Kojotenhöhle

Was dich hier erwartet, ist nicht der Versuch, irgendetwas zu umschreiben. Ich nenne die Dinge durchaus beim Namen, auch wenn ich versuche, das niveauvoll zu tun. Und ich versuche außerdem, Geschichten zu erzählen, in denen der Sex ein Teil des Ganzen ist und nicht der einzige Teil. Man findet hier wohl auch Grenzwertiges für manche Geschmäcker. Ob man es als BDSM-artig oder als abartig empfindet, liegt dabei ganz im Auge des Betrachters.

Wenn es dir gefällt, lass es mich wissen. Wenn es dir nicht gefällt, gerne auch. Hinterlass mir einen Kommentar oder schreib es mir per Mail an Mike.Stone bei gmx.net .

Mittwoch, 15. Juli 2015

Lustvolle Unterwerfung - Dem Fremden verfallen

Ja, es ist bereits soweit. Neue Woche, neues Buch, wie ich bei Facebook schrieb. Und hier kommt daher schon das nächste eBook:



Worum es geht, lasse ich am besten wieder zunächst die Kurzbeschreibung erzählen. Dafür verfasse ich die ja schließlich.

Die Marketingexpertin Madison ist jung, verlobt und erfolgreich. Alles ist perfekt in ihrem Leben. Genau so, wie es sich ihre Eltern für sie wünschen. Und dennoch ist ihr nach einem großen Geschäftsabschluss in einer fremden Stadt ganz und gar nicht nach feiern zumute. Stattdessen irrt sie umher und flieht vor einem plötzlichen Wolkenbruch in eine Bar.
An diesem heruntergekommenen Ort entdeckt sie dann ihr altes Ich aus College-Tagen wieder. Diese ungezwungenere Maddie trinkt Bier, lässt sich zum Billardspielen um riskante Einsätze provozieren und flirtet auf Teufel komm raus mit dem Biker mit den blau-grauen Augen. Aber selbst voller wiedererwachtem, jugendlichem Leichtsinn ist sie nicht auf das vorbereitet - oder hätte sich auch nur erträumen können -, was noch auf sie zukommt.

Diese Erzählung beinhaltet Erotik, die nur für Erwachsene gedacht ist. Allerdings nicht zu erwachsen, denn es geht heiß zur Sache und der Puls des Lesers könnte sich unter Umständen rapide beschleunigen. Die Geschichte beinhaltet unverantwortlichen Leichtsinn, himmelschreiende Unvernunft und freche, sexuelle Belästigung sowie schamhaften und schamlosen Exhibitionismus und andere Unsittlichkeiten. Massenhaft andere Unsittlichkeiten.

Erster Band der mehrteiligen Geschichte - Die Sexsklavin des Bikers.

Testleserin Isa sagt:
Wenn sich mein Puls beruhigt hat, verfasse ich meine Kritik. Ich muss mir nur grad wirklich ein paar Minuten nehmen, damit nicht nur Tierlaute bei dir ankommen.
(Was sie sonst noch sagte, kann aus Diskretionsgründen hier nicht wiedergegeben werden, auch wenn der Autor es mit roten Ohren und breitem Grinsen erfreut zur Kenntnis nahm.)

Lustvolle Unterwerfung bei Amazon

Lustvolle Unterwerfung - Dem Fremden verfallen


Und auch diesmal gibt es natürlich wieder Zusatzinfos hier im Blog. Gute 27.000 Worte hat die Erzählung in diesem ersten Teil. Drei Teile werden es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit. Und dieser erste Teil ist für 2,99 € bei Amazon erhältlich - oder kostenlos ausleihbar über Kindle Unlimited für alle Amazon Prime Kunden.

Worum es konkret geht, ist wahrscheinlich nicht sehr verschleiert. Madison beginnt eine Reise und die Titelinformationen zeigen bereits die Richtung auf. Wer mich kennt, wird sich denken können, dass es nicht ohne Kurven zum Ziel geht - was auch immer dieses Ziel auch am Ende sein mag.

Ich habe mir aus sachkundiger Quelle versichern lassen, dass die Geschichte heiß ist. Wie schon in der Kurzbeschreibung erwähnt. Und wie dort gesagt, werde ich auch nicht noch weiter ins Detail gehen. Ich denke man kann sagen, dass diejenigen, die nicht sofort Ekelreaktionen bei den Schlagworten im Titel der Erzählung bekommen, vermutlich keinen Grund zur Klage haben werden. :-D

Für all diejenigen unter euch, die bei Fortsetzungsgeschichten schon die Augen verdrehen, will ich noch anfügen, dass die Geschichte in ihren Eckpunkten steht und das Ende bereits geschrieben ist. Das hier wird nicht Soulmates mit jahrelangen Wartezeiten - und ja, ich werde Soulmates auch fortsetzen. Dazu habe ich allerdings genug gesagt, denke ich.

Wenn ihr wollt und könnt, kauft euch mein eBook oder eines der anderen. Wenn ihr wirklich Bock habt, bewertet es. Auf diese Weise und mit dieser Hilfe werde ich bald Zeit für Soulmates und noch viele andere Geschichten haben, von denen dann auch nicht alle als eBooks verlegt werden. Wie ihr ja am Tag vor diesem Post sehen konntet, trägt meine gegenwärtige Kreativität durchaus auch Früchte, die für alle verfügbar vom Baum fallen. ;-D

In diesem Sinne …
… heißen Lesespaß mit der Sexsklavin des Bikers! ;-D

Dienstag, 14. Juli 2015

Kitty - Teil 02 - Kätzchen im Park

Kitty - Kätzchen im Park
Ein mehr als reizvoller Spaziergang
© 07/2015 Coyote/Kojote/Mike Stone


Und wieder eine Idee, geboren aus einer Unterhaltung über öffentliche Nacktheit. Wieder bei Facebook und wieder irgendwie inspirierend. In meinem Kopf knüpfte sich das irgendwie an Kling Glöckchen an, weswegen es in gewisser Weise ein zweiter Teil zu der Geschichte ist. Mit den gleichen Protagonisten, jedenfalls.
Der Dank gebührt diesmal in erster Linie Sandra und auch Marion. Sandra hat nicht nur den Rahmen geliefert, sondern auch ihre persönlichen Gedanken und Fantasien zum Thema Exhibitionismus so zauberhaft elaboriert, dass ich gar nicht anders konnte. Ich hoffe, du wirst dieses Geschichtchen genießen können, meine Liebe. ;-D

*****


*****


Tock. Tock. Tock.
Das Geräusch meiner Absätze auf dem Asphalt ist laut, obwohl ich schon allein wegen ihrer Höhe gezwungen bin, sehr vorsichtig und bewusst zu gehen. Mit diesen Schuhen stolziert man, oder man bewegt sich gar nicht. Sie sind schon fast eine Unmöglichkeit.
Trotzdem liebe ich sie abgöttisch. Und zwar nicht nur, weil sie hoch genug für Sex im Stehen ohne Verrenkungen sind. Nein, sie sehen auch einfach rattenscharf aus. Dezent mit Strass dekorierte Riemchen schlingen sich um meine Unterschenkel und reichen bis zum Knie. Sie akzentuieren meine zierlichen Unterschenkel und verdecken nichts. Das gilt auf für die Riemchen, die meine kleinen Füße in Position halten.
Es ist, wie barfuß auf Zehenspitzen zu tänzeln. Ohne den Ballettunterricht in meiner Kindheit würde ich daran wahrscheinlich verzweifeln. Und auch so ist es etwas, auf das ich mich voll konzentrieren muss. Aber … dafür tut die Streckung meiner Füße Dinge mit meinen Beinen und meinem Po, die nicht einmal der weltbeste Schönheitschirurg hinbekäme. Ich muss es nicht gesagt bekommen, ich betrachte es selbst gerne im Spiegel. Es ist einfach nur scharf!

Tock. Tock. Tock.
Schritt für Schritt platziere ich einen Fuß direkt vor den anderen. Ganz genau voreinander und nicht einen Millimeter zur Seite versetzt. Das muss mir niemand auftragen. Ich tue es so oder so, denn es lässt meinen Po und meine Hüften aufregend schwingen. Und es lässt meine Schenkel reizvoll aneinander gleiten. Es ist sehr sinnlich und ich genieße es, auch ohne begehrliche Blicke auf mir zu spüren.
Aber natürlich ist es noch aufregender, wenn diese Blicke dazukommen. Erst dann entfaltet sich die Wirkung auf andere, die mich dann zum Objekt ihrer Begierde erheben. Erst vor Publikum ist es eine echte Vorführung.

Tock. Tock.
Klingeling.
Ein etwas festerer Schritt, als sich der Untergrund verändert, während ich vom Bürgersteig der Seitenstraße aus in den Stadtpark trete. Er lässt eines der kleinen Glöckchen schellen, die nun dauerhaft meine Brustwarzen zieren. Seit sie Teil meines Geburtstagsgeschenkes waren, habe ich sie zu einem Teil von mir gemacht. Mit seiner Erlaubnis und auf meinen Wunsch hin wurden die Klemmen, die sie hielten, durch Ringe ersetzt, die meine Nippel durchbohren. So sind sie nun Teil meines Körpers, der in seiner Gesamtheit sein ist.
Dieses Wissen gibt mir Sicherheit, als ich in den Park trete und mich wie angewiesen nach rechts wende. Trotzdem steigt mir natürlich die Hitze in den Kopf. Aber ich habe keine Angst. Ich habe nichts zu fürchten.

Tock. Tock. Tock.
Meine Schritte klingen unverändert, denn auch der Weg durch den Park ist asphaltiert. Im Gegensatz zur kurzen Strecke vom Auto bis hierher bin ich nun allerdings weithin sichtbar. Und es fällt mir noch immer schwer, mich so ins Rampenlicht rücken zu lassen. Ich mag es nicht … und gleichzeitig liebe ich doch, was es in mir auslöst. Ich bin nur eben lieber das Schmuckstück an seiner Seite als das einsame Juwel im Schaukasten.
Zum Glück ist es nicht meine Entscheidung. Das gibt mir die Kraft, hoch erhobenen Hauptes weiterzugehen. Es wäre fatal, wenn mir auf diesen Schuhen die Knie weich werden würden. Auch wenn ich befürchten muss, dass es irgendwann geschehen wird.

Tock. Tock. Tock.
Ich schreite langsam und betont. Und schließlich kommt mir der erste Passant entgegen. Ein älterer Mann im Anzug mit einer Zeitung unter dem Arm. Sein Blick ist nach unten gerichtet, bis er meine Schritte hört. Dann sieht er auf, blinzelt und hebt ruckartig den Kopf. Ihm ist anzusehen, dass er sich die Augen reiben möchte, die mit jedem Herzschlag größer werden. Sein Mund klappt auf und er bleibt stehen, während er mich anstiert.
Ich ermahne mich, ruhig zu bleiben. Auch wenn dieser Blick mir Unbehagen bereitet. Starkes Unbehagen sogar. Verdammt, es ist so unangenehm, dass sich meine Nippel nun vollends aufrichten. Dank der Piercings sind sie ohnehin nie weit davon entfernt, aber nun schwellen sie schließlich an und ich kann nichts dagegen tun. Rot wie ich bin ist nun wohl unverkennbar, wie ich mich fühle.

Tock. Tock.
Ich bleibe stehen, denn ich habe Anweisungen, nach denen ich mich richte. Nichts könnte mich davon abhalten. Sicher kostet es mich Überwindung, zu lächeln und mit einer sanften Berührung unter dem Kinn des völlig erstarrten Mannes seinen Mund zu schließen. Es ist eine selbstbewusste Geste, die nicht meinem Gemütszustand entspricht.
Er stutzt, errötet und zuckt zusammen, um sich dann rasch wieder in Bewegung zu setzen. Es ist ihm peinlich, wie er mich angestarrt hat. Peinlicher als mir. Ein wohliger Schauer läuft mir den Rücken hinab, denn ich sehe aus dem Augenwinkel, wie er sich in den Schritt griff und richtet, was ich in Aufruhr versetzt habe.

Tock. Tock. Tock.
Ich gehe weiter und richte den Blick auf die nächsten Entgegenkommer. Zwei junge Frauen, die mich schon aus der Ferne mit großen Augen fassungslos mustern. Die eine neigt den Kopf zur anderen und wispert ihr etwas zu. Sie können es offenbar kaum glauben. Und ich kann kaum glauben, dass auch ihre Blicke nicht frei von Begierde sind. Besser versteckt und wesentlich weniger aufdringlich, aber trotzdem …
Noch weniger kann ich allerdings fassen, dass eine ihr Smartphone zückt und es in Position bringt. Schluckend stoppe ich und stemme eine Hand in meine Hüfte, die ich etwas zur Seite herausschiebe. Die mir aufgetragene Fotopose einzunehmen fällt weniger schwer, als ich erwartet hätte. Nur mein Lächeln ist wohl etwas angespannt. Wer weiß den schon, wo dieses Foto von mir überall kursieren wird …

Tock. Tock. Tock.
Ich setze meinen Weg fort, denn auch die beiden Frauen stoppen nicht. Sie starren mir nach, aber sie tun nichts weiter, worauf zu reagieren mir aufgetragen worden wäre. Also tue ich auch nichts. Stattdessen fange ich an, den Kontrast zwischen meiner innerlichen Wärme und dem Streicheln des leicht kühlen Winds auf meiner Haut zu genießen.
Nicht unbedingt überrascht stelle ich fest, dass mir langsam ein Hochgefühl zu Kopf steigt. Ich hätte damit rechnen sollen. Ich hätte nicht zweifeln sollen, dass ich mit oder gegen meinen Willen genießen würde, was er mir zu tun aufträgt. Wann werde ich das endlich lernen?
Oh, aber wenn ich es lerne, würde ich diesen aufregenden Zwiespalt nicht mehr so intensiv erleben, nicht wahr? Also ist es vielleicht einfach alles gut so, wie es ist …

Tock. Tock. Tock.
Eine Gruppe junger Männer kommt mir als Nächstes entgegen. Und sie feixen schon vom ersten Moment an, als sie mich sehen. Es sind Jungs. Kaum der Pubertät entwachsen. Ich richte mich auf zotige Sprüche ein und ich werde nicht enttäuscht.
„Hey Schnecke!“, sagt einer. „Geile … Schuhe“, meint ein anderer. „Geile Titten meinst du wohl“, stichelt ein dritter.
Meine Wangen glühen. Ich vergehe fast vor Scham, weil ich mich dem aussetzen muss, ohne reagieren zu dürfen. Aber auch mein Innerstes fängt an zu kochen. Alt oder jung spielt keine große Rolle, wenn es um die Bewertung meiner Brüste geht. Gefallen oder Nichtgefallen ist alles, was dabei zählt. Und diesen Jungs gefallen sie ganz offensichtlich. Zum Glück bringen sie nicht den Mut für mehr als Worte auf. Oder ist das ein ‚leider‘?

Tock. Tock. Tock.
Bei den beiden Männern, die mir dann entgegenkommen, mag das anders sein. Der eine stößt den anderen an und macht ihn auf mich aufmerksam. Dann starren sie beide, während sie stehen bleiben und mich näher kommen lassen.
Sie sind alles andere als meine Kragenweite. Mittelalte, bierbäuchige, ungepflegte Typen, die völlig ungeniert gaffen. Nun endlich wird mir in vollem Umfang bewusst, was es bedeutet, nackt bis auf meine hohen Schuhe und mein Samthalsband durch den Park zu spazieren. Nun endlich werde ich von Augen betatscht.
Moment … Wieso endlich? Wieso … werde ich nun langsam feucht im Schritt? Doch nicht bei dieser Sorte Typen, bitte. Das ist ja … entsetzlich!

„Hey Puppe, wie viel?“, schleudert mir einer entgegen.
Er hält mich für eine Hure. Oder beschließt einfach, mich so zu behandeln. Weil ich … nackt durch den Park stolziere. Gott, er hat recht!
‚Weit mehr als du dir jemals leisten könntest‘, will ich fauchen. Aber stattdessen sage ich nur: „Danke, Sir.“ Ganz so, wie es mir aufgetragen wurde. Und da sie eindeutig den Kontakt zu mir suchen, bleibe ich auch gezwungenermaßen stehen.
„Oder machst du es umsonst?“, erkundigt sich der andere Mann. „Wie wärs? Ich hätte Zeit …“
„Danke, Sir“, sage ich erneut und sehe ihn dabei an.

Dazu, wie ich so jemanden ansehen darf, hat er mir keine Instruktionen gegeben. Also lasse ich den Mann meine Verachtung spüren, indem ich ihn abfällig mustere. ‚Nein‘, sagt mein Blick in aller Deutlichkeit. ‚Du bist nicht Manns genug für mich.‘
Wie von der Tarantel gestochen macht er einen Schritt rückwärts. Wow, ich wusste gar nicht, dass so etwas in mir steckt. Nur mit einem vernichtenden Blick schlage ich gleich beide in die Flucht. Fast ein wenig schade, wie ich mir eingestehen muss. Immerhin waren sie wenigstens mutig genug, mich anzusprechen.

Tock. Tock. Tock.
Kling. Kling.
Ich setze meinen Weg fort und merke, wie mein Gang sich verändert. Ein wenig beschwingter schreite ich nun den Pfad entlang und lasse die Glöckchen an meinen geschwollenen Brustwarzen erklingen. Gelegentlich glaube ich sogar, das leise Klingeln in meinem Unterleib zu hören, wo das dritte Glöckchen sich nun stärker bewegt und die Schwingungen der spezialangefertigten Liebeskugeln die Hitze in meinem Körper nur noch weiter steigern.
Die Scham lässt nach, die Hitze in meinem Gesicht nimmt jedoch zu. Die Feuchtigkeit in meinem Schoss breitet sich auf meine Schenkel aus und ich kann es nicht verbergen. Aber das will ich ja in Wahrheit auch gar nicht. In Wahrheit genieße ich ja trotz meiner Vorbehalte sehr, so exponiert zu werden. Ich würde es nicht aus eigenem Antrieb wagen, aber … glücklicherweise hat er mich nicht nach meiner Meinung dazu gefragt. Er kennt meine geheimsten Wünsche und Fantasien ganz genau.
Männer und Frauen kommen mir entgegen und starren mich an. Manche entrüstet, viele begehrlich. Selbst die Entrüsteten regen sich zum Teil wohl nur auf, um sich ihren Frauen gegenüber keine Blöße zu geben. Und ich bebe unter ihren Blicken, die meine Haut fast so deutlich liebkosen wie der Wind. Ich zittere unter den Beinahe-Berührungen all meiner erogenen Zonen. Meine Erregung nimmt mit jedem Schritt zu.

Tock. Tock. Tock.
Ich begegne einem Pärchen und mein Anblick lässt ihn erstarren, während seine Freundin oder Frau mich nur mustert und zunächst weitergeht. Auch sein Mund klappt auf und seine Augen liebkosen meine nackte Haut, auf der sich langsam ein Schweißfilm bildet. Nicht wegen der Sonne, natürlich. Ich bin spitz. Bis in die Haarspitzen erregt davon, von Fremden angestarrt und begehrt zu werden.
„Torben?“, murmelt die Frau und zieht eine Augenbraue hoch. „Geht’s noch?“
Wie mir aufgetragen wurde, schließe ich seinen Mund mit sanfter Hand und ernte dafür einen mehr als feindseligen Blick von ihr. Nur auf ihren Partner mag sie noch wütender sein, denn der starrt mich weiterhin wie hypnotisiert an.

Mein Kopf wird leichter und das Schmunzeln auf meinen Lippen ist echt, als ich mich ihr zuwende. Sie sieht wirklich gut aus. Blond, schlank, elegant - eine Schönheit. Mein Vorteil ihr gegenüber ist meine Nacktheit. Und mit der verursache ich gerade eine Krise in der Beziehung der beiden, wenn er nicht bald aufhört, mich anzustarren.
Allerdings kann ich mir das nicht wünschen, denn seine Blicke sind intensiv genug, dass mir noch heißer wird. Er ist auf eine noch recht jugendliche Weise süß und hat sich einfach nicht im Griff. Nicht ein Mal hat er mir ins Gesicht gesehen. Es ist mein Körper, der ihn in Bann schlägt. Einen Bann, der ihn die Freundin kosten könnte. „Torben!“, faucht sie nämlich und wird langsam richtig sauer.
Natürlich ist es sein Problem, wenn er sich nicht zusammenreißen kann. Und eigentlich ist er mir egal. Aber sie tut mir nun leid. Wie sie kurz zu mir sieht und Unsicherheit durch ihren Blick huscht … Sie zweifelt an ihrer eigenen Attraktivität. Grundlos. Also treffe ich eine Entscheidung, die nirgendwo in meinen Anweisungen Rückhalt findet.

Tock.
Klingeling.
Mit einem Schritt bin ich bei ihr. Auf meinen unglaublich hohen Absätzen überrage ich sie deutlich, sodass sie mir eher auf die Brust als ins Gesicht sieht, als sie sich mir zuwendet. Feindseligkeit und eine seltsame Form von Neid ringen in ihrem Blick, als sie mich anfunkelt. Ich lächele und hebe die Hand.
Sie zuckt zusammen, als ich sie berühre. Nun weiten sich ihre Augen auch, während meine Finger ihren nackten Arm bis zum Träger ihres Tops hinaufgleiten. Wie ein in die Ecke getriebenes Häschen starrt sie mich an, als ich ihren Hals hinauf fahre und die Hand in ihren Nacken führe. Hilflos. Wie Beute. So wie ich ihn immer ansehe.

Eine fremde Macht ergreift Besitz von mir, als ich mich zu ihr neige. Diese Art von Selbstbewusstsein besitze ich nicht, aber trotzdem bin ich es, die eine andere Frau mit ihrem Blick einfängt und sich zu einem Kuss hinunter beugt. Und ich bin es auch, die zärtlich die bebenden Lippen streift und ihren Atem darauf haucht.
„Vergiss mich nicht“, hauche ich ganz leise. „Denk an mich, wenn du ihn dich hinter dem nächsten Busch ficken lässt, ja?“
Und dann küsse ich sie wirklich. Fordernd presse ich meine Lippen auf ihre und sie öffnet sich einem kurzen, leidenschaftlichen Vorstoß meiner Zunge, während sie leise stöhnt. Sie schmeckt nach Erdbeereis und ich muss mich beherrschen, dem nicht nachzugehen und mich darin zu verlieren.

Tock. Tock. Tock.
Als ich weitergehe, sieht sie mir so fassungslos und begierig nach, wie zuvor ihr Freund mich anstarrte. Der ist allerdings nun mit all seiner Aufmerksamkeit bei ihr. So kennt er seine Süße offenbar nicht. Und wie es aussieht, kennt sie sich so auch selbst nicht.
Ich beiße mir auf die Lippe vor Vergnügen, während ich über die Schulter noch einmal zu ihnen zurückschaue. Grinsend sehe ich, wie sie ihn am Kragen packt und ihren Hunger nach einem längeren, wilderen Kuss an ihm stillt. Ihr zuzusehen, wie sie sich heftig an ihn drängt, weil sie erregt ist, geht mir durch und durch. Fast bin ich neidisch …

Tock. Tock.
Ein lauter Pfiff stoppt mich, als ich mich gerade wieder umdrehe. Es ist ein Pfiff, mit dem man ein Hündchen herbeizitiert, aber ich erkenne trotzdem gleich, von wem es kommt. Sofort macht mein Herz einen Satz und springt mir in die Kehle. Keine hundert Meter weiter steht er mitten auf dem Weg und sieht mich an.
Ich sehe die selbstsichere Haltung und die locker in der Hand gehaltene Leine, mit der ich vielleicht noch weiter durch den Park geführt werden mag. Ich sehe sogar den ernsten, fast strafenden Gesichtsausdruck. Eine Frau zu küssen ist mir erlaubt, aber es war nicht Teil meiner Anweisungen für heute.

Tock-Tock. Tock-Tock.
Klingeling. Klingeling.
Ich eile vorwärts, denn er hat mich zu sich beordert. Ist es erniedrigend, wie ein Hund gerufen zu werden? Sicherlich. Und das macht es auch so erregend. Ich bin eher ein Kätzchen als ein Hündchen, aber ich höre aufs Wort, wenn er mich ruft. Allein ihm zu gehorchen und auf jeden Wink von ihm zu reagieren, macht mich einfach unendlich glücklich.
Ich eile so gut ich eben kann, ohne dabei zu rennen. Das wäre auch gar nicht möglich mit diesen Schuhen. Aber rasch zu gehen ist umsetzbar. Auch wenn es meine nackten Brüste stark erzittern lässt. Was wiederum das Klingeln der Piercings verstärkt und mir noch mehr Aufmerksamkeit einbringt. Ganz zu schweigen von dem, was dadurch unsichtbar für andere von den Kugeln in meinem Inneren ausgelöst wird. Holla die Waldfee, das halte ich nicht lange aus!

Es sind Schwingungen, die Stromstöße verursachen. Seitdem ich mich ihm ganz und gar ausgeliefert habe, bin ich eine viel sinnlichere Person geworden. Ich lerne noch, das nach außen auch wirklich zu zeigen. Er führt mich auf diesem Weg und ich folge ihm überglücklich. Aber innerlich … In mir drin bin ich zu einer Nymphe geworden. Ich hungere nach Sex und all den erotischen Reizen, denen er mich aussetzt.
Deswegen muss ich auch nicht mehr in Stimmung kommen, sondern bin es zu jeder Zeit. Vom Aufwachen an seiner Seite bis zum Einschlafen unter oder auf seinem Körper. Ja, sogar in meinen Träumen bin ich … dauergeil. Befriedigung ist immer so nahe, wie sein Körper mir gerade ist. Und liegt in seiner Hand, auch wenn ich meine Lust niemals unterdrücken darf. Auch wenn es mir verboten ist, mich der Erregung zu erwehren, selbst wenn sie mich zu einem Höhepunkt führt.
Aber ohne ihn ist das beinahe ein hohles Vergnügen. Nur unter seinen Blicken, Berührungen oder am liebsten gleich Stößen in meinen immer aufnahmebereiten Körper ist es die Offenbarung für mich. Das ist mein Geschenk an ihn und er könnte es nicht ablehnen, selbst wenn er das wollte. Was dankenswerterweise nicht der Fall ist.

Tock-Tock. Tock-Tock.
Klingeling. Klingeling.
Ich eile und werde erwartet. Ganz gelassen steht er da und lässt mich mit gesenktem Kopf meine Schritte verlangsamen und an ihn herantreten. So als wäre nichts Ungewöhnliches daran, wenn eine nackte Frau mit glühenden Wangen, gerötetem Brustansatz und feuchten Schenkeln auf unglaublich hohen Absätzen zu einem Mann im Park tritt. Bedächtig greift er mir in den Nacken und hakt die Leine in die Öse des Lederhalsbandes, das unter dem Samtband versteckt für diesen Zweck meinen Hals umschließt. Ich erzittere dabei und genieße die beiläufigen Berührungen, die das mit sich bringt. Ebenso, wie ich genieße, dass er zu den Wenigen gehört, die mich trotz meiner Größe und selbst mit diesen Absätzen noch überragen.
Aber am allermeisten genieße ich, wie seine Fingerspitzen danach von meinem Nacken aus unter meinem Ohr entlang und über meine Wange gleiten. Allein diese kleine, zärtliche Geste der Zuneigung veranlasst alle meine Muskeln dazu sich anzuspannen und raubt mir den Atem. Unwillkürlich beiße ich mir auf die Unterlippe und ringe um Beherrschung, denn der elektrisierende Schauer geht mir durch und durch.

Ich weiß, dass auf der Parkbank gleich neben uns zwei ältere Herren mit ihren Hunden sitzen und uns verblüfft anstarren. Sie machen vermutlich ein Päuschen und was sie nun zu sehen bekommen, dürfte selbst nach all ihren Lebensjahren noch eine Premiere darstellen. Aber wenn überhaupt, dann sonne ich mich in den spürbar begehrlichen Blicken auf meinem Körper ebenso, wie in dem Neid, den sie ihm gegenüber verspüren.
Als die Finger den Weg unter mein Kinn finden und mich veranlassen, den Kopf zu heben und seinem Blick zu begegnen, verblasst allerdings die Umgebung und versinkt in völliger Bedeutungslosigkeit. Nur die beiden Sterne, um die sich mein Universum eigentlich dreht, sind noch wichtig. Die Runde aus grau, blau, grün und vereinzelten braunen Einsprengseln, die das Schwarz im Zentrum umrahmen, sind meine ganze Welt. Kein Mensch irgendwo hat Augen wie er. Und keiner kann so tief in meine Seele sehen.

„Du beherrschst dich schon wieder“, stellt er fest.
„Ja, mein Herz“, wispere ich. Zu leugnen käme mir nicht einmal in den Sinn, wenn ich hoffen könnte, damit durchzukommen.
„Ich werde dich dafür bestrafen müssen“, sagt er mit einem leicht traurigen Unterton. Und es zerreißt mich fast, ihn wieder einmal enttäuscht zu haben. „Muss ich dich auch für das strafen, was ich gerade mit angesehen habe?“
„Ja, mein Herz“, erwidere ich und kämpfe mit den Tränen.
„Ganz sicher?“, fragt er sanft. „Hast du es nicht etwa getan, um zu bereinigen, was dein Anblick beinahe angerichtet hätte?“
Oh, wie gut er mich kennt! Nichts anderes als absolute und vollkommene Offenheit kommt als Antwort darauf infrage. „Nicht nur“, gebe ich kleinlaut zu. „Ich wollte es auch.“
„Dann gehen wir also den längsten Weg durch den Park zurück zum Auto?“, will er wissen.
„J-ja, mein Herz“, erwidere ich stockend, denn das scheint als Strafe durchaus angemessen.
Es wird mich nämlich vermutlich tausend Tode sterben lassen, wenn ich so lange warten muss, bevor er sich meiner Begierde wirklich annimmt. Ganz besonders, weil ich an seiner Seite alle Blicke auf meinem Körper umso mehr genießen werde, wenn sie mit dem Neid auf ihn einhergehen.

Er nickt zufrieden, wodurch sich meine Niedergeschlagenheit ein wenig erhellt. Ich habe ihn enttäuscht, aber ich mache es wieder gut, indem ich stolz und ohne Scham genießen werde, mich von ihm durch den Park führen zu lassen.
„Leg den Kopf in den Nacken und schließ die Augen“, weist er mich dann an.
Ich folge, ohne auch nur einen Sekundenbruchteil darüber nachzudenken. Und ich stöhne, weil ich weiß, dass er keine Zurückhaltung von mir wünscht, als er seinen Arm um meine Taille legt und mich zu sich zieht. Oh, ich weiß, was nun passieren wird und das Blut beginnt, in meinen Ohren zu rauschen.

„Kätzchen“, sagt er erklärend und leicht entschuldigend. Aber er sagt es nicht zu mir. „Seien sie froh, dass sie Hunde haben. Die sind wesentlich leichter zu erziehen.“
„Ahh!“, stöhne ich laut, als seine Hand zwischen meine Schenkel findet, während er spricht. Nur einen Fingerbreit dringen die Kuppen in mich ein, aber was mir die Luft raubt, sind ohnehin mehr die Berührungen auf der Außenseite. Nicht einmal nach all den Selbstversuchen, die ich unter seiner Anleitung hinter mir habe, kann ich mich selbst so perfekt berühren, wie er es ganz beiläufig zu tun vermag.
Meine hochsensible Perle liegt wie immer genau zwischen zwei Fingern und ein weiterer drückt von vorne dagegen. Mit meinem empfindlichsten Lustzentrum von allen Seiten umfangen und von ihm gehalten, gäbe es selbst dann keine Chance für mich, es zu verhindern, wenn ich es versuchen würde.
Tief stöhnend hebe ich ab und lerne wieder einmal zu fliegen. Jeder Höhepunkt von seiner Hand ist so. Sie durchdringen mich völlig, rauben mir fast das Bewusstsein und ketten mich noch fester an den Mann, der ganz und gar mein Leben ist. Nur wenn ich ihm ebenfalls Lust bereite, bin ich ihm noch näher …

„Bei einem Kätzchen muss man die Lektionen einfach immer wieder durchgehen“, erklärt er beiläufig weiter, während er mich mit einer einzigen Handbewegung in den Himmel katapultiert. „Und trotzdem kann man nicht anders, als sie zu lieben.“
Und dann küsst er meinen Hals und … ich komme gleich noch einmal. Mitten in den ersten Orgasmus hinein. Wie sollte ich auch nicht? Ich bin schließlich sein.
Ganz und gar.

Für immer.

*****

Donnerstag, 9. Juli 2015

Das ist Kunst und kann auf keinen Fall weg!

Ich habe vor einiger Zeit bei einer bezaubernden, talentierten Künstlerin ein Bild in Auftrag gegeben. So eine Art Cover für meine gesamte Arbeit als Autor, wenn man so will. Ich hatte einige Ideen, aber letztlich war sie es, die diese Ansätze sortiert und geordnet hat. Und daraus etwas ganz und gar Wunderbares erschuf!
Und das möchte ich nun hier präsentieren:


WickedJuti, die Künstlerin, stammt aus Polen und macht schon seit einiger Zeit ganz tolle, erotische Kunst. Wer sich mehr von ihr ansehen will, kann sie hier finden:



Selbstverständlich steht sie auch für Auftragsarbeiten zur Verfügung. So habe ich schließlich auch mein Bild bekommen.


Was hier dargestellt ist, will ich gar nicht groß erklären. In meinen Augen ist es selbsterklärend, weil sie meine Vorstellungen besser getroffen hat, als ich das zum Ausdruck bringen konnte. Und ansonsten darf natürlich jeder einfach interpretieren.
Und mit mir natürlich auch sehr gerne über die Interpretation reden. Dürfte klar sein.

Wer der Künstlerin sagen will, dass sie das was Tolles geschaffen hat, könnte das aber besser auf ihrer Facebook-Seite tun, finde ich. Jeder Künstler erhält gerne ein wenig Applaus und sie hat sich welchen verdient, oder etwa nicht?
Und ruhig mal auf ihrer Seite nachschauen, was sie sonst noch Schönes geschaffen hat. Sie ist wirklich vielseitig!

In diesem Sinne...
...lasse ich das Bild nun für sich selbst sprechen. ;-D

Dienstag, 7. Juli 2015

Sündenfall - eine Eva, ihre Lilith und das Problem mit Adam

Und da wären wir dann auch mit meiner ersten, exklusiv für Amazon fertiggestellten Erzählung. Natürlich bewerbe ich die hier. Ich denke, ihr versteht das.

Der Titel Sündenfall - eine Eva, ihre Lilith und dasProblem mit Adam ist nicht zufällig gewählt. Ihr kennt mich. Der Name ist schon irgendwie Programm. Aber es ist eine zeitgenössische Geschichte und ein Spiel mit der Metapher.
Hier die Kurzbeschreibung in all ihrer Pracht:
Als Erika im Streit von ihrem Mann Achim erfährt, dass er sie schon lange mit der hübschen Nachbarin betrügt, flieht sie die Nacht hinaus. Sie bittet Gott um Rat, aber der treibt sie mit einem Gewitter zurück nach Hause, wo ihr Platz zu sein scheint. Sie erwischt die beiden anderen in flagranti und lernt, wie sehr andere genießen, was sie selbst nicht ertragen kann. Es setzt sich eine Kette von Ereignissen in Gang, von der die junge, rothaarige Bäuerin völlig überrollt wird.
Ist die bildschöne Blondine Lydia wirklich die teuflische Versucherin oder doch ein vom Himmel gesandter Engel, der sie erlösen soll? Ist sie selbst einfach nur verklemmt oder am Ende gar eine Lesbierin und damit eine Schande für die ganze Gemeinde?
Als Lydia sie entdeckt und ihr im Regen gegenübertritt, kann Erika der Frucht der Versuchung schnell nicht mehr widerstehen. Aber wenn Gott sie für eine Lilith als Gefährtin schuf, was wird dann aus dem Adam, mit dem sie verheiratet ist?

Diese Erzählung beinhaltet explizite Erotik, die nur für Erwachsene gedacht ist. Und außerdem lesbische Liebe, Bisexualität, Romantik, bäuerlichen Pragmatismus und einige Ideen, die nicht mit jedermanns moralischen oder religiösen Vorstellungen im Einklang stehen mögen.

 Sündenfall bei Amazon

Sündenfall - eine Eva, ihre Lilith und das Problem mit Adam

Meine Autorenseite bei Amazon


Für euch hier in meinem Blog, gewissermaßen als kleinen, zusätzlichen Service, eine kleine Erklärung zu diesem eBook:
Lilith war die biblische, erste Frau, die Gott für Adam schuf, aber sie wollte nicht ‚unter ihm liegen‘. - was wohl sowohl metaphorisch, als auch buchstäblich gemeint ist. Gott warf sie raus, sie fand Spaß daran, unter Dämonen zu liegen und ihre Freiheit zu genießen und Adam bekam seine Eva. Die beiden Frauen trafen sich in der Bibel nie.
In meiner Geschichte sind die Verhältnisse natürlich etwas anders, aber mit dieser Zusatzinfo dürfte klar werden, wieso es sich um eine lesbische Liebesgeschichte handelt und der Hinweis auf die Bisexualität dürfte weitere Möglichkeiten offenbaren, was die Erotik darin angeht. Mehr will ich aber nicht spoilern…

Allerdings kann ich noch was zum Umfang sagen: Knapp 17.000 Worte sind es alles in allem geworden. Eine solide Kurzgeschichte, also. Kein Roman, aber sicherlich nicht weniger Unterhaltung als ein Film aus der Videothek zu einem vergleichbaren Preis - 2,99 €.
Außer für Amazon Prime Kunden, natürlich. Die können den Titel kostenlos ausleihen. Und alle Leseratten, die Amazon nicht boykottieren, dürften ja wohl Prime-Kunden sein, oder? Der Deal ist einfach zu gut, finde ich…

Ich nehme es niemandem übel, der mein Büchlein nicht kaufen mag. Die Geschichte wird allerdings nirgendwo sonst veröffentlicht. Das ist der Deal, den man bei Amazon für das Select-Programm eingeht - Exklusivität.
Wer es also lesen will, wird es kaufen oder ausleihen müssen. Und darf sich dafür meiner Dankbarkeit gewiss sein. Insbesondere, wenn vielleicht auch noch eine kleine Bewertung erfolgt, wie es denn gefallen hat. Das wäre immens genial.
Und für diejenigen, die sich als fleißige Bewerter meiner eBooks erweisen, werde ich mir auch beizeiten ein Schmankerl ausdenken, um mich handfest zu bedanken. Wie das aussehen wird, kann ich noch nicht sagen, aber es wird wahrscheinlich in Form einer Geschichte daher kommen, die nur an ganz speziell ausgesuchte Leute weitergegeben wird.

*****

So. Und nun noch zu einem kleinen Teaser. Die nächste Exklusiv-Geschichte für Amazon ist nämlich schon in Arbeit und auch schon recht weit fortgeschritten. Jedenfalls der erste Teil.
Der Arbeitstitel lautet: die Sexsklavin des Bikers. Und der Name ist Programm, möchte ich mal sagen. Vor allem der Teil mit dem Sex im Titel müsste eigentlich fett, kursiv und neonrot gedruckt werden. Davon wird es nämlich viel geben. Und trotzdem auch Romantik… Wie auch immer das funktionieren soll… ;-D
Es wird also für all diejenigen, die es jetzt mit der überwiegend lesbischen Liebe in Sündenfall nicht so haben, bald auch wieder Futter geben. Gegen Bares zwar, aber ich denke, wer darüber nachdenkt, versteht, dass ich zunächst bei Amazon Fahrt aufnehmen muss, bevor ich wieder kostenlose Geschichten erschaffe. Jedenfalls hoffe ich das…

Hier noch einmal der Link zum eBook: Sündenfall

In diesem Sinne…

…erregendes Lesevergnügen mit meiner neuen Geschichte, wünsche ich! :-D

Mittwoch, 1. Juli 2015

Der neue Sklave der Amazone

(Okay, der Titel ist fies. Ich gebe es zu. Die Erwartungen, die ich damit wecke, werden wohl leider enttäuscht werden. Aber mir fiel nichts besseres ein...)

Ich habs also doch getan. Ich habe meine Seele dem Teufel mit den… uhm… sechs Buchstaben verkauft. Der großen Amazonenkönigin des Kapitalismus. Dem Mega-Monopolisten-Moloch. Amazon.

Jaja… Buh! Wie kannst du nur?! Was soll nun aus uns werden? Krokodilstränen und so weiter… Ich weiß.
Aber nicht ins Hemd oder Höschen machen, bitte. Hier ändert sich nichts.
Oder… angesichts der Aktivitätspause im vergangenen Jahr oder so, ändert sich doch was, denn nun bin ich wieder im deutschsprachigen Bereich unterwegs und schreibe demnach auch wieder so richtig an Fortsetzungen und so. Also gibt’s mittelfristig wieder mehr zu lesen. Auch kostenfrei!

Aber zurück zu meinem Hauptgrund für den Post. Ich habe entschieden, einige ausgewählte Stücke als eBook auf Amazon verfügbar zu machen. Namentlich Blind Date, Urlaubsabenteuer und Weiblichkeit im ersten Schwung. Links sind in der Seitenleiste oder oben unter der Unterseite eBooks und Amazon & Co. Zu finden, falls wer zuschlagen möchte. Diese und alle anderen meiner auch weiterhin kostenfrei lesbaren Geschichten stelle ich zum Mindestpreis bei Amazon zur Verfügung: 0,99 Euro pro Kurzgeschichte.
Man mag sich fragen: Warum zum Fick sollte ich kaufen, was ich hier kostenlos lesen kann?
Meine Antwort: Dann tu’s nicht. Es zwingt dich niemand. Die eBooks sind noch einmal leicht überarbeitet, korrigiert, formatiert und mit Cover versehen, aber wenn du hier öfter liest, brauchst du wahrscheinlich kein Kindle-freundliches Leseformat. Alles kann für dich ganz und gar beim Alten bleiben. Mach dir keinen Kopf.

Falls(!!) du dir aber denken solltest, dass dir ein Euro oder drei nicht wehtun und falls(!) du eine oder mehrere der Geschichten magst, bist zu sehr herzlich eingeladen, mir zu ‚spenden‘. Du bekommst dafür vollwertige Kurzgeschichten für jede Kindle App. Ich will die Gestaltung mal nicht absolut oberprofessionell nennen, aber ich denke, ich habe das schon ganz gut und richtig gemacht. Besser als so manches in der Erotikkategorie bei Amazon, ist es also nicht nur inhaltlich, sondern auch in Sachen Formatierung und so.
Naja, und falls(!!!) sich dein Unterstützungseifer damit echt noch nicht erschöpft hat, freue ich mich riesig über eine Textbewertung. Sowas ist bei Amazon sehr wertvoll und hilft mir auch langfristig, sofern du was Positives zu sagen hast und es in mehr als drei Worten ausdrücken magst. Bewertungen erhöhen die Verkäufe, mehr Verkäufe bedeuten mehr Bekanntheit für mich und natürlich mehr Geld. Und mehr Geld bedeutet nun mehr als je zuvor mehr Zeit zum Schreiben, wovon du nun wiederum umso mehr profitierst.

Okay, das mag jetzt widersinnig klingen, aber das meine ich ehrlich. Zeit war und ist der bestimmende Faktor, der mich vom Schreiben abhält. Ich habe tausend Geschichten zu erzählen. Daran hat sich nichts geändert. Aber ich muss leider auch weiterhin Geld verdienen.
Nun folge ich eben dem Rat, der von allen Seiten auf mich einprasselt: Ich soll meine Geschichten zur Einnahmequelle machen. Du magst einer von denen sein, die mir das gesagt haben. Also höre ich vielleicht endlich auf dich.

Ja, ich werde gerade jetzt reichlich Zeit in neue Geschichten stecken, die ich auch zunächst primär bei Amazon anbieten werden. Und zwar exklusiv - also ausschließlich - bei Amazons Kindle Unlimited, denn damit kann ich bei weitem am meisten Geld verdienen. So läuft der Hase nun mal.
Und ja, diese Werke werden dann auch mehr als einen Euro kosten. Allerdings werde ich natürlich die Promotions, bei denen man die Titel für kurze Zeit auch ganz umsonst abgreifen kann, nicht verheimlichen. Und Kindle Unlimited Kunden können sich ja eh sowas kostenlos ausleihen, wovon der Autor übrigens profitiert, also immer schon zulangen. ;-)

Diese Phase wird zweifelsfrei ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. Es dürfte jedem einleuchten, dass ich besser zehn als nur eine Geschichte für Amazon schreiben sollte. Und auch, dass sie nicht unbedingt megakurz sein sollten. Je mehr, desto mehr Chancen auf Umsatz habe ich. Und wie ich lernen durfte, ist der Gedanke, davon sogar leben zu können, nicht einmal wirklich unrealistisch.
Und damit kommen wir in den Bereich, wo es nun wieder für dich interessant wird. Wenn ich nämlich Zeit habe, weil ich nicht noch einen anderen Job machen muss, kann ich auch mehr schreiben. Ich kann fortsetzen, was ich angefangen habe. Und vor allem generiere ich einfach immer wieder Kurzgeschichten, die vielleicht für Amazon einfach ZU kurz sind. Und die finden ganz klar ihren Weg hierhin. Mein Output wird zweifelsfrei steigen und davon haben dann alle was - mich eingeschlossen.

Ich hoffe sehr, dass du die Dinge so positiv betrachten kannst, wie ich es tue. Sollte es dich vergraulen, dass ich nun wirklich Geld mit meinen Geschichten verdienen will, kann ich das nicht ändern. Aber ich werde mich dafür nicht entschuldigen. Es tut mir nämlich nicht leid.
Tatsächlich denke ich, dass ich es schon ein wenig verdient habe. Und vor allem denke ich, dass es einfach idiotisch ist, mit etwas mein Geld zu verdienen, was ich eher gezwungenermaßen tue, als mit meiner Leidenschaft. Ich will schreiben, ich kann auch durchaus schreiben und ich werde so oder so schreiben. Da ich damit Geld verdienen kann, sollte ich das auch tun.
Noch immer wünschte ich mir, ich könnte einfach NUR schreiben und Geld würde in der Welt keine Rolle spielen. Aber das ist nun einmal leider Utopie. Also muss ich eben tun, was ich tun muss.

Und nun muss ich lieber weiter schreiben, denn umso schneller gibt’s auch mal wieder eine Geschichte hier.

Falls du jetzt vor Mitleid zerfließt, dir denkst, du könntest mich vom Weiterreden abhalten, indem du einen Euro in meine Parkuhr steckst oder allgemein eine gute Tat vollbringen willst, hier die Links zu den drei eBooks, die ich draußen habe. Für jeden Kauf danke ich vielmals. Für jede Textbewertung danke ich noch vielmal mehr. Und für deine Geduld und deine Treue zu diesem Blog trotz zeitweiliger Totenstille danke ich dir am allermeisten! ;-)

Blind Date - eine unvergleichlich sinnliche Nacht

Urlaubsabenteuer - leidenschaftliche Liebe in den Dünen

Weiblichkeit - Flittchen für eine Nacht (Cassandras Sexuelle Revolution - Band 1)

Samstag, 18. April 2015

Soulmates - Teil 07

Soulmates
Eine Westside-Story - irgendwie...
© 2012-2015 Coyote/Kojote/Mike Stone


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VII. - Madhouse

Trapped, in this nightmare,
I wish I'd wake,
As my whole life begins to shake.
Four walls, surround me,
An empty gaze.
I can't find my way out of this maze.

Anthrax - Madhouse (1985)

Als ich aufwachte, stand Estella neben meinem Bett und sagte sanft meinen Namen.
Sie trug wieder ihr Kleidchen. Oder ein anderes, das völlig identisch war. Und sie sah absolut untadelig aus. Was den Schluss nahelegte, dass sie zwischenzeitlich noch einmal duschen war. Oder sich zumindest frisch gemacht hatte.

„Die Señora lässt fragen, ob du dich gut genug fühlst, dich zum Abendessen nach unten zu begeben“, verkündete sie, nachdem offensichtlich war, dass ich nicht mehr schlief.

Abendessen? Fuck, hatte ich etwa den kompletten Tag verschlafen? Es fühlte sich zwar ganz und gar nicht so an - insgesamt signalisierte mein Körper mir eher eine Nacht überstandener Folter - aber offenbar war es doch mehr als ein kurzes Nickerchen nach dem Sex gewesen.
Oh… Oh fuck, der Sex. Verflucht, den Sex, den ich mit dem Hausmädchen der Frau gehabt hatte, in die ich verknallt war, hatte ich gnädigerweise verdrängt. Aber glücklicherweise war auf mein Hirn Verlass, was die Auffrischung unliebsamer Erinnerungen anging.
Seufzend sah ich Estella dabei zu, wie sie mich angrinste und sich dann ihr Kleidchen im Rücken öffnete, um es an ihrem wieder einmal reichlich nackten Körper hinabgleiten zu lassen. Irgendwie schien sie nur diese Halterlosen in ihrer Unterwäscheschublade zu haben. Aber… ähm… wieso genau tat sie das eigentlich gerade?

„Außerdem lässt sie ganz inoffiziell anfragen, ob du so lieb sein könntest, ihr vor aufgestauter Geilheit fast nutzloses Hausflittchen kurz zu beglücken“, säuselte sie vergnügt. „Das Miststück ist kaum zu gebrauchen, so überdreht ist es. Ihre Worte, nicht meine…“

Irgendwie war ich bereit, daran Zweifel anzumelden. Ihr Gesicht sah mir doch schalkhaft genug aus, dass diese Idee komplett auf ihrem Mist gewachsen sein mochte. Wobei andererseits so eine Aufforderung perfekt zu dieser abgefuckten, anderen Seite von Helen passte, dich ich jüngst kennen lernen musste.
Noch nicht ganz beisammen und reichlich groggy, war es mir irgendwie unmöglich etwas Sinnvolles vorzubringen, als sie sich über meinen Kopf kniete. Zugegebenermaßen war ziemlich offensichtlich, dass sie wirklich sehr erregt war. Die Nässe auf ihren Innenoberschenkeln reichte bis zu den Strumpfbändern und ihre Schamlippen waren heftig geschwollen.
Mit dem nagenden Gefühl im Hinterkopf, ich sollte mich eigentlich nicht darauf einlassen, unternahm ich doch nichts, als sie ihre Pussy meinem Mund entgegensenkte. Wenigstens erwartete sie nicht von mir, sie wieder zu ficken…

Was ich tat, war extrem uninspiriert und ziemlich mechanisch. Im Grunde war ich an Estella nicht interessiert, auch wenn sie mir wenig Gründe lieferte, sie nicht zu mögen. Aber das war ehrlich gesagt kein Hindernis. Ich hatte sehr viel intensiveren Sex mit Frauen gehabt, die ich wesentlich weniger sympathisch fand. Vor allem in den vergangenen Monaten.
Meinem Körper war es offenbar auch reichlich egal, ob ich nun auf sie als Person stand. Ihre Geilheit hatte eine durchaus erregende Qualität und auf einer eher instinktiven Ebene machte mich die unverkennbare Begeisterung, der sie lautstark Ausdruck verlieh, sogar ein klein wenig stolz auf meine halbherzige Leistung.
Jedenfalls bis sich mein Kopf endlich klärte. Was ungefähr mit ihrem ziemlich feuchten Orgasmus zusammenfiel. Ich war bereits gedanklich auf der richtigen Spur, als sie von mir abstieg, aber sie war so freundlich, mir dennoch auf die Sprünge zu helfen.

„Denk bitte nicht, ich würde das nur machen, um die Señora zu überzeugen“, sagte sie leise. „Du bist wirklich unglaublich. Ich spiele das nicht. Ich… übertreibe nur ein wenig, damit sie es auch wirklich mitbekommt.“

Ich gab keine Antwort darauf. Ich starrte sie nur reichlich fassungslos an. Und natürlich lieferte sie keine weitere Erklärung. Das war in diesem Haus ja verpönt.

„Beeil dich lieber“, schlug sie vor, während sie wieder in ihr Kleidchen schlüpfte. „Sie warten schon auf dich.“

Während die Latina daraufhin das Zimmer verließ, wurde mir bewusst, wer ‚sie‘ genau waren. Da war ja nicht nur Helen, zu deren Beruhigung dieses ‚Penner fickt Hausmädchen‘ Spiel gespielt wurde, sondern auch noch Jo, die ohne jede Spur eines Zweifels nicht weniger von allem mitbekommen hatte, als ihre Mutter.
Was würde sie über diese Sache denken? Würde sie es verstehen? Würde sie mir eine Chance geben, es zu erklären? Würde sie mir gleich die Augen auskratzen oder damit warten, bis wir unter uns waren?
‚So stolz, dass es fast schon als Geisteskrankheit durchgeht‘, hatte sie gesagt. Gott, ich stecke in Schwierigkeiten! Und ich hatte sie verdammt noch mal auch verdient!

So schnell ich konnte, zog ich mich an und machte mich ganz oberflächlich frisch, damit ich nicht für weitere Verzögerungen sorgte. Ich hatte es zugegebenermaßen nicht eilig, mich Jo zu stellen, aber gleichzeitig wollte ich auch so schnell wie möglich die Gelegenheit haben, ihr irgendwie zu signalisieren, dass die Dinge anders lagen, als es den Anschein machte.
Oh… Yay! Ich wollte ihr sagen, dass es nicht so war, wie es aussah. Wann hatte das wohl jemals funktioniert? Und war es eigentlich die Wahrheit?
Immerhin fickte ich Estella und das war genau das, wonach es aussah. Die Gründe dafür waren wohl ziemlich egal. Aber warum sagte mir irgendein inneres Stimmchen, dass ich das Richtige tat, während mein Gewissen mich anbrüllte, was für ein Schwein ich sei?

Nicht gerade hoch erhobenen Hauptes schlich ich die Treppe hinunter. Ich schaffte es allerdings, mich geradezumachen, bevor ich die Höhle der Löwinnen betrat. So oder so hatte ich meine Entscheidung schon während des Frühstücks getroffen und jetzt musste ich mich den Konsequenzen stellen.
Trotz aller zusammengerafften Entschlossenheit wäre ich allerdings beinahe mitten im Schritt stehengeblieben und hätte vielleicht auch hörbar geschluckt, als sich drei Augenpaare auf mich einschossen, kaum dass ich den Raum betreten hatte.

Estella war dabei noch die harmloseste Betrachterin. Sie hielt nur kurz inne und fuhr dann in sich hinein lächelnd damit fort, das Essen aufzutragen. Nur am Rande nahm ich wahr, dass sie unübersehbar gelöst wirkte. Entweder reichlich selbstzufrieden oder… tiefenbefriedigt, was mir ehrlich gesagt nicht so wahrscheinlich vorkam.
An zweiter Stelle nahm ich Helens Blick wahr, denn dem dritten Augenpaar wich ich sicherlich nicht völlig unabsichtlich noch aus. Ob es allerdings besser war, die Hausherrin anzusehen und sich zu fragen, ob sie mich gerade als Kakerlake oder potenziellen Vibrator betrachtete, war auch nicht mal eben so zu beantworten.

Ihre Augen waren beinahe halbgeschlossen und ihr Blick war prüfend wie immer - oder fast immer. Ihre Miene war nicht zu deuten, was mich nicht weiter wunderte. Aber immerhin hatte ich nicht sofort das Gefühl, von einem Scharfschützen ins Visier genommen worden zu sein und das kannte ich auch schon anders. Das… war doch schon mal was, oder?
Leider setzte das aber auch die zweite Möglichkeit auf den oberen Listenplatz, wo ich gerade auf ihrer persönlichen Skala eingeordnet wurde. Und sie unterstrich das - vermutlich nicht unabsichtlich - indem sie kurz zu meiner Körpermitte blickte.
Mehr nicht. Kein Lippenbefeuchten, kein Lächeln und keine anderen, mädchenhaften Gesten, zu denen sie zweifelsfrei fähig war. Nur dieser fast schon klinische Prüfblick, der mir irgendwie das Gefühl vermittelte, sie könne gleich zum Handy greifen und ihren Arzt anrufen, um zu erfragen, wie sich ein Schwanz am besten von einem eher nutzlosen Körper abtrennen ließe. Falls sie das nicht auf der Schule für schwerreiche Psychomütter so oder so gelernt hatte…

Fast war ich froh, mich der Dritten im Bunde zuwenden zu können. Fast…
Natürlich gab es im Grunde nichts, was ich lieber tat, als Jo anzusehen. Im Gegensatz zu ihrer Mutter hatte ihre Schönheit keinen fauligen Beigeschmack. Ihre Augen hatten allerdings ihre ganz eigene Schneide, wie sie mir blitzschnell wieder in Erinnerung rief.
Ich konnte nicht verhindern, dass ich sie schuldbewusst anblickte, obwohl sie sich im ersten Moment nicht anmerken ließ, was sie über das dachte, was sie vor Kurzem mit anhören musste. Tatsächlich war ihre Miene völlig neutral und sie wirkte auch wirklich nicht angespannt. Es gab keine Anzeichen dafür, dass sie sauer auf mich war.

Bis zu dem Zeitpunkt, als unsere Blicke sich trafen, jedenfalls. Als sie den Ausdruck meiner Augen erfasst hatte, verengten sich ihre eigenen - warnend? - und etwas an ihrer Haltung veränderte sich. Eigentlich unmerklich, aber es kühlte die Raumtemperatur um zehn oder fünfzehn Grad herunter.
Bevor sie sich abwandte, war da dieser Ausdruck, der durch ihren Blick huschte. Er ließ mich ihre rasiermesserscharfen Krallen hören, wie sie Rillen in eine Glasscheibe schnitzten.
Nicht - gut!

„Schön, dass du es einrichten konntest“, begrüßte mich Helen.
„Sorry wegen der Warterei“, murmelte ich und musste mich nicht bemühen, Verlegenheit vorzutäuschen, weil die echt war. „Irgendwie scheine ich müder gewesen zu sein, als ich dachte. Ich habe geschlafen wie ein Stein.“
„Und die anderen Gründe für die Verzögerung sind uns ja zu Ohren gekommen“, gab sie völlig ungeniert zurück.
Jo schnaubte abfällig.

„Missbilligung, Liebes?“, fragte Helen sofort, und als sich ihr Blick auf ihre Tochter richtete, waren die Suchscheinwerfer auf volle Kraft gestellt. „Oder gönnst du deinem Klassenkameraden seinen Spaß nicht?“
„Hör auf ins Blaue zu schießen, Mutter“, brummte Jo ganz gelassen, wenn auch mit einem leicht genervten Unterton. „Ich mag ihn, aber es nervt ziemlich, dass er dauernd mit seinem Schwanz denken muss.“
„So sind die Jungs eben“, erwiderte Helen fast schon mütterlich.
„Wenn du das so natürlich findest, kannst du ja oben schlafen und ich kriege dein Bett weit weg von dem Gejaule.“

Ich verfolgte den Austausch mit reichlich großen Augen. Es klang alles ganz harmlos, aber es gab da all diese Anzeichen dafür, dass sich zwei wütende Raubkatzen belauerten, die einfach nicht zum lockeren Ton passten.

„Hast du gehört, Matt?“, wandte sich Helen an mich. „Meine Tochter fürchtet um ihren Schlaf. Könntest du… dich etwas leiser gebärden?“
„Ich bin mir ziemlich sicher, dass man von mir keinen Mucks gehört hat“, gab ich zurück.

Ja, es kam perfekt aus mir raus und es half mir sogar dabei, einen Teil meiner Befangenheit abzuschütteln. Diese Rolle des unanständigen Gossenpunks war mir in der Zeit auf der Schule so in Fleisch und Blut übergegangen, dass sie mir irgendwie Halt gab.
Erstaunlicherweise schien das eine Schwachstelle der ansonsten so unerschütterlichen Gottesanbeterin zu sein. Das war nun schon das zweite Mal, dass ich sie mit dieser Attitüde für einen Augenblick sprachlos machte. Diesmal lächelte sie sogar beinahe und musste sich ein verblüfftes Kopfschütteln verkneifen.
Ich schien mit dieser Rolle irgendwie ihren Erwartungen zu widersprechen, ohne dabei unglaubwürdig zu wirken. Und was sie aus dem Konzept brachte, mochte sich durchaus als überlebensnotwendig erweisen, also merkte ich mir das diesmal ganz genau.

„Gehört, Stella?“, fragte Jo. „Halt dich mal mehr zurück, sonst besorge ich ihm einen Knebel für dich.“
„I-ich kann nichts dafür, Señorita. Er ist… gut.“
„Das höre ich nicht zum ersten Mal“, sagte Helen ganz beiläufig. „Es scheint ja wirklich was dran zu sein…“
Wieder schnaubte Jo nur abfällig.
„Hast du andere Erfahrungen gemacht, Liebes?“
„Reichlich“, bestätigte Jo.

Allem Anschein nach fiel nicht nur mir alles aus dem Gesicht bei diesem einen Wörtchen. Während mein Herz stehenblieb und ich mich schon der Frage zuwenden wollte, was auf meinem Grabstein stehen würde, starrte Helen ihre Tochter halb verwirrt, halb fassungslos an.
Glücklicherweise schenkte sie mir für den Augenblick keinerlei Aufmerksamkeit, denn ich brauchte eine Weile, bevor ich meine eigene Miene wieder unter Kontrolle hatte.

„Du dachtest nicht wirklich, ich würde in Frankreich leben und zur Schule gehen und keine Pariser ausprobieren“, kanzelte Jo ihre Mutter ziemlich kalt ab.
„Pariser?“
„Männer aus Paris? Du weißt schon, die Hauptstadt von Frankreich. Die Stadt der Liebe… Und der ziemlich begabten Liebhaber…“
„Jaqueline Ophelia!“
„Ich wage zu bezweifeln, dass irgendwelche Amerikaner da mithalten können“, philosophierte Jo ungerührt. „Ich wette, deine süße, kleine Melody ist inzwischen voll und ganz auf den Geschmack gekommen.“
„Melody ist ein anständiges Mädchen!“, empörte sich Helen.
„Uh-huh. Und mein Arsch ist noch Jungfrau…“

Ich nutzte den Schlagabtausch zwischen Mutter und Tochter, bei dem Helen nach meinem Empfinden sehr seltsame Verhaltensmuster an den Tag legte, um mich unbemerkt zu setzen. Den Schluck, den ich gerade aus meinem Glas genommen hatte, als Jo ihre letzte Breitseite abfeuerte, verteilte ich nur unter größten Mühen nicht über den gesamten Tisch.
Das hatte sie jetzt nicht wirklich gesagt, oder? Und… meinte sie es auch wirklich so? Nicht, dass es mich etwas angegangen wäre, aber…

Ich wäre der Frage vielleicht im Stillen noch weiter nachgegangen, aber Helen wandte sich mir zu und sah mich an, als würde sie Unterstützung von mir erwarten. Von… mir. In einem Streit mit ihrer Tochter über den Anstand ihrer anderen Tochter - wozu ich unglücklicherweise eine Menge zu sagen gehabt hätte…

„Was soll er jetzt dazu sagen?“, rettete mich Jo aus der brenzligen Situation und ließ mich auch gleich den Preis für ihre Unterstützung zahlen. „Nach allem was ich gehört habe, besteht sein unwiderstehlicher Charme größtenteils darin, dass er sein Ding ziemlich rücksichtslos in jedes verfügbare Loch steckt. Und so tief wird sie wohl kaum gefallen sein…“

Autsch! Das tat weh und ich zeigte ihr auch mit einem überraschten Seitenblick, dass ich es gar nicht witzig fand, sie nun auch auf diesen Zug aufspringen zu sehen. Es brachte mich vielleicht aus der Schusslinie, aber wenn ich von einer Person nichts darüber hören wollte, wie viel tiefer als irgendwer ich stand, dann war das Jo.
Der kühle Blick, mit dem sie mir begegnete, sagte mir allerdings so einiges darüber, wofür das in Wahrheit die Retourkutsche war. Ganz offensichtlich nahm sie die Sache mit mir und Estella nicht einmal ansatzweise so locker, wie es zunächst den Anschein gemacht hatte…

„Ein Jammer“, setzte sie auch gleich nach. „Er ist intelligent und witzig, aber sobald er eine Chance auf einen Fick wittert, setzt wohl etwas bei ihm aus.“
„Er ist übrigens anwesend“, brummte ich missmutig.
„Bist du ganz sicher, dass du ihn leiden kannst?“, erkundigte sich Helen leicht verblüfft.
„Er versteht was von Autos“, antwortete sie, als würde das alles erklären. „Oh, Jake hat sich übrigens nach dir erkundigt.“

„Jake?“, hakte Helen neugierig nach.
„Ein Lehrer“, meinte Jo nur und wandte sich dann mir zu. „Ich habe ihm gesagt, dass er sich keine Sorgen machen muss. Aber falls du jetzt bei Stella einziehen und die Schule schmeißen willst, muss ich das wohl zurücknehmen.“
„Ich will sie nicht heiraten, sondern ficken“, grollte ich.

Mein Unmut war nicht gespielt, auch wenn er zu meiner Rolle passte. Ebenso wie die Art, auf die ich dem Hausmädchen unter ihr Kleidchen griff, als sie sich neben mich stellte und meinen Teller füllte. Dieses Spiel konnten auch zwei spielen, egal wie kindisch das war.
Dass die Latina mir ganz und gar breitwillig ihre Schenkel ein wenig öffnete, hätte mich wohl nicht überraschen sollen. Und sie feucht und mehr als nur bereit vorzufinden, ebenso wenig. Was auch immer ihre Rolle in diesem ganzen Drama war, sie war sich offenbar nicht zu schade, möglichst viel Nutzen daraus zu ziehen.

Während des Essens, bei dem Estella erstaunlicherweise mit am Tisch saß - irgendwie hatte ich das nicht erwartet - fing ich mir immer wieder Spitzen von Jo ein, die auf meine hyperaktive Libido abzielten. Sie schaffte es, selbst den oberflächlichen Smalltalk über Dinge wie den Schulstoff zu Steilvorlagen umzuwandeln.
Helen schien sich darüber durchaus zu amüsieren und tat nichts, um ihre Tochter zu bremsen und ich fing an mich zu fragen, ob ich überhaupt noch auf eine Chance hoffen durfte, ein klärendes Gespräch mit ihr zu führen. Irgendwie schienen mir meine Chancen darauf mehr und mehr zu schwinden.
Schließlich hätte sie auch ganz normal mit mir sprechen können. Helen schien keineswegs mehr misstrauisch wegen irgendwelcher Dinge, die uns beide betrafen.

Dem äußeren Anschein nach war ich bei dieser Mahlzeit der Einzige, der angespannt blieb. Helen war beherrscht wie immer, Estella war still und schien mit der Situation recht zufrieden und Jo… Jo war augenscheinlich gelassen und bedachte einen Schulfreund mit Sticheleien.
Ich wollte es gerne als Show sehen, die für ihre Mutter gespielt wurde. Ich wollte gerne glauben, dass sie im Grunde anders dachte, aber es fühlte sich sehr, sehr authentisch an. Selbst als Anwesender mit etwas zusätzlichem Hintergrundwissen konnte ich kaum vermeiden, dass sich mir ein bestimmter Eindruck aufdrängte.
Es schien, als würde hier ein mehr oder minder guter Freund der Tochter des Hauses am Abendessen teilnehmen, der zufälligerweise etwas mit dem Hausmädchen angefangen hatte. Mehr schwang da einfach zu keiner Zeit mit.

Auch nicht, als Helen einen Anruf beantwortete und kurz den Raum verließ, um zu telefonieren. Egal wie sehr ich versuchte, mit ihr Blickkontakt herzustellen und wenigstens eine kurze Verständigung zu erreichen, sie ging nicht darauf ein. Und Estella verhielt sich auch die ganze Zeit über ihrer Rolle in diesem Spiel entsprechend. Inklusive reichlich häufiger, kurzer Ausflüge ihrer Hand in meinen Schoß.
Hätte ich es nicht besser gewusst… Aber… Wusste ich es denn besser? Trotz der Erlebnisse mit Jo war ich mir da ganz einfach nicht mehr sicher. Sie spielte ihre Rolle so perfekt überzeugend, dass ich langsam anfing zu verzweifeln.
Ich musste ein klärendes Gespräch mit ihr führen. Fernab von lauschenden Ohren. Als sie nach dem Essen zuerst aufstand und ich sie nach Verlassen des Raumes kurz durch die großen Fenster im Garten zu sehen glaubte, musste ich die Gelegenheit einfach ergreifen. Mit der Ausrede, rauchen gehen zu wollen, entfloh ich der Gesellschaft der anderen beiden Gottesanbeterinnen.

Suchend durchstreifte ich den Garten, bis ich in der Ferne einen Lichtpunkt aufglühen sah. Kurz und orange-rot. Wie eine Zigarettenspitze.
Meine Hoffnung, dass es Jo wäre, erfüllte sich. Meine andere Hoffnung, dass sie mir weit hinten im Garten fern des Hauses anders gegenübertreten würde, nicht… Ihr Gesichtsausdruck war unverändert desinteressiert und ihr Blick weiterhin reserviert, wenn nicht sogar kühl.

„Wir sollten reden…“, sagte ich unsicher, als sie mich nur anstarrte und keinen Ton sagte.
„Willst du mir etwas beichten?“, fragte sie fast schon höhnisch.
„Muss ich das?“, fragte ich, einem leichten Zorn nachgebend.
Aber ich hatte mich schnell wieder im Griff. Noch bevor sie ihre leicht gehobene Augenbraue in Worte übergehen lassen konnte, fuhr ich schon fort.
„Ja, verdammt… Ich muss. Ich weiß nur nicht, wo ich anfangen soll.“

„Du musst mir gar nichts beichten“, berichtigte sie mich kühl. „Beichten langweilen mich. Und ich weiß sowieso schon alles, was ich wissen muss.“
Das ließ mich nach Luft schnappen. So knallhart und abweisend erwartete ich zwar dauernd ihre Mutter, aber nicht Jo.
„Aber… Ich dachte…“, stammelte ich, zugegebenermaßen durchaus verletzt.
„Dann hast du dich geirrt“, unterbrach sie. „Und ich mich wohl auch…“

Sie stieß sich von der Mauer ab, an der sie lehnte, und setzte sich in Bewegung. Ihre Miene war völlig undeutbar. Nur ihre Augen funkelten - wie ich annahm vor Wut.
Sie kam nicht auf mich zu, sondern steuerte in Richtung des Hauses. Das war irgendwie eindeutig. Ich stand nur zufällig im Weg. Und sie schien von mir zu erwarten, dass ich ihr Platz machte.
Noch ein wenig irritiert und mit der Frage beschäftigt, was hier eigentlich schief lief, tat ich das allerdings nicht sofort. Also musste sie um mich herumgehen oder vor mir stehen bleiben. Sie entschied sich für Letzteres und funkelte mich von unten herauf provozierend an.

„Jo…“, versuchte ich noch einmal eine Erklärung anzubringen.
Auch wenn ich selbst nicht wusste, wie ich fortfahren wollte. Ich rechnete nämlich fest damit, unterbrochen zu werden. Und natürlich hatte ich recht…
„Du musst wissen, was du tust“, zischte sie leise. „Und was du willst…“

Seufzend machte ich einen Schritt zur Seite. Und fast war mir, als seufzte sie auch, während sie den Kopf wieder senkte und sich erneut in Bewegung setzte.
‚Und was du willst…‘, echote es in meinem Kopf. ‚Was du willst…‘
Sie ging an mir vorbei. So dicht, dass ihre Schulter meine Brust streifte. Und ich packte zu, als sie mich gerade passiert hatte. Ich griff ihren Arm und hielt ihn fest.

Stocksteif blieb sie stehen. Alles an ihrer Körpersprache schrie ihre Ablehnung und ihren Widerwillen heraus. Warum hatte ich sie aufgehalten? Sie wollte doch offensichtlich nichts weiter mit mir zu schaffen haben.
„Lass meinen Arm los“, zischte sie, ohne zurückzublicken.
„Nein.“
„Lass sofort meinen Arm los“, wiederholte sie so mörderisch kalt, dass es mir fast körperlich wehtat.
„Nein!“, knurrte ich zornig.

Um ehrlich zu sein, hatte ich keine bewusste Kontrolle über die Situation. Ich stand praktisch neben mir und wusste selbst nicht, was ich da tat. Aber mein anderes Ich hörte nicht auf die Aufforderungen von mir selbst, sie loszulassen.
Ich sah, wie sich ihre Schultern noch mehr anspannten. Sah, wie sie sich einen etwas festeren Stand suchte. Was ein extremes Alarmsignal war. Ein überdeutliches, nonverbales Zeichen dafür, dass sie sich kampfbereit machte. Und nebenbei ein Beweis dafür, dass sie über reichlich Erfahrung in irgendeiner Kampftechnik verfügte.

„Und warum hältst du mich fest?“, fragte sie mühsam beherrscht.
„Weil…“
Es machte ‚klick‘ und ich rutschte wieder in meinen eigenen Körper hinein. Plötzlich war da eine Ahnung von einem Sinn. Wie ein Licht am Ende des Tunnels.
„Weil ich es will.“

Ihr Kopf kam hoch und fuhr zu mir herum. Ihre Augen sprühten Funken, als sie mich forschend anstarrte. Sie war so… unglaublich schön in diesem Moment, dass ich einfach eine Sekunde lang nur daran denken konnte.
Meine gesamte bewusste Erfahrung sprach dagegen, dass ich gerade das Richtige tat. Vernunft und Logik schrien im Duett Zeter und Mordio, als ich an sie herantrat und sie gleichzeitig zu mir drehte. Oder eher zerrte…
Nur mein Instinkt war anderer Meinung. Aber ich hatte ehrlich noch nie erlebt, dass er sich so dermaßen uneinig mit meinem Bewusstsein war. Und das machte mich im Grunde ziemlich hilflos. Ich musste mich für eine Seite entscheiden und es fühlte sich beides an, als wäre es einfach falsch.

Zu meinem Glück oder Unglück - was es war würde ich in Kürze ganz genau und vermutlich sehr endgültig wissen - handelte mein Körper schon gesteuert von meinem Instinkt, bevor mein Hirn versuchen konnte, die Kontrolle zurückzuerlangen.
Und das führte dazu, dass ich ihren Nacken packte und sie grob zu mir zog, um sie zu küssen.
…!

Ich war nie in einer seltsameren Situation. Das kann ich bei meinem Leben beschwören.
Die Frau mir gegenüber vibrierte offensichtlich vor unterdrücktem Zorn und Aggression. Sie funkelte mich mit einem Ausdruck an, der gut auch Mordlust sein konnte. Und sie tat rein gar nichts, um mir entgegenzukommen. Jeder Körpersprachenexperte hätte den Versuch sie zu küssen, vermutlich gar nicht erst auf eine Liste gesetzt. Nicht einmal auf die mit den Dingen, die man mit ihr gerade keinesfalls ausprobieren sollte. Einfach, weil es so absurd und offensichtlich war, dass nicht einmal ein lebensmüder Hirnamputierter auf diese Idee kommen konnte.
Und trotzdem tat ich es… Und sofort war mir eine Sache klar bewusst: Sie tat auch nichts, um sich mir zu entziehen.

Hart und fordernd presste ich meine Lippen auf ihre und fühlte hier ganz besonders deutlich, unter welcher Spannung sie stand. Trotzdem drängte ich meine Zunge gegen ihre fest zusammengepressten Lippen.
Und plötzlich war sie in ihrem Mund und fand ihr Gegenstück. Plötzlich packten mich Jos Hände an Kragen und Nacken und rissen ebenso gewaltsam an mir, wie ich es bei ihr tat. Plötzlich küsste sie mich nicht einfach zurück, sondern ging zum Gegenangriff über.

Noch einmal schwöre ich. Diesmal, dass die Umgebungstemperatur in einer Millisekunde von lauschiger Sommernacht auf Backofen sprang. Es war plötzlich so heiß, dass die Blumen und das Gras um uns herum ohne Zweifel eingehen würden.
Das war kein romantischer Kuss. Das war ein Kampf. Und Jo trug ihn nicht mur mit Zunge und Lippen, sondern auch mit Zähnen und Klauen aus.
Sie schlug ihre Krallen in die Haut meines Nackens, bis sie spürbar die Haut durchdrangen. Sie biss mir so fest in die Unterlippe, dass ich Blut schmeckte. Aber ich packte ihren Nacken daraufhin so fest, dass ich fast Angst hatte, ihr das Genick zu brechen. Und sie stöhnte zur Antwort in meinen Mund.

Ich packte sie härter an, als ich jemals eine Frau angefasst hatte. Diejenigen unter den Barbies aus meinem Sexklub eingeschlossen, die es ganz besonders hart und wild gemocht hatten. Fuck… Selbst die Frauen eingeschlossen, denen ich bisher mit Gewalt begegnen musste, um meine eigene Haut zu retten.
Ich griff so hart zu, dass es Blutergüsse hinterlassen musste. Aber genau das führte dazu, dass Jo sich in diesen Kuss wirklich ergab. Dass sie wirklich anfing, sich tatsächlich von mir küssen zu lassen und Leidenschaft an die Stelle der Aggression trat.
Aber als ich daraufhin meinen Griff wieder lockerte, riss sie sich sofort los und schnappte keuchend nach Luft.

„Küss mich nie wieder, wenn du nach der Fotze einer anderen schmeckst!“, fauchte sie mich an.
Noch dicht bei mir und nicht ganz frei von meinem Griff war ihr Gesicht keine Handbreit von meinem entfernt. Aber ich sah das Glitzern in ihrem Blick trotzdem ganz genau. Ich schluckte hart.
Natürlich hatte ich vergessen, mir nach dem Intermezzo mit Estella noch rasch die Zähne zu putzen. Was dumm gewesen war. Aber Jo daraufhin zu küssen verdiente einen echten Ehrenplatz auf dem Treppchen der völlig bescheuerten Taten.
Allerdings tat ich es gleich noch einmal und bewies damit, dass ich wirklich der dämlichste Mensch auf dem Planeten war.

Nur… Das Glück war offenbar mit den Dummen. Oder aber es war wirklich notwendig, allein auf den Instinkt zu hören, wenn ich es mit Jo zu tun hatte. Der hatte mir nämlich in etwa gesagt, dass ich mir von ihr nichts vorschreiben lassen sollte, sondern die Initiative behalten musste. Oder so…
Mein Hirn hingegen war zuerst schockiert über meine eigenen Handlungen und dann völlig irritiert, als Jo sich noch einmal - und zwar ohne den vorherigen Ringkampf - auf ein leidenschaftliches Zungenspiel einließ. Und diesmal sogar die Augen schloss und sich fest an mich drängte.
Für endlose Minuten konnte ich das nun wirklich und in vollen Zügen genießen. Und ganz ehrlich: Ich war echt am Ziel meiner Träume angekommen.

Jo zu küssen war genau so, wie ich es mir ausgemalt hatte. Sie hielt niemals still. War immer aktiv. Wenn ich ihre Zunge nicht jagte, drehte sie den Spieß um. Und wenn sie Luft brauchte, knabberte sie an meinen Lippen oder leckte darüber.
Sie nahm überhaupt keine Rücksicht auf solche Dinge wie Speichelfluss. Das konnte sie nicht aufhalten und schien sie auch nicht abzuschrecken. Im Gegensatz zu manchem Mädchen aus der Vergangenheit, für das ein feuchter Kuss schon ein Trennungsgrund gewesen war.
Die passendsten Attribute für das, was ich mit Jo erlebte, waren ‚rückhaltlos‘ und ‚mit vollem Einsatz‘. Nicht weniger gab sie und nicht weniger verlangte sie. Sonst spürte ich ihre Krallen. Und zwar nicht metaphorisch.

Aber ich war willige Beute… Und begeisterter Jäger.
In diesen wenigen Minuten im Garten von Jos Elternhaus durchbrach mein Kopf zum ersten Mal seit über zwei Jahren die Wasseroberfläche meines Defizits an Nähe. Und ich bekam auch gleich einen Panoramablick darauf, dass alle meine vorherigen Erfahrungen damit gerade einmal durchschnittlich waren. Während ich nun vor einem Mount Everest in dieser Hinsicht stand.
In gewisser Weise war genau das der Zeitpunkt, wo sich Jos kleine Hand fest um mein Herz legte und ich wusste, dass es ihr gehörte. Nachdem ich das erlebt hatte, war etwas anderes… einfach nicht mehr genug.

Natürlich endete es. Und natürlich war das Ende überraschend. Sie stieß mich nämlich einfach irgendwann von sich und ich war so aus dem Gleichgewicht, dass ich rückwärts stolperte und auf dem Hintern landete.
Völlig fassungslos zu ihr aufblickend sah ich ihr Gesicht im Mondschein richtig glühen. Ihre Augen machten den Sternen Konkurrenz. Sie strahlten wirklich, als wären sie von innen beleuchtet. Mit Hochleistungsstrahlern…
„Wasch dir das Gesicht oder ich schwöre dir, ich schneide die Stellen, die nach der kleinen Mistschlampe schmecken, mit einem Löffel weg“, warf sie mir schwer atmend an den Kopf.
Und dann drehte sie sich um und war schneller verschwunden, als ich meinen Sprachapparat wieder in Gang setzen konnte.
What the…?

Langsam aber sicher verstand ich ehrlich nichts mehr. Alle Bewohner dieses Hauses schienen einfach nur einen gewaltigen Dachschaden zu haben. Sie spielten alle ihr eigenes Spiel mit den anderen und jedem zufällig Anwesenden.
Ich fühlte mich ehrlich alles andere als wohl damit, mich in diesem Kriegsgebiet aufzuhalten. Überall schienen Minen zu liegen. Und ich hatte riesige Clowns-Schuhe an. Sodass ich praktisch sekündlich damit rechnen musste, dass die Scheiße auf den Ventilator traf.
Flucht aus diesem Irrenhaus war die Option, die der Logik nach als einzige in Betracht kam. Bevor eines dieser durchgeknallten Weiber mich vergiftete, mit den Zähnen zerriss, zu Tode fickte oder anderweitig umbrachte.

Trotzdem wusste ich ganz genau, dass ich bleiben würde, denn Jo war hier. Und wenn die mich umbringen wollte, dann würde ich ihr sogar noch dabei helfen. Es war absurd, aber ich erkannte ziemlich klar, dass ich für sie auf meinen Abschluss oder meine Freiheit pfeifen würde.
Noch besser wäre allerdings natürlich, wenn ich es irgendwie schaffen würde, durch dieses Minenfeld zu gelangen, ohne Gliedmaßen zu verlieren. Und dazu wäre es hilfreich, wenigstens im Ansatz zu verstehen, was zum Henker hier passierte.
Nur… Wie sollte ich herausfinden, wer hier welches Spiel mit wem spielte? Wussten die da drin das überhaupt selbst?

Ich saß ungefähr eine Stunde lang auf dem Rasen und rauchte ein paar Zigaretten, während ich versuchte, ein Muster in all den Dingen zu erkennen, die in den letzten knapp vierundzwanzig Stunden passiert waren. Ohne viel Erfolg, wie ich hinzufügen muss.
Als ich irgendwann Estella vom Haus aus nach mir rufen hörte, gab ich auf und kehrte in die Höhle der Löwinnen zurück. Oder in das Nest der Gottesanbeterinnen. Oder was auch immer…
Aber immerhin war ich genug bei der Sache, um meine Kleidung zurechtzurücken und mir das meiste Blut von der Unterlippe zu lecken. Auch wenn ich trotzdem einen etwas derangierten Eindruck machen musste.

Die Latina stand auf der Terrasse, als ich näherkam. Und durch die Panoramafenster sah ich Helen mit einem Buch auf dem Schoß und untergeschlagenen Beinen auf der Couch sitzen. Nur Jo war nicht zu entdecken.
Ich tat das Einzige, was mir spontan einfiel, um meinen Zustand irgendwie zu rechtfertigen. Und dazu schloss ich Estella in die Arme, als ich bei ihr ankam, und legte mir ihre Arme in den Nacken. Ihren seltsamen Blick auf meinen Mund ignorierte ich.

Ich wusste natürlich, dass die Latina sich sehr klar denken konnte, woher ich meine Blessuren hatte. Aber sie wusste ja auch andere Dinge. Und wie ich vermutet hatte, bereitete es ihr keine Probleme, meinen leidenschaftlichen Kuss voll und ganz zu erwidern. Vermutlich war ihr völlig egal, wen ich zuvor geküsst hatte, solange sie etwas abbekam…
Ebenso wenig Einwände hatte sie dann dagegen, dass ich sie an mich drückte und hochhob, während sie sich an mich klammerte. Und ihre einzige Reaktion, als ich sie hart gegen die riesigen Fenster schob, war ein kehliges Stöhnen.

Ich sah nicht hin, weil das unnötig war. Die ganze Glasfront hatte vibriert. Helen würde mitbekommen, was vor sich ging.
Nun zählte nur noch, dass sie auch die passende Show geboten bekam. Und dazu imitierte ich Jo und biss Estella hart in die Lippe, was die laut in meinen Mund quietschen ließ. Und sie erst so richtig in Fahrt brachte...
Sie vom Arsch bis zu den Titten ganz ungeniert zu begrabschen fand dann ihren Beifall, und wenn ich meinen Schwanz ausgepackt und sie an Ort und Stelle gevögelt hätte, wäre sie willige Beute gewesen. Da war ich mir sicher.
Stattdessen setzte ich sie aber irgendwann ab und ging etwas auf Abstand.

Die Latina schnappte nach Luft und sah mich an, als wäre ich so eine Art Sexgott. Ihre Augen glänzten ebenso wie ihre Lippen und sie schien unfähig sich zu bewegen, obwohl ihr Kleid ihren Po nicht mehr bedeckte und ihre Haare völlig durcheinander waren.
Ich grinste sie wölfisch an und ging nach drinnen, wo mich Helen intensiv musterte. Und zwar ebenfalls mit einem gefährlichen Glitzern in den Augen, leicht feucht schimmernden Lippen und eindeutig spitzen Nippeln unter ihrer Bluse.
Standen die denn wirklich alle auf die harte Nummer? Gab es hier niemanden, der auch mal ganz zärtlichen, liebevollen Sex haben wollte…? Was für eine kranke Welt…

„Matt…“, setzte sie an.
„Entschuldigen Sie, Helen“, unterbrach ich und gab mich dabei ziemlich selbstsicher. „Vielleicht sind die Pferde ein wenig mit mir durchgegangen. Kommt nicht…“
„Oh bitte, Matt“, unterbrach nun sie. „Estella hat so gut wie Feierabend für heute und die Scheiben sind aus Sicherheitsglas. Solange ihr so etwas nicht in der Nähe der wertvolleren Dekorationen macht, werde ich euch nicht in euren Privatvergnüglichkeiten beschneiden.“

Ich antwortete nicht. Sah sie nur an und fühlte erneut den Eindruck bestätigt, dass sie tatsächlich mindestens zwei Seiten hatte. Nämlich die eiskalte Society-Schnalle und die sexhungrige Schlampe. Es war plötzlich so klar. So offensichtlich. Vielleicht, weil sie gerade eindeutig ziemlich spitz war und das ihre andere Seiten zurückdrängte und die Maske verrutschen ließ.
Wenn diese Tussi mich nicht als Bedrohung betrachtete, dann war ich entweder ein lästiges Insekt oder eine Art nützliches Haustier. Sogar hier zog offenbar dieser ‚Magnetismus der Gosse‘, der den Mädchen auf der Schule die Höschen nass machte. Zumindest wenn die Umstände es zuließen.

Und aus Helens Sicht ließen sie das ja nun zu, denn Jo war sozusagen aus der Schusslinie. Ich war der Stecher des Hausmädchens und somit praktisch erweitertes Eigentum.
Wie lange würde es dauern, bis sie das erste Mal versuchen würde, mich zu einem Fick zu animieren? Und wie lange von da an, bis sie das forderte?
Scheiße, machten mich diese Menschen krank!

„Wenn Sie nichts dagegen haben, würde ich gerne auf das Zimmer gehen“, sagte ich und verbannte meine Gedanken in den Hintergrund. „Schicken Sie Estella einfach zu mir hoch, wenn Sie ins Bett gehen. Ich werde warten und mich noch etwas ausruhen.“
„Kräfte sammeln?“, fragte sie fast schon kokett.
Ich nickte und rang mir ein Lächeln ab.
„Du kannst Estella gerne schon mitnehmen…“, wollte sie daraufhin vorschlagen.
„Wenn sie noch eine Stunde oder zwei darauf warten muss, ist sie genau in dem Zustand, in dem ich sie haben will“, antwortete ich kopfschüttelnd.

Dann wandte ich mich ab. Aber ich sah, wie es in Helens Augen aufblitzte und sie sich auf die Lippe biss. Womit ich nun erfolgreich zwei Leute in einen Zustand versetzt hatte, in dem sie nicht mehr klar denken konnten. Ob mir das nun passte oder nicht.
Estella allerdings nicht zu mir zu holen, hätte so dermaßen unnatürlich gewirkt, dass ich mir das nicht leisten konnte. Jedenfalls nicht, bis ich wusste, ob ich das Risiko eingehen wollte, die Hausherrin mächtig zu verärgern, indem ich sowas wie die Wahrheit auspackte.
Und das war etwas, worüber ich wirklich gerne mit Jo reden wollte. Auch wenn ich mich fragte, ob ich dazu jemals die Gelegenheit erhalten würde.

Ich ging nach oben und nutzte meine zurückgewonnene, leidliche Beweglichkeit dazu, zum ersten Mal alleine zu duschen. Und mir die Zähne zu putzen. Und mich zu rasieren. Und all das…
Tatsächlich rasierte ich mich überall, wo ich das normalerweise eben so tat. Auch wenn ich nicht unbedingt scharf darauf war, mit Estella zu schlafen, stand mir das nämlich todsicher bevor. Und so langsam war es nötig, die Stoppeln zu entfernen.
Danach legte ich mich dann aufs Bett, verschränkte die Hände hinter dem Kopf und starrte an die Decke. Bis irgendwann etwas passieren würde…

Die Tür öffnete sich nach einem leisen Klopfen etwa anderthalb Stunden später. Und herein kam tatsächlich die Latina. Sie schloss die Tür mit einem Hüftschwung und stemmte die Hände in die Hüften.

„Lass sie noch ein oder zwei Stunden darauf warten, ja?“, zischte sie mit funkelnden Augen. „Erwartest du, dass ich dich jetzt auf Knien anflehe, es mir zu besorgen?“
„Und wenn?“, gab ich zugegebenermaßen wirklich etwas amüsiert zurück.

Statt einer Antwort mit Worten griff sie sich in den Rücken und ließ dann ihr Kleid zu Boden gleiten. Danach sank sie einfach auf die Knie und blickte mich sehnsüchtig an.

„Verschließ die Tür“, sagte ich. „Heute Nacht möchte ich nicht, dass Helen plötzlich im Raum steht. Und wenn sie dich gleich hört, könnte sie den Drang dazu verspüren.“
„W-wieso?“, stammelte Estella und schien sich absolut nicht sicher, ob ich das ernst meinte.
„Weil du schreien wirst, Chica“, antwortete ich. „Und niemand wird auseinanderhalten können, ob es Schmerz- oder Lustschreie sind. Vielleicht nicht einmal du…“

Sie schluckte mit geweiteten Augen und öffnete dann den Mund, um leichter atmen zu können. Aber egal was sie genau dachte, sie wandte sich rasch zur Seite und drehte den Schließmechanismus. Als sie sich mir wieder zuwandte, sah ich sie zittern. Und erstaunlicherweise waren ihre Nippel hart.
Angesichts ihres Zustands war ich mir ziemlich sicher, dass sie keine Ahnung hatte, weswegen ich das wirklich zu ihr sagte. Vielleicht war das sogar völlig unnötig gewesen, aber ich traute Helen jederzeit zu, ihrem Dienstmädchen nachzuschleichen und zu lauschen. Aus Neugierde, wegen eines Rests Misstrauens oder auch einfach nur, weil sie keinerlei Konzept für die Privatsphäre niederer Wesen hatte.
Und außerdem wollte ich sie wirklich keinesfalls plötzlich im Zimmer stehen haben. Weder aus Sorge um ihr Hausmädchen, noch weil ihr zu sehr gefiel, was sie hörte. Vor allem nicht deswegen!

Ich lockte Estella mit dem Finger, hob aber die Hand, als sie aufstehen wollte. Ohne zu zögern, blieb sie unten und krabbelte auf allen Vieren zu mir.
Ich stand auf und trat neben das Bett. Mit ausgestrecktem Zeigefinger bedeutete ich ihr, den Oberkörper darauf zu legen. Nachdem sie das getan hatte, stellte ich mich hinter sie und betrachtete ihren Anblick.

Sie trug noch immer die halterlosen Strümpfe und ihre schwarzen Schuhe mit den flachen Absätzen. Davon abgesehen war sie wieder nackt unter dem Kleid gewesen, wie ich ja wusste.
Von hinten konnte ich hervorragend ihre feucht glitzernde Pussy sehen. Und auch ihre kleine Rosette zwischen den prallen Pobacken. Und die nahm ich nun auch aufs Korn. Die Pobacken, nicht die Rosette.

Estella jaulte vor Überraschung laut, als ich ihr einen klatschenden Schlag mit der flachen Hand verpasste. Sofort zuckten ihre Hände nach hinten, um ihre Haut zu schützen. Mehr im Reflex als aus konkreter Angst, nahm ich an.
„Halt dich auf der anderen Bettseite fest“, forderte ich.
Etwas zögerlich tat sie es. Und dann versuchte sie, mich mit auf der Seite liegendem Kopf irgendwie im Auge zu behalten, damit der nächste Schlag sie nicht überraschte. Ein paar kurze, ruckartige Bewegungen, die ich nur machte, um sie zu reizen, ließen sie gehörig zusammenzucken.

Als ich dann wirklich wieder zuschlug, traf ich sie wie geplant noch einmal völlig unerwartet. Dementsprechend schrie sie auf. Und zwar zweimal. Für jeden der beiden Schläge. Dann rang sie nach Luft und schluchzte ein paar Mal unwillkürlich.
Alles in allem gab es nur einen Indikator, dass die Latina durchaus Spaß an dieser Art von Spiel hatte. Ihre immer stärker anschwellende und bereits richtiggehend tropfende Pussy verriet mir alles, was ich wissen musste.
An dieses sensible Messgerät hielt ich mich, während ich das Spiel fortsetzte. Daran und an die Art, wie sie mir nach einer Weile ihren Po wieder mehr entgegen reckte, wenn ich eine Pause einlegte. Sobald sie es schaffte, aus Angst vor der Plötzlichkeit des Schmerzes nicht bei jeder Luftbewegung zusammenzuzucken. Was nach einem oder mehreren Schlägen meist etwas dauerte.

Ich ließ mir Zeit. Und ich ließ zugegebenermaßen auch ein ganz klein wenig Dampf ab. Natürlich schlug ich nicht mit voller Kraft zu. Aber ich tat ihr weh. Das war völlig unzweifelhaft. Ebenso, wie dass sie das genoss.
Ihre eigentlich natürlich braune Haut war auf ihrer Kehrseite bald einfach nur noch rot. Und auf ihrem Körper bildeten sich langsam Schweißperlen. Aber was mir wirklich sagte, dass sie genug hatte, war die Art, wie ihre Schreie immer mehr zu heiserem Stöhnen wurden.
Ohne ein absoluter Experte zu sein, wusste ich, dass irgendwann bei Menschen, die auf Schläge abfuhren, ein bestimmter Punkt kam. Körpereigene Drogen betäubten das Schmerzempfinden und konnten es ins Gegenteil verkehren. Und wenn man nicht aufpasste, übernahmen sich die ‚Opfer‘ völlig, weil sie nicht mehr einschätzen konnten, wie viel sie wirklich verkraften würden.

Estella zitterte längst, als hätte sie Schüttelfrost. Und sie weinte in meine Bettdecke. Es wurde Zeit für eine Umkehr der Behandlung. Für sanfte Streicheleinheiten auf der überempfindlichen Haut und überall sonst. Hinter ihr kniend widmete ich mich dieser Aufgabe ebenso ausdauernd wie dem Spanking davor.
Lange streichelte ich ihren Rücken, ihre Seiten, ihre Beine und vorsichtig auch ihren Po mit den Händen. Bis sie nicht mehr so sehr zitterte und ihr Schluchzen und gepresstes Wimmern langsam immer mehr zu wohligem Seufzen wurde. Bis sie sich wieder entspannte und ich den Eindruck hatte, ihr Lustempfinden sei wieder halbwegs normalisiert.
Erst dann kam die nächste Überraschung für die Latina.

Estella konnte es nicht wissen, aber ich hatte nicht vor, sie zu ficken. Ich hatte nicht einmal vor, sie zu lecken. Sie würde nur meine Hände zu spüren bekommen.
Der Grund dafür war nicht unbedingt, dass mein Schwanz eine Pause brauchte. Tatsächlich stand er längst wie eine Eins. Aber mein Instinkt sagte mir, dass ich darauf verzichten sollte. Und ich war geneigt, ihm zu vertrauen. Ein leiser Hoffnungsschimmer animierte mich dazu. Und schlimmstenfalls hatte ich eben nach langer Zeit mal wieder blaue Eier. Das war dann Pech.

Ohne Estella anzusprechen, ließ ich meine Finger zwischen ihre Beine gleiten und berührte zum ersten Mal, seitdem sie den Raum betreten hatte, ihre Pussy. Sofort atmete sie zischend ein und reckte mir ihren Körper entgegen.
Ich ließ mich auch nicht lange bitten und führte zwei meiner Finger in die munter sprudelnde Quelle ein, die längst ihre Schenkel klatschnass gemacht hatte. Mein Lohn dafür war ein lautes, kehliges Stöhnen. Und das wiederholte sich jedes Mal, wenn ich so tief wie möglich in sie eindrang und meine Knöchel sich gegen ihre Schamlippen pressten.

„Mehr?“, wollte ich nicht ohne Hintergedanken wissen.
„Gott, ja!“, keuchte sie.
Drei Finger verschwanden ein paar Mal in ihr und ließen sie lauter werden.
„Mehr…?“
„Ngh-hn…“, presste sie zwischen zwei Atemzügen heraus.
Ich nahm das als Bestätigung und fügte auch den vierten Finger hinzu. Und wieder nahm ihre Lautstärke zu.

Anfangs musste ich die vier Finger noch eng aneinander und übereinanderlegen, um sie eindringen zu lassen. Aber die Latina war so außer sich vor Lust, dass sich ihre Pussy schnell anpasste. Bald konnten meine Finger eindeutig nebeneinanderliegen.
Das erlaubte mir heftigere Bewegungen. Für eine kleine Weile konzentrierte ich mich ganz darauf, sie auf diese Weise einfach zu ficken. Dass sie dabei kam, überraschte mich nicht. Ich hatte es kommen sehen. Die Frage war, ob sie das fertig machte, oder noch mehr anheizte…

„Mehr?“
Sie antwortete nicht sofort. Stöhnte und keuchte eine Weile, während sie noch von ihrem Höhepunkt zitterte. Aber dann schob sie mir unmerklich ihren Unterleib entgegen. Und ich erkannte ihr Einverständnis darin.
Ich wusste nicht, ob das für sie eine Premiere war. Ihre Muschi war dehnbar genug, aber das bedeutete nicht notwendigerweise etwas. Ich erfuhr allerdings schnell, dass sie von nun an zu den Bekehrten gehören würde.
Als meine Hand mit angelegtem Daumen ganz langsam in ihrem Kanal verschwand, riss sie den Kopf nach oben und hörte auf zu atmen. Ihr ganzer Körper war zum Zerreißen gespannt. Und in ihr arbeitete es mächtig. Bis ich den Widerstand überwunden hatte und nur noch mein Handgelenk sehen konnte, machte sie keinen Mucks.
Aber dann - als meine ganze Hand sich in ihrer Pussy befand und ich anfing die Finger ein wenig zu bewegen und mich etwas vor und zurück zu bewegen - schrie sie laut auf. Ein unverkennbarerer Lustschrei.

Estella kam gleich zu Beginn meines Fistings. Und sie machte keine großen Pausen zwischen diesem und ihren folgenden Orgasmen. Sie kam fünf Mal in rascher Folge, während ich mich eher vorsichtig in ihr bewegte. Dass es ihr gefiel, stand also ziemlich außer Frage.
Aber danach hatte sie genug. Hilflos versuchte sie, mir zu signalisieren, dass sie es nicht mehr ertragen konnte und ich hörte auf, zog mich langsam aus ihr zurück und streichelte dann noch eine Weile einfach ihren Rücken, um sie zur Ruhe kommen zu lassen.

„Madre mía…“, schnaufte sie nach einiger Zeit. „Das war…“
„Intensiv?“, schlug ich vor.
„Unglaublich!“, berichtigte sie. „Nur… Wie komme ich jetzt ins Bad. Ich… muss.“

Schmunzelnd half ich ihr auf und diesmal stützte ich sie, weil sie sich kaum auf den Beinen halten konnte. Ich beruhigte sie, dass sich dort unten nach einer Weile alles wieder normalisieren würde. Und dass sie das Pinkeln vielleicht etwas unangenehm finden würde. All das Lektionen, die ich von der Frau kannte, mit der ich dieses Spiel zum ersten Mal gespielt hatte.
Nachdem sie fertig war, half ich ihr unter die Dusche, denn von der Hüfte abwärts war sie völlig mit ihren eigenen Säften beschmiert. Aber ich trat nicht zu ihr. Stattdessen ging ich zur Tür, stellte den Schließmechanismus wieder um und legte mich dann ins Bett.

Als die Latina aus dem Bad kam, sah sie ziemlich unsicher aus. Das Licht hatte ich zwar gelöscht, aber der Mond war voll und schien durchs Fenster. Ich konnte sehen, wie sie zur Tür blickte und dann zum Bett und wieder zur Tür.
Irgendein Gedanke beschäftigte sie und dann traf sie eine Entscheidung. Leicht mit den Achseln zuckend seufzte sie und kroch zu mir unter die Decke.
Sie legte sich in meinen Arm und ich ließ sie gewähren. Was auch immer diesmal das Spiel war, es war nicht meines. Und wenn ich nicht den Verstand verlieren wollte, konzentrierte ich mich ausschließlich auf die Intrigen in dieser Irrenanstalt, die mich direkt betrafen.

Erschöpft wie sie war, schlief Estella schnell ein. Aber ich blieb wach. Was ich mit ihr getan hatte, hatte knappe zwei Stunden gedauert. Es war nach Mitternacht und ich hatte den Eindruck, wirklich alle im Haus würden nun im Bett liegen.
Falls sich also meine Hoffnung bewahrheiten sollte, konnte es nicht mehr lange dauern.

Falls…


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