht zu sein. Oder ich nehme es einfach nicht mehr richtig wahr, dass es eigentlich höllisch wehtun sollte.

Längst liegt mein Oberkörper flach auf Richards Brust und ich gebe mich ihm und seinem gesichtslosen Freund völlig hin. Sie reden mit mir, beschimpfen mich. Grunzen, stöhnen und schnaufen. Und ich bettele und flehe und schreie vor Lust.
Mehr ist da nicht. Ich habe keine Ahnung, wie lange das geht. Ich bin kein Mensch mehr, sondern nur noch ein Stück Fleisch. Voller Geilheit und völlig triebgesteuert.
Ich komme. Und nicht nur einmal. Ich habe keinen blassen Schimmer wie oft.

Nur eines bleibt mir unauslöschlich und vollkommen klar im Gedächtnis. Es ist der Moment, als Richard zum Orgasmus kommt.
Den Eindringling bis zum Anschlag im Arsch und seinen Schwanz ebenso tief in der Muschi werde ich von einer Pranke gepackt und an ihn gepresst. Ich kriege keine Luft, mir ist schwindelig, ich schwitze wie nie zuvor und ich kann nicht aufhören zu winseln.
Und dann fühle ich es. Auch wenn das angeblich unmöglich sein soll. Ich fühle, wie er kommt. Spüre seinen Samen, der nicht einfach meine Muschi, sondern meinen Körper flutet. Mir durch alle Adern schießt. Mich kommen lässt. Zusammen mit ihm.

Es raubt mir nicht die Besinnung. Aber ich bin am Ende. Ich kann nicht einmal Protest signalisieren, als Richard seine Finger aus meinem Po entfernt oder mich an seine Seite bugsiert. Ich bin fertig. Und ich bin so restlos und vollständig und himmlisch befriedigt, wie nie zuvor.
Einen Sekundenbruchteil später bin ich eingeschlafen. Und es interessiert mich nicht die Bohne, dass meine letzte Wahrnehmung die von meiner Vernunft ist, wie sie sich schlotternd in eine Ecke drückt, während meine Libido, meine Weiblichkeit und wer weiß welche Merkmale noch drohend auf sie zugehen.

Als Nächstes spüre ich, wie etwas meine Nase kitzelt, und merke, dass ich aufwache. Ein angenehmer Geruch, der mir vage vertraut vorkommt, füllt meine Nase. Und da ist Hitze an meiner Vorderseite.
Ich fühle mich, wie nach einem Besuch im Fitnessstudio, den ich maßlos übertrieben habe. Selbst die kleinste Regung bringt mich fast zum Stöhnen vor Schmerz. Aber es ist ein guter Schmerz, denn…
Oh - mein - Gott! Ich fühle mich völlig durchgefickt. Und das liegt daran, dass mir genau das passiert ist!

Wie ein Wasserfall brechen Erinnerungsbilder über mich herein. Bilder von Sex. Bilder von Richard. Bilder von Körperteilen von mir, die ekstatisch zucken.
Ich erwarte einen lähmenden Schrecken zu fühlen, weil ich alle Prinzipien verraten habe, an die ich glaubte. Und da ist… Nichts.
Nur das Gefühl, richtig guten Sex gehabt zu haben. Und halb auf einem Mann zu liegen, der maßgeblich daran beteiligt war.

Ein Grinsen breitet sich auf meinem Gesicht aus. Ich kann es fühlen. Aber ich glaube, ich muss es auch sehen. Sicherstellen, dass mich aus dem Spiegel nicht ein völlig fremdes Gesicht anstarren wird.
Richard schläft. Tatsächlich schnarcht er sogar leise. Und er hört nicht damit auf, als ich mich von ihm löse. Obwohl das eine ganze Weile dauert, weil wir buchstäblich aneinanderkleben. Mit Schweiß und Sperma und wer weiß was noch aneinander gekettet.
Bevor ich ins Bad seines Hotelzimmers verschwinde, muss ich einfach noch einen Blick unter die Decke wagen. Und mir unwillkürlich über die Lippen lecken, als ich seinen Schwanz in aller Pracht stehend darunter vorfinde.
Träumt er von mir? Oder ist das eine dieser Morgenerek… - Latten! - Morgenlatten?

Ich weiß es nicht und werde ihn nicht wecken, um ihn zu fragen. Wenn ich Glück habe, bin ich verschwunden, bevor er aufwacht. So kann ich einem Gespräch über Dinge aus dem Weg gehen, die mir selbst nicht klar sind. Fragen ausweichen, auf die ich die Antwort nicht kenne.
‚Ach… Sei ehrlich zu dir selbst, Cassandra‘, schimpfe ich stumm. ‚So kannst du verhindern, ihn anzuflehen, dich wieder und wieder zu vögeln und ihm völlig hörig zu werden.‘
Mit geschürzten Lippen muss ich mir zugestehen, dass da was dran sein mag. Und kein enthusiastisches Nicken meiner Libido wird mich davon überzeugen, mich gerade jetzt auf so etwas einzulassen. Erst muss ich mit mir selbst ins Reine kommen.
Und dann… vielleicht… mit Richard oder einem anderen Mann… gelegentlich… So wie in ‚zwei bis fünfmal pro Nacht‘…
Schluss damit, verdammt!

Im Bad erkenne ich mich wirklich nicht im Spiegel. Meine Haare stehen in mehr Richtung ab, als physikalisch möglich sein dürfte. Mein Gesicht ist verknittert und auf meiner Haut sind Spuren der nächtlichen Aktivitäten zu sehen. Und meine Augen… meine Augen…
Was zum Henker ist in mich gefahren, dass ich strahle, wie ein defektes Kernkraftwerk?
Die Antwort kommt direkt aus meinem Kopf und bringt mich gegen meinen Willen zum Grinsen: Ein richtig großer Schwanz.

Ich sortiere notdürftig meine Haare und setze mich dabei auf die Toilette. Das Brennen in meiner Vag… Muschi lässt mich die Augen aufreißen. Verfluchte Scheiße, das tut weh! Und trotzdem läuft mir ein Schauer über den Rücken, weil ich genau weiß, weswegen es sich so anfühlt.
Kopfschüttelnd muss ich darüber nachdenken, wie oft meiner Vermutung nach schon ein Mann über mich gesagt hat, ich müsse wohl einfach nur mal richtig durchgenommen werden, damit ich zur Vernunft komme. Offenbar hatten diese Penner alle recht.
Ich kann es kaum fassen, aber ich habe mich selten in meinem Leben so gut gefühlt. Und ich bereue… gar nichts.

Naja… Warum sollte ich auch? Ich bin eine erwachsene Frau, die sich von einem Mann abschleppen ließ, um Sex zu haben…
Oookay. Die einen Mann abgeschleppt hat, um Sex zu haben.
Na und? Andere Frauen tun das ständig.
Jaja… Und ich habe genau auf diese Frauen immer herabgesehen und mich für etwas Besseres gehalten. Sie sogar verachtet.
Jetzt habe ich meine Meinung eben geändert. Schließlich bin ich eine Frau. Ich darf das. Es gibt eine eigene Abart der Logik, die es mir erlaubt. Weibliche Logik.

Meine Güte fühlt es sich gut an, sich wie eine Klischee-Frau zu verhalten. Ich glaube, ich möchte Schuhe kaufen gehen. Vielleicht gefällt mir das ja auch. Und außerdem ist da irgendwas an hochhackigen Schuhen, was Männer verrückt macht. Und ich mag verrückte Männer, wie ich gerade herausfinde.
Ich denke, ich möchte so einige Experimente machen, um herauszufinden, wie verrückt ich sie machen kann.

Nach der Toilette liebäugele ich ernsthaft mit der Dusche. Aber ich würde damit das Risiko erhöhen, Richard zu wecken. Und ich möchte ehrlich erst einmal in Ruhe über meine Situation nachdenken, bevor ich mich wieder seinen Augen stelle. Die machen mir nämlich die Knie weich und haben nachteilige Wirkung auf mein Denkvermögen.

Mit seinem Kamm richte ich mein Haar notdürftig und schleiche dann ins Zimmer zurück, um meine Klamotten einzusammeln.
Upps! Das hatte ich vergessen…
Das ist ein Problem.

Als ich das Zimmer schließlich verlasse, bin ich knallrot im Gesicht. Ich fühle mich wie eine Diebin. Und ich bin mir sicher, dass ich die innere Diskussion über meine Vorgehensweise und den Plan für meinen Heimweg besser hätte führen können.
Tatsächlich fühle ich mich sogar wie eine Idiotin. Wenn auch eine sexy Variante dieser Untergattung der Menschheit. Wann habe ich angefangen, mit meiner Libido - also mit meiner Muschi - zu denken? Und wo steckt bloß meine Vernunft? Warum steht sie mir in so einer Situation nicht bei?

Ich habe Richard eine Notiz hinterlassen. Ich habe seine Handynummer aus seinem Smartphone abgeschrieben und ihm versprochen, mich zu melden. Um ihm zurückzugeben, was ich ihm stibitzt habe. Und um es wiedergutzumachen.
Ich habe nicht lange überlegt, was ich dazu schreiben sollte. Was mir rückblickend wie eine weitere Leichtsinnigkeit vorkommt. Eine Formulierung wie ‚du kannst dir aussuchen, womit ich es wiedergutmachen soll‘ erlegt ihm erschreckend wenig Beschränkungen auf, nicht wahr?
Hoffentlich enttäuscht er mich nicht und reizt diese Freiheit bis zum Äußersten…
Herrgott nochmal! Schluss damit!

Ich muss mich zusammenreißen. Es reicht, dass ich einen Herren-Sommermantel trage und darunter völlig nackt bin. Wie passend, dass er in der Disko wohl nur sein Jackett an der Garderobe zurückgelassen hat und sein Mantel sicher über seinem Stuhl im Hotelzimmer hing. Als würde er dort auf mich warten.
Aber wie zur Hölle konnte es mir als gute Idee erscheinen, ihm meine zerrissene Kleidung und sogar meine Unterwäsche aus der Handtasche als ‚kleine Entschädigung‘ dazulassen?
Und wieso fühle ich mich so unwahrscheinlich verrucht und bin schon wieder feucht?
Das ist doch absurd!

Ich komme nicht dazu, auf dem Heimweg über meinen seltsamen Mangel an Vernunft nachzudenken. Die Leute starren mich an. Schließlich trage ich einen geschlossenen Mantel. Im Sommer. Und vermutlich sehe ich auch etwas verkrampft aus.
Ich fühle die wissenden Blicke der Hotelangestellten, als ich mich an einem Samstagmorgen ziemlich früh aus dem Gebäude schleiche. Das kennen die sicherlich schon. Und vermutlich würden nicht einmal die Details meines Bekleidungszustandes sie schockieren. Aber darauf lasse ich es keinesfalls ankommen.

Vor dem Hotel treffe ich eine weitere unvernünftige Entscheidung. Das häuft sich langsam.
Ich hätte in eine Boutique gehen und mich komplett einkleiden können. Ohne Zweifel hätte eine Verkäuferin daraufhin etwas über meinen vorherigen Zustand gewusst. Aber wie schlimm wäre das gewesen?
Oder ich hätte mir ein Taxi rufen lassen können. Auch wenn ich dazu der jungen Frau an der Rezeption in die Augen hätte sehen müssen. Aber die weiß ohnehin schon alles, was sie wissen muss. Und angesichts der Klasse des Hotels kann sie auch den Mund darüber halten.
Stattdessen schlendere ich zu Fuß nach Hause. Etwa zwei Kilometer weit!

Am Anfang halte ich krampfhaft den Mantel geschlossen und ziehe den Kopf ein. Aber dann gleitet meine Libido an meine Seite. Ich habe sie noch nie so zufrieden gesehen. Wobei ich sie ja sowieso selten gesehen habe. Vielleicht insgesamt in meinem Leben ungefähr so lange, wie in den letzten zwölf Stunden zusammengenommen.
Sie ist nackt. So wie ich unter dem Mantel. Und es macht ihr überhaupt nichts aus. Was zugegebenermaßen zumindest ein wenig daran liegen mag, dass nur ich sie sehen kann. Aber bei ihr kann man sich da nicht sicher sein.

Als sie den Kopf dreht, um einem jungen Mann hinterher zu sehen, mache ich es ihr nach. Und er blickt auf, stutzt, mustert mich rasch und sieht mir dann in die Augen. Für einen Moment vergisst er sein Smartphone und… lächelt.
Und ich… lächele zurück. Wir nicken einander zu und gehen unserer Wege. Aber… Wow! Er war mindestens fünf Jahre jünger als ich und attraktiv genug, um von jungen Frauen umschwärmt zu werden. Und er hat mich angelächelt.

Ich kann nicht verhindern, dass ich ein wenig strahle, als meine Weiblichkeit sich auf der anderen Seite zu mir gesellt. Ihr Gesichtsausdruck ist ein Spiegelbild von meinem. Wir fühlen uns seltsam gewertschätzt. Auf eine Art, die wir nie zuvor so wahrgenommen haben.
Sie hakt sich auf der einen Seite ein und meine Libido auf der anderen. Allerdings ist Letztere ziemlich abwesend, denn sie starrt jedem halbwegs attraktiven Mann hinterher. Und einigen Frauen?! Ohje… Aber… Was soll‘s eigentlich? Wir schauen ja nur…
Ich entspanne mich langsam und höre auf, den Mantel festzuhalten als hinge mein Leben davon ab.

Natürlich bin ich ein wenig in Sorge. Wenn das Ding aufgehen würde…
Mein Stolz erscheint vor mir und sieht mich herausfordernd an. Sie ist von einer kleinen Lolita zu einer umwerfenden und wahnsinnig erotischen Lady geworden. Ich muss mir unbedingt ein mentales Foto von ihrem Outfit machen, auch wenn ich in so etwas kaum so… rattenscharf aussehen dürfte. Oder?
Sie sieht mich an und ihre Augen stellen mir eine Frage: ‚Ja? Was wenn? Was wenn der Mantel aufgehen würde? Würdest du dir dann von irgendwem die Butter vom Brot nehmen lassen, Cassandra? Oder würdest du dem Ersten, der dir blöd zu kommen versucht, eine deftige Lektion erteilen?‘

Libido und Weiblichkeit nicken bedächtig. Und irgendwo in den Hinterzimmern meines Geistes scheint eine Art geknebelter Stimme sich Gehör verschaffen zu wollen. Aber das bilde ich mir wohl nur ein.
Schließlich muss ich eingestehen: Mein Stolz hat recht. Ich bin weder hilflos, noch ein Opfer. Ich entscheide selbst, wann ich mich jemandem ausliefere. Und wie lange oder zu welchen Bedingungen. Weder ein Business-Kostüm noch die völlige Abwesenheit von Kleidung ändert etwas daran.

‚Emanzipation‘, erinnere ich mich an etwas, was ich einmal gelesen habe, ‚hat weniger damit zu tun, wie andere mit mir umgehen. Sie dreht sich mehr darum, wie ich mit anderen umgehe. Und mit mir selbst.‘
Es macht mich nicht schwach, mich in einer Frauenrolle wohlzufühlen. Und es macht mich auch nicht schwach, mich den Begierden von Männern auszuliefern. Wenn ich das will, dann wäre es doch völlig dämlich - Oh, ich werde es genießen, dieses Wort öfter zu benutzen - mir das zu verwehren.
Männer wie Frauen - alle Menschen - nutzen die Schwächen von anderen aus. Und bislang habe ich meine Weiblichkeit als Schwäche gesehen. Aber ich muss sie nicht erst anblicken, um zu verstehen, dass sie auch eine Stärke sein kann. Ebenso wie meine Libido. Und mein Stolz, was das angeht.

Ich mache mir im Geiste eine ganz neue, eigene Emanzipation. Und die erlaubt es mir, den Mantel so weit zu öffnen, dass man mein Dekolletee gut erkennen kann. Sie erlaubt mir auch, die Blicke zu genießen, die ich daraufhin von Männern erhalte.
Sie wird mir erlauben, jedem Typen, der sich nicht von diesem Anblick losreißen kann, in den Arsch zu treten. Und sie wird mir erlauben, Männer wie Richard - oder Tim - damit nach Herzenslust spielen zu lassen. Solange es mir ebenfalls Spaß macht.
Also…

„Fick dich, Feminismus. Ich steh auf Männer, die sich auch wie Männer benehmen und harte, dicke Schwänze haben!“
Und es ist mir völlig egal, dass mich jetzt drei Dutzend Leute entgeistert anstarren.
Aber ich gehe lieber trotzdem weiter, bevor ich gleich rot werde…